Der editierte Text

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Mein Margot-Kind (Details anzeigen)!

Schon morgen, Mittwoch früh will ich fahren, und will Dir einen Abschiedsgruß senden; ich fahre allein, und freue mich nun, nachdem ich den Schmerz, daß Du nicht mitkommst, überwunden habe, meiner Einsamkeit. Vielleicht wird sie mir Stunden der Sammlung geben, die ich in Berlin (Details anzeigen) nicht habe! Fast hatte ich Sorge um die Ruhe; jetzt freue ich mich; denn es geht mir immer noch nicht gut. Die morgendlichen Kopfschmerzen tobten heut. Du seie nicht traurig! Ich denke viel an Dich | und hab Dich sehr lieb. Du bist mir eine ständige Quelle der Kraft und des Glückes. Und noch eins. Vielleicht ist es um Hannahs (Details anzeigen) willen, und darum auch um unsertwillen besser, wenn wir jetzt nicht zusammen reisen. Aus der Ferne bekommt alles ein anderes Bild, namentlich aus der menschlichen und leidenden Ferne, in der Hannah (Details anzeigen) jetzt ist. In dieser Minute beginnt ihr Geburtstag. - Ich bin so froh, daß Du zu ihr gehst; ich danke Dir so sehr für alles, alles, womit Du mich trägst.


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aHahl, Margot
bBerlin
cTillich, Hannah
dTillich, Hannah
eTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Marburg, Philipps-Universität Marburg, Universitätsbibliothek Marburg, Nachlass Margot Hahl (Tillichiana 1), Ms. 1041/16
Typ

Brief, eigenhändig

Postweg
Berlin - unbekannt

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Brief von Paul Tillich an Margot Hahl vom 17. Mai 1922, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01532.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L01532.pdf