Der editierte Text

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Prof. Dr. Fedor Stepun (Details anzeigen) Den 29. September 1948
München-27
Mauerkircherstrasse 52

Mein lieber Paulus! (Details anzeigen)

Wir haben ja schon telefonisch miteinander gesprochen und doch tut es mir unendlich leid, dass wir uns nicht haben sehen können. Eine längere Unterhaltung mit Dir wäre mir ganz besonders wichtig gewesen und ich habe mich auf dieselbe sehr gefreut. Nun müssen wir wieder, wie Du es am Telefon sagtest, zwei Jahre warten. Wer weiss, was die nächsten zwei Jahre bringen werden.

Mein Freund von Martin (Details anzeigen) sagte mir, Du hättest einen hervorragenden Vortrag im Menzelkreis gehalten, den besten, den er dort im Verlauf von drei Jahren gehört hat. Seiner Meinung nach hättest Du Dich sehr verändert. Du warst weniger geistreich und scharf wie sonst, dafür aber tiefer und schlichter, als er Dich früher gekannt hat. Für seine sehr kluge Tochter warst Du sogar mit Deiner Zentrierung des Christentums in der Liebe gar zu schlicht, weil zu ruhig. Ihr fehlte in Deinem Vortrag der Sinn für den tragischen Gehalt der Welt, für den das Christentum ihrer Meinung nach besonders offen sei. So schwankt Dein Bild zwischen den Generationen. Auch von anderen habe ich so manches gehört, denn ich forschte eindringlich nach, ob und wohin Du Dich verändert hattest. Hast Du nicht etwas deutsch geschrieben, das ich lesen könnte? Es würde mich leidenschaftlich interessieren.

Die Welt verfinstert sich mit einer Geschwindigkeit, dass ich trotz meines Optimismus (nur Optimismus des wundersüchtigen Herzens, nicht des klaren Kopfes) nicht einmal sicher bin, ob es Dir noch möglich sein wird, das zu versuchen, worüber wir nur ein rasches Wort gewechselt haben. Ich glaube, dass ich nunmehr daran denken muss, so sehr es mich schmerzt, unter Umständen Europa (Details anzeigen) zu verlassen und über den Ozean zu gehen. Wie Du weisst, gehöre ich ja zu der Gruppe der ihm Jahre 1922 Ausgewiesenen, die alle ein Papier unterschreiben mussten, dass sie der höchsten Strafe unterliegen, falls sie ohne Genehmigung des Sowjetstaates den Versuch machen |:würden:|, nach Russland (Details anzeigen) zurückzukehren. In der Emigration habe ich mich jeglicher aktiven praktischen Politik enthalten, weil ich sie für sinnlos hielt, bin von rechts sehr stark angegriffen worden, als ultravioletter Kommunist bezeichnet; aber all das ist ja für die Sowjets keine Legitimation. Für sie bin ich ein finsterer Faschist, der wie ein „tollwütiger Hund“ sie in Büchern und Broschüren im Verlauf von 20 Jahren angebellt hat. Selbst mein Vortrag in Bossey (Details anzeigen) ist in einer Petersburger Zeitung in diesem Sinn neuerdings angegriffen worden. Eine Begegnung mit meinen Landsleuten darf ich mir nicht erlauben. Ich lebe gern, habe unendlich viel vor, bin aber doch wieder|:um:| so alt und so vernünftig, dass ich mit 64 Jahren keinen Versuch machen würde, dem Tode zu entgehen, nur Verhöhnungen und Folterungen möchte ich mir ersparen, denn wenn ich an solche Dinge denke, dann packen mich Wut und noch mehr Ekel.

Aus all dem folgt nun die dringende Bitte an Dich, alle Deine Beziehungen in Bewegung zu setzen, von denen Du mir nur Andeutungen machen konntest (ein russisches theologisches Institut soll in benachbarte Räume einziehen) um eine Einladung für mich zu irgendwelchen Gastvorträgen (mein russischer Kollege, Professor Tschigewski (Details anzeigen), den Du in Marburg (Details anzeigen) sicher kennengelernt hast, hat beispielsweise eine solche bekommen, erhält aber von der Militärregierung sonderbarerweise keine Einreiseerlaubnis) zu erhalten. Ich bitte um eine solche, wenn auch nur befristete Einladung erstens darum, weil ich glaube, dass sie leichter und | rascher zu bekommen ist als eine Erlaubnis zur Einwanderung, und zweitens weil ich doch immer mit der Möglichkeit noch rechne, dass man am Krieg vorbeischleicht und darum hier nicht alle Positionen und Beziehungen auflösen möchte. Es wäre ja viel leichter für mich, nach der Schweiz (Details anzeigen) zu gehen, was mir wahrscheinlich gelingen könnte, aber Kullmann (Details anzeigen), wie auch mein eigener Verstand sagen mir, dass das keine radikale Lösung ist, weil die Möglichkeit neutral zu bleiben sich in diesem 3. Kriege selbst für die Schweiz (Details anzeigen) kaum ergeben wird. Jedenfalls will ich aber sofort alles unternehmen, um, falls es hier für mich gar zu gefährlich wird, zunächst einmal nach der Schweiz (Details anzeigen) hinüber zu kommen, um eventuell von dort aus über See zu gehen.

