Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger und ihre Familie von Weihnachten 1933

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Der editierte Text

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Liebste Elisabeth (Details anzeigen), Erhardt (Details anzeigen), Hans Jürgen (Details anzeigen), Gerda (Details anzeigen) und Walltraut (Details anzeigen)

Unsere Gedanken sind bei Euch zu Weihnachten und Neujahr. Aus den beiden Rundbriefen (Details anzeigen) (Details anzeigen) habt ihr ja ein Bild von unserer äußeren Existenz. Von der inneren ist nicht viel zu sagen. Viel Sehnsucht, überdeckt durch Arbeit, Stadt, Meer, Landschaft, viele Menschen, aber ohne das Gefühl letztlich sinnvoller Tätigkeit. Die Übersetzung meiner Gedanken ins Englische, mit der ich jetzt begonnen habe, ist unendlich mühsam, und man hat das Gefühl, daß man doch nicht {mal} selbst ganz in der Sache drin ist. Von Amerikanisierung also noch keine Spur. – Weihnachten wird hier ähnlich wie bei uns gefeiert. Wir werden aber unseren Baum erst anzünden, wenn ihr längst schlaft; denn Ihr seid uns immer 6 Stunden voraus, d. h. ¼ um die Erde {herum}. Wie gern würden wir mit euch telephonieren; aber leider –––

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Wir haben jeden Morgen von Euch, d. h. von Erhardt (Details anzeigen) gelesen und waren sehr stolz auf ihn. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, welchen {???} Ihr hier gemacht habt; vor allem auch Euer Freund aus Dahl{??}. Hoffentlich geschieht nun nicht hinten herum, was von {???} mißglückt ist. Wie gern wäre ich in {alle dem} bei Euch gewesen. ––– Wir bekommen sehr wenig Briefe von dort. Ich {???} doch, wenn etwas über dich geht, es gleich {???}. Man ist doch froh über alles, was von drüben kommt. –– Wir werden Weihnachten ganz still hier zusammen sein. Ich bin ja aus dem Krieg Weihnachten fern von Hause gewohnt.1 Es ist ähnlich und doch besser als damals. Nur war ich damals fast 20 Jahre jünger. ––– Wie geht es Hans Jürgen (Details anzeigen)? Er soll immer schreiben. Grüßt {??? ???} Schade! Noch ist es uns nicht gelungen, auf nun {??? ???} den aufgegebenen {???}ssen zu besuchen. Die Zeit ist hier das kostbarste Gut. –

Und nun Euch allen Weihnachts{kuss} und Weihnachtsgruß! Und ein gutes Neues Jahr mit Wiedersehen!

Paul (Details anzeigen)


Fußnoten, Anmerkungen

1Tillich berichtete seinem Vater beispielsweise von seinem Kriegsweihnachten in einem Brief vom 27. Dezember 1917 (Details anzeigen).

Register

aNew York City
bSeeberger, Elisabeth
cSeeberger, Erhard
dSeewald, Richard
eSeger, Gerhart
fSeidlin, Oskar
gRundbrief von Paul Tillich vom 1. Dezember 1933
h
iSeeberger, Erhard
jFeldpostbrief von Paul Tillich an Johannes Tillich vom 27. Dezember 1917
kSeewald, Richard
lTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974., bMS 649/184(8)
Typ

Brief, eigenhändig

Postweg
New-York-City - unbekannt
voriger Brief in der Korrespondenz
Postkarte von Paul Tillich an Elisabeth Tillich vom 8. Juni 1916
nächster Brief in der Korrespondenz
Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vom 1. Februar 1934

Entitäten

Personen

Orte

Erwähnte Briefe

Zitiervorschlag

Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger und ihre Familie von Weihnachten 1933, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10000.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L10000.pdf
erwähnte Briefe