Siebeck, Oskar

tätig als
Deutscher Verleger
Kurzbiographie
Oskar Siebeck (29. Juli 1880 – 24. Februar 1936) war ein deutscher Verleger. Als Sohn des Verlegers Paul Siebeck studierte er Nationalökonomie in Freiburg im Breisgau, Tübingen und Leipzig und trat 1906 in den Verlag seines Vaters ein. 1913 gründete er eine Berliner Zweigstelle des Verlags, die jedoch kriegsbedingt nur kurze Zeit bestand. Im Ersten Weltkrieg diente Siebeck als Hauptmann, wurde schwer verwundet und war anschließend im Generalstab sowie im Kriegspresseamt tätig. Nach dem Tod des Vaters führten Oskar Siebeck und sein Bruder Werner ab 1920 den Verlag gemeinsam weiter und setzten thematische Schwerpunkte in Theologie, Philosophie, Nationalökonomie und Rechtswissenschaft. In der Zeit des Nationalsozialismus sah sich der Verlag zunehmenden Restriktionen ausgesetzt; zahlreiche Autoren konnten nicht mehr publizieren oder mussten emigrieren. Oskar Siebeck engagierte sich vergeblich gegen die Zensurmaßnahmen der Reichsschrifttumskammer und nahm sich im Februar 1936 das Leben.
Normdaten
https://d-nb.info/gnd/1012416259

Erwähnungen