Die beiden Schwierigkeiten, vor denen ich Angst habe, sind erstens meine Unkenntnis der amerikanischen Sprache (ich werde hoffentlich ziemlich leicht mich verständigen lernen, aber ich werde sicher keine Vorträge auf englisch halten können) und zweitens Geld. Ich habe schon an Kroner (Details anzeigen) und auch an Dich vor längerer Zeit die Bitte gerichtet, bei dem Skribner-Verlag zu fragen, wie es meinem Buche „Das Antlitz Russlands |:und:| das Gesicht der Revolution“, ergangen ist. Nachdem ich eine ganz kleine Anzahlung bekommen, habe ich nichts weiter gehört (es ist ja auch kurz vor dem Kriege erschienen). Dass mein Buch während des Krieges keine Verbreitung finden konnte, vielleicht auch durfte, kann ich mir gut vorstellen, weil es ja ausgesprochen antibolschewistisch ist. Seit einiger Zeit müsste sich doch aber die Situation günstig für mich gewandelt haben. Im Kampf zwischen Sorokin (Details anzeigen) und Foster Dulles (Details anzeigen) müsste es doch seinen Platz finden als eine tiefere Auffassung der russischen Revolution, als es die beiden Bücher vertreten. Wenn diese meine Überlegungen nicht ganz aus der Luft gegriffen sind, dann wäre vielleicht auch eine Möglichkeit gegeben (natürlich, wenn wir nicht schon übermorgen die Lösung aller Probleme den Atombomben überlassen), meine Autobiographie in Amerika (Details anzeigen) oder in England (Details anzeigen) erscheinen zu lassen. Zu Weihnachten, vielleicht schon im November kommt der zweite Band heraus, in welchem das Phänomen des Bolschewismus in seiner ursprünglichen Form genaustens geschildert wird. Der Leser erlebt die Tragödie des russischen Liberalismus, ja des Liberalismus überhaupt mit der Intensität, mit welcher sie heute, wie mir scheint, erlebt werden muss. Der Band wird vielleicht weiniger Poesie, dafür aber sehr viel mehr soziologische Einsichten und politische Warnungen enthalten. Vielleicht könnte auch ich etwas unternehmen, aber Deutschland (Details anzeigen) ist zu sehr Provinz geworden, als dass man direkt von hier sich Gehör verschaffen könnte. Ich habe in der Schweiz (Details anzeigen) mit einigen Verlegern verhandelt, die mir alle gesagt haben, dass eine Lizenz-Ausgabe in der Schweiz (Details anzeigen) sicher möglich wäre, falls mein deutscher Verleger das Übersetzungsrecht in andere Sprachen abtreten würde, was er natürlich nicht tut. Deutsch lizenzierte Bücher will aber das Ausland teilweise aus politischen, teilweise aus wirtschaftlichen Gründen noch nicht haben. Also muss ich schon meine Freunde bitten, für mich zu sorgen.

In der gleichen Angelegenheit schreibe ich auch an einige russische Bekannte, an meinen Berliner Freund, den Bischof Johann Scharchowsky (Details anzeigen), New-York (Details anzeigen) und auch an einige russische Professoren und Sozialdemokraten. Ich gebe Dir auf jeden Fall zwei bis drei Adressen, wenn es sich vielleicht vorteilhaft erweisen könnte, Euere Bemühungen zu vereinigen. Um das Thema abzuschliessen, will ich nur noch das hinzufügen, was sich von selbst versteht: wenn es nicht zu spät werden soll, dann muss die Sache bald gelingen. Wahrscheinlich übersiehst Du den Verlauf der Zukunft besser als ich. Immerhin wird ja die Zukunft von Amerika (Details anzeigen) vielleicht mehr bestimmt als die des heutigen Deutschland (Details anzeigen). Wir haben hier keine Regierung, keine Botschafter und eine nur sehr mangelhafte Presse, und darum muss ich es Deinem Augenmass überlassen, in welchem Tempo und mit welcher Intensität Du handeln wirst, falls Du überhaupt Hoffnungen hast, etwas tun zu können.|

