Bienert, Ida

geboren
1870-11-29, Bielawa
gestorben
1965-08-18, München
tätig als
Dresdner Kunstsammlerin und Mäzenatin
Kurzbiographie
Ida Bienert (29. November 1870 – 18. August 1965) betätigte sich als Kunstsammlerin und Mäzenin in Dresden. Sie war eine geborene Suckert. Aus ihrer 1888 geschlossenen Ehe mit dem Fabrikantensohn Erwin Bienert gingen fünf Kinder hervor. Bemerkenswert eigenständig für ihre Zeit, ließ sie 1906 auf eigene Kosten die erste öffentlich zugängliche Bücherei im Königreich Sachsen entstehen. Ihr Anwesen in Dresden-Plauen entwickelte sich während der 1920er Jahre zum Treffpunkt der künstlerischen Moderne. Aufstrebenden Malern half sie durch den gezielten Erwerb ihrer Arbeiten und trug auf diese Weise eine ansehnliche Sammlung zusammen. Zu ihren Gästen zählten unter anderem Klee, Dix, Kokoschka und Nolde. 1926 beauftragte sie den Maler Piet Mondrian mit der Umgestaltung eines Raumes, dessen Entwurf jedoch nie verwirklicht wurde. Aus finanzieller Bedrängnis musste sie ihre Bestände nach dem Umzug nach München kurz vor Kriegsende nach und nach abgeben.
Normdaten
https://d-nb.info/gnd/133509060

Erwähnungen