Der editierte Text

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Nauen (Details anzeigen) bei Berlin (Details anzeigen)
Superintendentur
d. 2. Januar 1912.1

Ihren Brief vom 28. Dez. 11. an Herrn Professor Dr. Medikus (Details anzeigen) [sic!] hat mir derselbe zugeschickt, mit dem Rat, Ihrem Anerbieten Folge zu leisten.2 Ich bin dazu bereit, bitte aber um einige Auskünfte, an die ich die Entscheidung knüpfen möchte. Meine Dissertation (Details anzeigen) ist 132 Maschinenseiten lang, die Seite ca 30 Zeilen, die Zeile 9 Worte. Ich hoffe, etwa 19–20 Seiten streichen zu können. Welches wäre in diesem Fall der Preis? – 220 Exemplare bin ich gezwungen, der Fakultät zu übergeben; für sie müssten These, Lebenslauf, Titelblatt extra gedruckt und eingeheftet werden. Wieviel Mehrausgaben würden dadurch entstehen? – Endlich wäre ich für einige Mitteilungen über beabsichtigte Ausstattung und Reklame dankbar! – Noch die Frage: Wielange wird der Druck voraussichtlich dauern? Mir liegt aus verschiedenen äußeren Gründen viel an schneller Erledigung, zumal die öffentliche Lizentiatenpromotion davon abhängt. Aus demselben Grunde wäre ich für eine möglichst umgehende Antwort sehr dankbar.

In vorzüglicher Hochachtung ergebenst

Lic. theol. Dr. P. Tillich (Details anzeigen).


Fußnoten, Anmerkungen

1Der Brief trägt den handschriftlichen Vermerk: „beantw. 5.I.12.
2Durch Vermittlung seines philosophischen Lehrers Fritz Medicus (Details anzeigen) bestand für Tillich (Details anzeigen) die Möglichkeit, seine zweite Dissertation „Mystik und Schuldbewußtsein in Schellings philosophischer Entwicklung (Details anzeigen)“ im Mohr Siebeck Verlag zu veröffentlichen. Oskar Siebeck (Details anzeigen) schrieb Fritz Medicus (Details anzeigen) am 28.12.1911, dass er auf dessen Empfehlung hin Tillichs Dissertation (Details anzeigen) gerne verlegen würde, mit dem Verlag aber vor größeren Aufgaben stünde und könne Tillich (Details anzeigen) seine „verlegerischen Dienste nur dann zur Verfügung stellen, wenn er sich dazu verstehen kann, die Kosten der Herstellung seines Buches ganz zu tragen.“ Demgegenüber war Tillich (Details anzeigen) zwar nicht abgeneigt, entschied sich jedoch für die Publikation im Bertelsmann Verlag, in deren Reihe „Beiträge zur Förderung christlicher Theologie“ die Dissertation schließlich erschien.

Register

aNauen
bBerlin
cMedicus, Fritz
dMedicus, Fritz
eTillich, Paul
fTillich, Mystik und Schuldbewußtsein in Schellings philosophischer Entwicklung, 1912
gSiebeck, Oskar
hMedicus, Fritz
iTillich, Mystik und Schuldbewußtsein in Schellings philosophischer Entwicklung, 1912
jTillich, Paul
kTillich, Paul
lTillich, Mystik und Schuldbewußtsein in Schellings philosophischer Entwicklung, 1912
mTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Archiv des Verlages J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Nachl. 488, A 0342,5; Blatt 203-206
Typ

Brief, eigenhändig
Adressiert: „An die Verlagsbuchhandlung J. C. B. Mohr / (P. Siebeck.), Tübingen“

Postweg
Nauen - Tübingen
nächster Brief in der Korrespondenz
Brief von Oskar Siebeck an Paul Tillich vom 19. Juli 1924

Entitäten

Personen

Orte

Literatur

Zitiervorschlag

Brief von Paul Tillich an Oskar Siebeck vom 2. Januar 1912, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00295.html, Zugriff am ????.

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L00295.pdf