Lederer, Emil

geboren
1882-07-22, Pilsen
gestorben
1939-05-29, New York, NY
tätig als
Ökonom und Soziologe
Kurzbiographie
Emil Lederer (22. Juli 1882 – 29. Mai 1939) war ein böhmisch-österreichischer Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe. Nach juristischem und ökonomischem Studium in Wien promovierte und habilitierte er sich mit einer wegweisenden Untersuchung über Angestellte. Ab 1918 lehrte er in Heidelberg, ab 1920 als ordentlicher Professor für Sozialpolitik, und leitete dort mit Alfred Weber ein sozialwissenschaftliches Institut. 1931 erhielt er einen renommierten Lehrstuhl in Berlin. 1933 wurde er als SPD-Mitglied und aus rassistischen Gründen seines Amtes enthoben. Über Japan emigrierte er in die USA, wo er zu den Gründern der University in Exile an der New Yorker New School for Social Research gehörte und deren erster Dekan wurde. Wissenschaftlich verband er Ökonomie und Soziologie zu einem interdisziplinären Ansatz und analysierte Gegenwartsphänomene wie Interessenorganisationen, die Entwicklung der Arbeit und die Entstehung des Totalitarismus.
Normdaten
https://d-nb.info/gnd/119311143

Erwähnungen