Mennicke, Carl August

tätig als
Deutscher Sozialpädagoge
Kurzbiographie
August Carl Mennicke (5. September 1887 – 15. November 1959) war ein bedeutender deutscher Sozialpädagoge und Vertreter des religiösen Sozialismus. Nach seinem theologischen Studium wirkte er ab 1917 als Geistlicher im Ruhrgebiet, wo er die Arbeiterbedingungen unmittelbar kennenlerte. Er gehörte dem Kreis um Paul Tillich an und publizierte in einschlägigen Zeitschriften. 1923 etablierte er an der Berliner Hochschule für Politik eine Ausbildungsstätte für männliche Fachkräfte in der Wohlfahrtspflege – eine Neuerung in diesem bis dahin weiblich dominierten Feld. 1930 übernahm er die Leitung des Frankfurter Instituts für Berufspädagogik und lehrte gleichzeitig an der dortigen Universität. Aufgrund seiner Nähe zum Tillich-Kreis wurde er 1933 aus dem Dienst entlassen; sein Buch wurde verbrannt. Er flüchtete 1934 in die Niederlande und dirigierte dort ein philosophisches Schulungszentrum. Nach Verhaftung und Gefängnisaufenthalt während des Krieges arbeitete er als Fabrikarbeiter. Ab 1945 kehrte er nach Frankfurt zurück und lehrte dort bis 1952. Kurz vor seinem Tod erhielt er Auszeichnungen der Bundesrepublik.
Normdaten
https://d-nb.info/gnd/119264250

Erwähnungen