Der editierte Text

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Sehr verehrter Herr Professor (Details anzeigen),

für Ihre freundliche an meinen Herrn Dr. Siebeck (Details anzeigen) gerichtete Karte vom 16. ds. Mts. (Details anzeigen) danke ich Ihnen bestens. Die druckfertigen Bogen 1 und 2 Ihrer Hegelrede (Details anzeigen) und die Korrektur ihrer Goetherede (Details anzeigen) sind richtig hier eingetroffen. Die Druckerei wird voraussichtlich noch heute die Revision der letzteren und die Korrektur des geänderten Titelblattes an Sie absenden.1

In vorzüglicher Hochachtung begrüsse ich Sie als Ihr ergebener

J. C. B. Mohr Paul Siebeck.


Fußnoten, Anmerkungen

1Im „Grünen Heft“ des Verlages vom 14. Mai 1932 erscheint folgende Anzeige zu Tillichs (Details anzeigen) Reden (Details anzeigen):

„158: D. Dr. PAUL TILLICH (Details anzeigen), Professor in Frankfurt a. M. (Details anzeigen), Hegel und Goethe. Zwei Gedenkreden. (Der junge Hegel und das Schicksal Deutschlands. — Goethe und die Idee der Klassik.) (Details anzeigen)
Die erste Rede ist dem jungen Hegel (Details anzeigen) gewidmet. Der Verfasser will vor allem zeigen, wieviel aktuelle Bedeutung der junge Hegel (Details anzeigen) über den späteren hinaus für unsere gegenwärtige Lage hat, in politischer wie in theologischer Hinsicht. Hegel (Details anzeigen) hat als erster scharf gesehen, daß das deutsche Volk kein einheitliches Schicksal hat, sondern ein Volk der Entgegensetzungen ist. Es ist noch niemals gelungen, diese Entzweiungen aufzuheben. Es wird auch heute nicht gelingen. Aber es muß unser deutsches Schicksal sein, die Entzweiungen zu tragen und durchzukämpfen und so nicht nur deutsches Schicksal zu gestalten, sondern Weltschicksal.
In dem zweiten Vortrag wird an dem großen Beispiel Goethes (Details anzeigen) gezeigt, was der eigentliche Sinn des Klassischen ist, nämlich die Einheit von Leben und Form, von Ruhe und Bewegung. Klassik ist Frömmigkeit auf dem Boden des Natürlichen und Menschlichen. „Die Menschen“, sagt Goethe (Details anzeigen), „sind nur solange produktiv in Poesie und Kunst, als sie noch religiös sind“. Bei ihm ist die Substanz fromm und darum jede seiner Schöpfungen. Goethes (Details anzeigen) Klassik ist zugleich eine Form höchster Menschlichkeit, nicht jenseitig, sondern diesseitig, mit allen Grenzen des Menschlichen und doch in diesen Grenzen vollendet — eine Form, die für das deutsche Schicksal in Zukunft richtungsweisend sein kann.“

Register

aTübingen
bTillich, Paul
cPostkarte von Paul Tillich an Oskar Siebeck vom 16. April 1932
dSiebeck, Oskar
eTillich, Der junge Hegel und das Schicksal Deutschlands, 1932
fTillich, Goethe und die Idee der Klassik, 1932
gTillich, Hegel und Goethe. Zwei Gedenkreden, 1932
hTillich, Paul
iTillich, Paul
jFrankfurt am Main
kTillich, Hegel und Goethe. Zwei Gedenkreden, 1932
lHegel, Georg Wilhelm Friedrich
mHegel, Georg Wilhelm Friedrich
nHegel, Georg Wilhelm Friedrich
oGoethe, Johann Wolfgang von
pGoethe, Johann Wolfgang von
qGoethe, Johann Wolfgang von

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Archiv des Verlages J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Nachl. 488, A 0469,5; Blatt 143-205
Typ

Brief, maschinenschriftlicher Durchschlag
Adressiert: „Herrn Professor D. Dr. Paul Tillich, Frankfurt a. M. - Niederrad, Vogelstr. 11“

Postweg
Tübingen - Frankfurt am Main
voriger Brief in der Korrespondenz
Brief von dem Verlag Mohr Siebeck an Paul Tillich vom 10. März 1932
nächster Brief in der Korrespondenz
Brief von Paul Tillich an den Verlag Mohr Siebeck vom 25. April 1932 [PS]

Entitäten

Personen

Orte

Literatur

Briefe

Zitiervorschlag

Brief von dem Verlag Mohr Siebeck an Paul Tillich vom 19. April 1932, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01138.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L01138.pdf