Der editierte Text

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Liebste Margot (Details anzeigen)!

In mir ist so viel Dankbarkeit zu Dir hin, daß ich nicht anders kann, als Dir es sagen. Ich habe viel, sehr viel an Dich gedacht, und habe Tausend Fragen und Tausend Ideen. Das Schönste aber ist, daß Du mir nicht ein Moment der Zerspaltenheit, sondern der Konzentration bist, daß der Weg mit Dir nicht weg, sondern hin zum „konkreten Absoluten“, zu unserem konkreten Absoluten führt. Aber dieses Schönste für mich ist auch | das Schönste für Dich, und ist meine große Sorge um Dich. Mein Weg ist in seinen entscheidenden Richtungen festgelegt, und es ist meine gegenwärtige Kraft und Ruhe, daß er es ist. Dein Weg aber darf durch meinen nicht festgelegt sein. Ich bin unendlich dankbar, wenn er eine Strecke mit dem meinen gehen kann. Aber ich darf mich darüber nur freuen, wenn ich weiß, daß Du frei bleibst, Deine eignen zu finden. - Bitte komm, wenn Du es einrichten kannst, Dienstag zu mir; wir dürfen jetzt nicht so lange voneinander fern sein.


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aHahl, Margot
bTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Marburg, Philipps-Universität Marburg, Universitätsbibliothek Marburg, Nachlass Margot Hahl (Tillichiana 1), Ms. 1041/3
Typ

Brief, eigenhändig

Postweg
Berlin - unbekannt

Entitäten

Personen

Zitiervorschlag

Brief von Paul Tillich an Margot Hahl vom April 1922, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01535.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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