Der editierte Text

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24. Nov. 34.

Liebe Elisabeth (Details anzeigen)!

Beiliegendes hat man mir zugeschickt. Bitte prüft doch einmal nach, wie dieser erfreulich Herr {Schube (Details anzeigen)} die Sache beweist. Und schreibt es mir dann. Unter Umständen könnte man ihn ja verklage; nur würde das voraussetzen, dass ich seine These als Beleidigung empfinden würde, was bei mir nun ganz und gar nicht der Fall ist. Ich warte mit Spannung auf die nächste Post, die erst in ca 4 Tagen kommen kann, und in | der weitere Reaktionen auf den offnen Brief und meinen Aufsatz kommen werden. Es ist ein merkwürdiges Gefühl[,] zu wissen, dass dort allerhand mit einem vor sich geht, was man erst 10-14 Tage später erfährt. Ich bin sehr traurig, dass die Sache mit der Kiste nicht geklappt hat. Ich brauche die Bücher so nötig. Ich versuche jetzt sämtliche Bücher und Haushaltungssachen kommen zu lassen[.] Falls es klappt, musst Du die Kiste mit den übrigen zusammenbringen. Wahrscheinlich muss sie nach Frankfurt (Details anzeigen), zu meiner Transportfirma, Delliehausen, Frankfurt/Main (Details anzeigen), Mainzer Landstrasse. Ich nehme an, dass in Berlin (Details anzeigen) eine | Filiale der Firma ist. Am besten aber ist, Du schreibst gleich an Herrn Georg Delliehausen (Details anzeigen) (obige Adresse) und sagst, dass Du meine Schwester bist, eine Kiste Bücher hast, die mit soll und fragst, wie Du Dich zu verhalten hast. Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du das bald tätest, da es unter Umständen sehr schnell gehen kann. – Auch war es sehr schade, dass Du Schwester {Anni} nicht gesehen hast. Sie hatte das Gefühl, dass Du irgendwie besorgt warst. Soll ich Dir nie niemand mehr zuschicken? Sie erzählte vieles[,] | was auch Dich brennend interessiert hätte. Es scheint ja als ob Ihr um mehr Ruhe bekommen sollt. Ich gönne sie euch von Herzen. Wir selbst leben in viel Unruhe. Wir haben jetzt hintereinander 4 Gesellschaften mit je 16 Leuten, woraus Ihr die Grösse unseres Hauses, Deutsche und Amerikaner, ermessen könnt. Die Zahl der Deutschen, fast alles Neuangekommene, die man schon vorher kannte, mehrt sich wöchentlich. Dazwischen wird die Arbeitszeit knapp und ist doch so nötig. Gestern und vorgestern, zwei Kolumbia [sic!] -Vorträge über die Kirchenfrage! – Was sagt Ihr zu Hannah (Details anzeigen)s Aussichten? Und dabei wissen wir immer nicht, wo wir nächstes Jahr bleiben!

Leb' wohl!

Dein Paul (Details anzeigen)


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aSeeberger, Elisabeth
bSchube, ???
cFrankfurt am Main
dFrankfurt am Main
eBerlin
fDelliehausen, Georg
gTillich, Hannah
hTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974., bMS 649/184(7)
Typ

Brief, eigenhändig

Postweg
New York City - unbekannt
voriger Brief in der Korrespondenz
Undatierter Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vermutlich von August 1934
nächster Brief in der Korrespondenz
Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger von Weihnachten 1934

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vom 24. November 1934, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10072.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L10072.pdf