Schlatter, Adolf

geboren
1852-08-16, Sankt Gallen
gestorben
1938-05-19, Tübingen
tätig als
Evangelischer Theologe
Kurzbiographie
Adolf Schlatter (16. August 1852 – 19. Mai 1938) war ein Theologe aus der Schweiz mit evangelischem Profil. Er hatte Lehrstühle an mehreren deutschsprachigen Universitäten inne – in Bern, Greifswald, Berlin und schließlich Tübingen – wo er sich dem Neuen Testament und systematischen Fragen widmete. Ein äußerst produktiver Denker verfasste er weit über dreihundert Schriften, die sich sowohl an akademische Kreise als auch an kirchliche Laien richteten. Seine intellektuelle Arbeit zielte darauf ab, eine auf Beobachtung gegründete Theologie zu entwickeln sowie die neutestamentlichen Texte durch ein beobachtendes Verfahren erschließbar zu machen. In der Fachlichkeit wird er als eigenwilliger Denker charakterisiert, der sich den dominanten theologischen Strömungen seiner Epoche entzog. Obwohl er keine eigene Schule stiftete, wirken seine Arbeiten bis in die Gegenwart nach.
Normdaten
https://d-nb.info/gnd/118607928

Erwähnungen