Der editierte Text

|

Liebste Hannah (Details anzeigen), süsse Doppelmutti!

Hab vielen Dank für die Karte1, die mir den Sonnabend und Sonntag leichter macht. Ich glaube, es ist gut, dass Du abgenommen hast. Niebuhr (Details anzeigen) erzählte, dass die Geburt |:bei:| seiner Frau (Details anzeigen) so glatt gegangen wäre, weil sie regelmässig spazieren gegangen sei. Tu es auch!! –––

Die Geldsache bedeutet, dass ich im besten Fall 500 $ für Europa (Details anzeigen) zur Verfügung habe. Davon sind 200 für die Reise zu rechnen; bleiben 300, d.h. etwa 900 Schweizer Franken. Das wäre genug, a) Wenn ich wenig reise, b) Wenn Elisabeth (Details anzeigen) von meinem Geld in die Schweiz etwas mitbringen könnte. Wäre es Dir vielleicht möglich, im März | ein Bischen zurückzulegen? Wenn aber etwas Unerwartetes dazwischen kommt, so müsste ich auf Europa (Details anzeigen) verzichten und wir müssten zusammen an irgend einen schönen Platz gehen, wo Ärzte erreichbar sind und Du mit dem Baby leben könntest und Erdmuthe (Details anzeigen) und ich herumtoben. Für Euch drei müssen wir auf alle Fälle so etwas suchen ––

Ich schicke: Eine Postkarte von Rosenstock (Details anzeigen)2, die ich nicht lesen kann, die aber sehr negativ zu sein scheint. Bitte tippe sie mir ab. – Ferner eine Karte von Karolus (Details anzeigen)3, nett und doof wie immer. – Und dann das Komischste, einen Brief von Reichl (Details anzeigen)4 bei dem ich wieder nicht recht weiss, was er bedeutet. Bitte alles zurück! |

Deine Reaktion! Pauck (Details anzeigen) hat Schneider (Details anzeigen) in Washington (Details anzeigen) gehört und hatte genau den gleichen Eindruck. Wir haben hier einen schweren Stand gegenüber dieser merkwürdigen Mischung von Fortschrittsoptimismus, der ganz dogmatisch auftritt, und Empirismus, der sich von jeder Metaphysik fern halten will. – {???} verlangt, dass ich mit 9 anderen deutschen Professoren meine Eindrücke über das Amerikanische Universitäts- und Bildungswesen schreiben soll|:Für ein Buch zur Geldwerbung.:| (auch Ulich (Details anzeigen) und Wolfers (Details anzeigen) sind dabei, von der New School nur Lederer (Details anzeigen)!) Ich habe meine Bedenken geäussert; aber er will es und so muss | ich es. – Bis Sonntag, wo ich nur eine deutsche {???} bestellt habe, muss ich einen Artikel über Barth (Details anzeigen) (Details anzeigen) für die Zeitschrift unseres Deans fertig bringen; dann die 4 Vorlesungen in Yale über die Autobiographie (Details anzeigen). Für Oktober einen Artikel in einer damit neu eröffnenden neuen Zeitschrift. –

Ich liebe Dich und küsse Euch beide

Euer Paulus (Details anzeigen)

Ferner schicke ich den Geheimbericht, den mir Niebuhr (Details anzeigen) geschickt hat; gib ihn dann weiter an Peter (Details anzeigen) etc.

Sehr gefreut habe ich mich über alles von Erdmuthe (Details anzeigen) und über Erdmuthe (Details anzeigen); grüsse sie sehr herzlich!! – Über Dein shopping habe ich mich auch gefreut; Du weisst ja, ich habe nichts lieber als wenn Du 'selig' bist, wenn es auch nur kurz dauert und oft erneuert werden muss. Ich habe nichts gekauft. Ich brauche nichts notwendig und kaufe nichts ohne Dich! – Rose Hirsch (Details anzeigen) antworte ich erst nach Erscheinen von E (Details anzeigen)'s Antwort. – Das Berlin (Details anzeigen)-Diary hat Niebuhr (Details anzeigen). Vielleicht kann er es mir leihen.

Für Erdmuthe (Details anzeigen) will ich ein Buch über die | Sterne besorgen. Alles andere ist zu kompliziert. – Für das Rad bin ich nur, wenn wir absolute Garantie haben, dass Erdmuthe (Details anzeigen) nie über die Strasse fährt. Ich sah hier Jungens, die beinahe über von einem um die Ecke biegenden Auto auf ihren Rädern überfahren wären. Das ist meine einzige, aber sehr schwere Hemmung. – Hartford (Details anzeigen) würde das Gleiche wie Chicago (Details anzeigen) bedeuten, einen Winter{??}. –

Von Boschritz (Details anzeigen) nichts gehört. Wollte nicht Goldstein (Details anzeigen) mal kommen? – Ich will mich mal erkundigen, wieviel der Autobus von da unten nach New York (Details anzeigen) kosten würde ... etwa über Charleston (Details anzeigen) zurück ... Sonst nichts Neues!

In viel Liebe!

Dein Paul (Details anzeigen)


Fußnoten, Anmerkungen

1Nicht überliefert.
2Nicht überliefert.
3Nicht überliefert.
4Nicht überliefert.

Register

aChicago, Illinois
bTillich, Hannah
cNiebuhr, Reinhold
dNiebuhr, Ursula M.
eEuropa
fSeeberger, Elisabeth
gEuropa
hFarris, Erdmuthe
iRosenstock- Huessy, Eugen
jMennicke, Carl August
kReichl, Otto
lPauck, Wilhelm
mSchneider, Herbert
nWashington, D.C.
oUlich, Robert
pWolfers, Arnold
qLederer, Emil
rTillich, What Is Wrong with the "Dialectic" Theology?, 1935
sBarth, Karl
tTillich, On the Boundary. An Autobiographical Sketch, 1936
uTillich, Paul
vNiebuhr, Reinhold
wHeimann, Eduard
xFarris, Erdmuthe
yFarris, Erdmuthe
zHirsch, Rosa
aaHirsch, Emanuel
abBerlin
acNiebuhr, Reinhold
adFarris, Erdmuthe
aeFarris, Erdmuthe
afHartford, Connecticut
agChicago, Illinois
ahBoschritz
aiGoldstein, Kurt
ajNew York City
akCharleston, South Carolina
alTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974., bMS 721/3(6)
Typ

Brief, eigenhändig

Postweg
unbekannt - unbekannt
voriger Brief in der Korrespondenz
Undatierter Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich vermutlich von Jannuar 1935
nächster Brief in der Korrespondenz
Februar 1935

Entitäten

Personen

Orte

Literatur

Zitiervorschlag

Undatierter Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich vermutlich 1935, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10150.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

{{Internetquelle |url=https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10150.html |titel=Undatierter Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich vermutlich 1935 |werk=Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition. |hrsg=Christian Danz, Friedrich Wilhelm Graf |sprache=de | datum= |abruf=???? }}
L10150.pdf