Titius, Arthur

geboren
1864-07-28, Sensburg
gestorben
1936-09-07, Berlin
Kurzbiographie
Arthur Titius (28. Juli 1864 – 7. September 1936) war ein evangelischer Theologe aus Deutschland. Nach Studium, Promotion und Habilitation lehrte er ab 1895 in Kiel, ab 1906 in Göttingen und ab 1921 in Berlin, bis er 1934 aus dem Amt schied. Er engagierte sich früh sozialpolitisch im Evangelisch-sozialen Kongress und gehörte mit Friedrich Naumann zu den Gründern des Nationalsozialen Vereins. Während des Ersten Weltkriegs schlug er kritische und versöhnliche Töne an und setzte sich nach dem Krieg für eine demokratische Erneuerung der Kirche ein. Er zählte zu den frühen und entschlossenen Wegbereitern der ökumenischen Bewegung und trat 1925 auf der Stockholmer Konferenz für ein internationales sozialwissenschaftliches Institut ein. Anfangs kritisierte er den Nationalsozialismus scharf, näherte sich gegen Lebensende jedoch rassistischen Auffassungen an. Insgesamt gilt er als bedeutender Vertreter der liberalprotestantischen Theologie des frühen 20. Jahrhunderts.
Normdaten
https://d-nb.info/gnd/117401110

Erwähnungen