Russland (Details anzeigen) liegt auch für mich dunkel und rätselhaft da. Obwohl ich die literarische Produktion der letzten Jahre gelesen habe, vor allen Dingen Kriegsbelletristik, mit den D.P.s. mich eingehend unterhalten habe, durch Frau Kullmann (Details anzeigen) so manches über die Kirchenfürsten gehört, habe ich doch gar kein Bild von dem, was sich hinter dem Vorhang tut. Ich weiss nur, |:von:|dass Freunde|:n:|, die im Jahre 1940 noch in Moskau (Details anzeigen) waren, dass meine beiden Brüder (Details anzeigen) (Details anzeigen) verhaftet und verschleppt sind, dass Nataschas Bruder (Details anzeigen) ohne jeglichen Grund verhaftet gewesen war und nur nachdem er unter Folterungen eingestanden hat, dass er als Bakteriologe den Viehbestandteil des Turkestangebiets zu Gunsten der Deutschen vergiften wollte, auf freien Fuss gesetzt wurde. Auch alles andere, was man von Bekannten gehört hat, spricht die Sprache derselben finsteren und vollkommen unbegreiflichen Tat. Noch in Genf (Details anzeigen) habe ich eine junge Schauspielerin kennengelernt, die unter dem Regime |:m:|eines Freundes gearbeitet hat und die mir Furchtbares erzählt hat von dem Ende dieses Menschen. Es ist nicht auszudenken, was für einem Schicksal Russland (Details anzeigen) entgegengeht, wenn sich die Welt gegen es wendet. Und es ist noch furchtbarer zu wissen, dass man bei dieser Auseinandersetzung nicht auf der Seite meiner Heimat stehen wird, sondern als Vertreter aller russischen Konzentrationslager zu Amerika (Details anzeigen) halten wird, dessen Schattenseiten einem nicht verborgen bleiben. Während der Auseinandersetzung zwischen Russland (Details anzeigen) und Hitler (Details anzeigen) war es in gewissem Sinn leichter, denn da konnte man noch trotz aller russischen Ruchlosigkeit mit seinem Lande fühlen. Immerhin war und ist der Bolschewismus ein schöpferischer Wahnsinn der Epoche demgegenüber der Nationalsozialismus mir nur als ein zukunfstloser rasch montierter Unsinn erschien. Die meisten der Verschleppten Personen, die im Kriege gewesen waren, erzählen furchtbares von den Methoden, mit denen sie zur Verteidigung ihres Vaterlands gezwungen wurden. Immer wieder hört man davon, dass die Soldaten an den Maschinengewehren bis zur Taille fest in die Erde eingegraben wurden, oder an Ketten gelegt, damit sie nicht weglaufen konnten. Auch gute deutsche Offiziere haben mir von diesen Mitteln erzählt. Wenn man aber die russische Kriegsliteratur liest, so herrscht ein ganz anderer Geist. So weit man es nicht mit einer Agitationsmakulatur zu tun hat, sondern mit ehrlichem Erzählen, trifft man nur selten auf Verherrlichungen von Stalin (Details anzeigen), aber immer auf ein lebendiges Gefühl für das sowjetistische Vaterland. Sollte das alles Lüge sein und Verstellung? Ich glaube es kaum.

Ich könnte Dir noch stundenlang schreiben, aber ich habe erstens Angst, dass der Brief zu schwer wird und zweitens, dass Du keine Zeit haben wirst, denselben zu lesen. Darum beende ich bis auf weiteres meinen Redefluss. In drei Tagen fahre ich nach Heidelberg (Details anzeigen) zu einem Vortrag, dann wieder nach Frankfurt (Details anzeigen), Stuttgart (Details anzeigen) und anderen Städten. Für den April ist eine Vortragsreise geplant, an der sich zehn Städte beteiligen. Deutschland (Details anzeigen) ist doch ein unendlich kräftiges und geistig lebendiges Land. Man war der Überzeugung, dass nach der Geldreform die Zahl der Studenten zurückgehen würde, sie hat sich beinahe an allen Universitäten um 30% gesteigert. Man hatte Angst, die Verlage würden keine Bücher verkaufen können. Die Produktion wächst. Ich dachte, kein Mensch wird mehr Vorträge organisieren können. Jeden Tag kommen neue Einladungen. Das Land hat kein Geld, und doch sind in Bogenhausen (Details anzeigen) in den letzten drei Monaten gegen 10 Häuser aus dem Boden gestampft worden. Und das alles trotz der Störungen, die mit der Unselbständigkeit des staatlichen Lebens und dem der Aufteilung Deutschlands (Details anzeigen) zusammenhängen.

