Der editierte Text

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5. März 1926.

Sehr verehrter Herr Professor (Details anzeigen),

haben Sie besten Dank für Ihre freundlichen Zeilen (Details anzeigen). Ich freue mich sehr, dass Sie den Hamburger Vortrag (Details anzeigen) für den Druck fertig machen und mir für unsere Sammlung überlassen wollen. Die darin erscheinenden Hefte können einschliesslich Titel und anderen Beigaben bis zu drei Druckbogen stark werden. Sie haben also den doppelten Raum zur Verfügung, den Ihr Tübinger Vortrag (Details anzeigen) seinerzeit in Anspruch genommen hat. Da Sie den Umfang im voraus nicht genau übersehen, habe ich in dem beiliegenden Verlagsvertrag ein Bogenhonorar zugrunde gelegt. Bei einem Umfang von drei Druckbogen stellt sich das Honorar also um die Hälfte höher als bei „Kirche und Kultur (Details anzeigen)“.

Ich erlaube mir, Ihnen in der Anlage gleich die Reinschrift des Vertrages in 2 Ausfertigungen zu übersenden, und bitte Sie, mir ein Exemplar mit Ihrer Unterschrift wieder zugehen zu lassen.

Sehr freuen würde ich mich, über Ihre „Dogmatik“ recht bald Näheres von Ihnen zu hören.

Inzwischen verbleibe ich mit freundlichen Empfehlungen Ihr ganz ergebener

Dr. O. Siebeck (Details anzeigen).|

Verlagsvertrag
Zwischen
Herrn Professor D. Dr. Paul Tillich (Details anzeigen) in Dresden (Details anzeigen)
und der
Verlagsbuchhandlung J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) in Tübingen (Details anzeigen)

ist heute auf Grund schriftlicher Verhandlungen nachstehender Verlagsvertrag für sie und ihre Rechtsnachfolger abgeschlossen worden.

§ 1. Herr Professor Tillich (Details anzeigen) überträgt auf die Verlagsbuchhandlung J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), bezw. ihre Rechtsnachfolger, das ausschließliche Verlagsrecht der von ihm verfassten Schrift

Das Dämonische in der Geschichte (Details anzeigen)

für die erste und alle folgenden Auflagen, sowie für alle Ausgaben.

§ 2. Die Schrift des Herrn Verfassers erscheint in der von der Verlagsbuchhandlung herausgegebenen „Sammlung gemeinverständlicher Vorträge und Schriften aus dem Gebiet der Theologie und Religionsgeschichte“.

§ 3. Die Höhe der ersten Auflage setzt die Verlagsbuchhandlung bis zu zweitausend (2000) Exemplaren nach eigenem Ermessen fest. Der Verfasser erhält 20 Freiexemplare, die die Verlagsbuchhandlung ebenso wie 80 zu Rezensionszwecken bestimmte Exemplare samt dem erforderlichen Zuschuss für Druckdefekte usw. ausserhalb der von ihr festzusetzenden Auflage drucken darf.

§ 4. Der Herr Verfasser erhält für die erste Auflage ein alsbald nach Druckvollendung auszubezahlendes Pauschalhonorar von fünfzig Reichsmark (Rm. 50.--) für den Druckbogen von 16 Seiten. Für die zweite und etwaige weitere Auflagen behalten sich die Vertragschliessenden neue Vereinbarungen vor.

§ 5. Das Recht der Uebersetzung in fremde Sprachen kann die Verlagsbuchhandlung nur im Einvernehmen mit dem Herrn Verfasser vergeben. Der aus dem Verkauf dieses Rechtes vereinnahmte Betrag, dessen Festsetzung ebenfalls nur im Einvernehmen mit dem Herrn Verfasser erfolgen kann, fällt je zur Hälfte diesem und der Verlagsbuchhandlung zu.

§ 6. Die als Anlage diesem Vertrag angefügten „Vertragsnormen und Auslegungsgrundsätze für Verlagsverträge über wissenschaftliche Werke“ gelten als Bestandteil dieses Vertrages, soweit sie nicht durch die obigen Bestimmungen abgeändert oder erläutert sind.

§ 7. Wegen etwaiger Meinungsverschiedenheit oder Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist die Anrufung des ordentlichen Gerichtes erst zulässig, wenn der Versuch einer Erledigung des Streites im Wege des Güteverfahrens ergebnislos geblieben ist.

Hiermit allenthalben einverstanden unterzeichnen diesen in zwei gleichlautenden Exemplaren ausgefertigten Verlagsvertrag

Dresden (Details anzeigen), den
Tübingen (Details anzeigen), den 5. März 1926

J. C. B. Mohr (Paul Siebeck).


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aTillich, Paul
bBrief von Paul Tillich an Oskar Siebeck vom 3. oder 4. März 1926
cTillich, Das Dämonische. Ein Beitrag zur Sinndeutung der Geschichte, 1926
dTillich, Kirche und Kultur, 1924
eTillich, Kirche und Kultur, 1924
fSiebeck, Oskar
gTillich, Paul
hDresden
iTübingen
jTillich, Paul
kTillich, Das Dämonische. Ein Beitrag zur Sinndeutung der Geschichte, 1926
lDresden
mTübingen

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Archiv des Verlages J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Nachl. 488, A 0469,5; Blatt 143-205
Typ

Brief, maschinenschriftlicher Durchschlag
Adressiert: „Herrn Professor D. Dr. Paul Tillich, Dresden, Elisenstrasse 11.“

Postweg
Tübingen - Dresden
voriger Brief in der Korrespondenz
Brief von Paul Tillich an Oskar Siebeck vom 3. oder 4. März 1926
nächster Brief in der Korrespondenz
Postkarte von Paul Tillich an Oskar Siebeck vom 12. März 1926 [PS]

Entitäten

Personen

Orte

Literatur

Briefe

Zitiervorschlag

Brief von Oskar Siebeck an Paul Tillich vom 5. März 1926, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00864.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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