Nun muss ich aber allen Ernstes Schluss machen. Grüsse bitte von Natascha (Details anzeigen) und mir Hanna (Details anzeigen) und sei selber auf das allerherzlichste von uns beiden umarmt und gegrüsst. In Erwartung einer zunächst auch nur orientierenden Antwort bin ich Dein

Fedor Stepun (Details anzeigen)

PS: s. Rückseite|

PS: Grüsse bitte auf das allerherzlichste Kroner (Details anzeigen). Ich glaube vieles aus Deinen knappen Worten über ihn verstanden zu haben. Sage ihm, ich würde mich sehr freuen, wenn er Zeit finden würde, etwas eingehender zu schreiben. Ich weiss gar nicht, was er geschrieben und möchte doch so gerne ein lebendiges Wort von ihm lesen. Als ich ihn das letzte Mal in Berlin (Details anzeigen) gesehen habe, arbeitete er an einem Buch über die Grenzen des Guten, wenn ich mich nicht irre. Ist daraus etwas geworden?

Im Augenblick fällt mir noch etwas ein: Vor jetzt schon zwei Jahren wahrscheinlich hat ein Bekannter von Waldemar Gurian (Details anzeigen) mich um Beiträge für seine Zeitschrift gebeten. Ich habe die beiden Aufsätze, die im Hochland abgedruckt waren, eingeschickt, aber nicht direkt an Gurian (Details anzeigen), dessen Adresse ich verlegt hatte, sondern an Richard (Details anzeigen); er schrieb mir, er würde sie weiterleiten, aber ich weiss nicht, ob das geschehen ist. Könntest Du ihn fragen? Demnächst will ich selbst an ihn schreiben. Aber das demnächst kann eventuell auch recht lang dauern. Ich habe gerade im Augenblick so viel zu tun, wie ich mein ganzes Leben nicht getan habe. Ich eile sehr, den dritten Band fertig zu schreiben (es bleiben vielleicht nur noch 75 Seiten), damit das ganze Werk so weit es Erzählung ist, möglichst rasch fertig wird. Der vierte Band, der eine Deutung des Erzählten, eine Art Religionssoziologie der bolschewistischen Revolution enthalten soll, kann schliesslich nach einer grösseren Pause erscheinen.

Mit nochmaligen Grüssen

Dein Fedor (Details anzeigen)


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aStepun, Fedor
bTillich, Paul
cMartin, Alfred von
dEuropa
eRussland
fBogis-Bossey
gTschižewskij, Dmitrij
hMarburg an der Lahn
iSchweiz
jKullmann , Gustave
kSchweiz
lSchweiz
mKroner, Richard
nPitirim Sorokin
oFoster, Dulles
pVereinigte Staaten von Amerika
qEngland
rDeutschland
sSchweiz
tSchweiz
uŠachovskoj, Dmitrij A.
vNew York City
wVereinigte Staaten von Amerika
xDeutschland
yRussland
zKullmann, Maria
aaMoskau
abStepphuhn, Avgustovič Steppuhn
acSteppuhn, Oskar Avgustovič
ad???
aeGenf
afRussland
agVereinigte Staaten von Amerika
ahRussland
aiHitler, Adolf
ajStalin, Josef
akHeidelberg (Deutschland)
alFrankfurt am Main
amStuttgart
anDeutschland
aoBogenhausen
apDeutschland
aqStepun, Natalja Nikolaevna
arTillich, Hannah
asStepun, Fedor
atKroner, Richard
auBerlin
avGurian, Waldemar
awGurian, Waldemar
axBerlin
ayStepun, Fedor

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974., bMS 189(42)
Erstpublikation
Alf Christophersen: „Paul Tillich im Dialog mit dem Kultur- und Religionsphilosophen Fedor Stepun. Eine Korrespondenz im Zeichen von Bolschewismus und Nationalsozialismus“ . In: Journal for the History of Modern Theology / Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte Bd. 18, H. 1 (2011), 102–172, hier: 155–160.
Typ

Brief, maschinenschriftlich mit handschriflichen Einfügungen

Postweg
unbekannt - unbekannt
voriger Brief in der Korrespondenz
Brief von Fedor Stepun an Paul Tillich vom 30. Juli 1948

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Brief von Fedor Stepun an Paul Tillich vom 29. September 1948, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L11233.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

{{Internetquelle |url=https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L11233.html |titel=Brief von Fedor Stepun an Paul Tillich vom 29. September 1948 |werk=Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition. |hrsg=Christian Danz, Friedrich Wilhelm Graf |sprache=de | datum=29.09.1948 |abruf=???? }}
L11233.pdf