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                <title>Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vom 24. November 1934</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0000-0001-5007-7397">Emil Lusser</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933-1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                        <postCode>1010</postCode>
                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
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                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/184(7)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, eigenhändig</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
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        <encodingDesc>
            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
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                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__319">New York City</placeName>
                    <date when="1934-11-24">24.11.1934</date>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1762">Elisabeth Seeberger</persName>

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            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1762">Korrespondenz mit Elisabeth Seeberger</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10012.xml">Undatierter Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger vermutlich von August 1934</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10010.xml">Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seeberger von Weihnachten 1934</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10065.xml">Brief von Erika Vielhaber an Paul Tillich vom 21. September 1934</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10078.xml">Brief von Walter??? Fritz an Paul Tillich vom 14. Dezember 1934</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1934-11-24"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2025-04-01" who="EL">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    </teiHeader>
    <text type="letter">
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                <pb n="1"/>
                <opener><dateline><date when="1934-11-24">24. Nov. 34</date>.</dateline>
                    <salute>Liebe <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1762">Elisabeth</rs>!</salute>
                </opener>
                <p>Beiliegendes hat man mir zugeschickt. Bitte prüft doch einmal nach, wie dieser
                    erfreulich Herr <unclear><rs type="person" ref="#tillich_person_id__3211">Schube</rs></unclear> die Sache beweist. Und schreibt es mir dann.
                    Unter Umständen könnte man ihn ja verklage; nur würde das voraussetzen, dass ich
                    seine These als Beleidigung empfinden würde, was bei mir nun ganz und gar nicht
                    der Fall ist. Ich warte mit Spannung auf die nächste Post, die erst in ca 4
                    Tagen kommen kann, und in <pb n="2"/>der weitere Reaktionen auf den offnen Brief
                    und meinen Aufsatz kommen werden. Es ist ein merkwürdiges
                        Gefühl<supplied>,</supplied> zu wissen, dass dort allerhand mit einem vor
                    sich geht, was man erst 10-14 Tage später erfährt. Ich bin <hi rend="u">sehr</hi> traurig, dass die Sache mit der Kiste nicht geklappt hat. Ich
                    brauche die Bücher so nötig. Ich versuche jetzt sämtliche Bücher und
                    Haushaltungssachen kommen zu lassen<supplied>.</supplied> Falls es klappt, musst
                    Du die Kiste mit den übrigen zusammenbringen. Wahrscheinlich muss sie nach <rs type="place" ref="#tillich_place_id__143">Frankfurt</rs>, zu meiner
                    Transportfirma, Delliehausen, <rs type="place" ref="#tillich_place_id__143">Frankfurt/Main</rs>, Mainzer Landstrasse. Ich nehme an, dass in <rs type="place" ref="#tillich_place_id__37">Berlin</rs> eine <pb n="3"/>Filiale
                    der Firma ist. Am besten aber ist, Du schreibst <hi rend="uu">gleich</hi> an
                    Herrn <rs type="person" ref="#tillich_person_id__3125">Georg Delliehausen</rs>
                    (obige Adresse) und sagst, dass Du meine Schwester bist, eine Kiste Bücher hast,
                    die mit soll und fragst, wie Du Dich zu verhalten hast. Ich wäre Dir sehr
                    dankbar, wenn Du das bald tätest, da es unter Umständen sehr schnell gehen kann.
                    – Auch war es sehr schade, dass Du Schwester <unclear>Anni</unclear> nicht
                    gesehen hast. Sie hatte das Gefühl, dass Du irgendwie besorgt warst. Soll ich
                    Dir <del rend="s">nie</del> niemand mehr zuschicken? Sie erzählte
                        vieles<supplied>,</supplied>
                    <pb n="4"/>was auch Dich brennend interessiert hätte. Es scheint ja als ob Ihr
                    um mehr Ruhe bekommen sollt. Ich gönne sie euch von Herzen. Wir selbst leben in
                    viel Unruhe. Wir haben jetzt hintereinander 4 Gesellschaften mit je 16 Leuten,
                    woraus Ihr die Grösse unseres Hauses, Deutsche und Amerikaner, ermessen könnt.
                    Die Zahl der Deutschen, fast alles Neuangekommene, die man schon vorher kannte,
                    mehrt sich wöchentlich. Dazwischen wird die Arbeitszeit knapp und ist doch so
                    nötig. Gestern und vorgestern, zwei <sic>Kolumbia</sic>-Vorträge über die
                    Kirchenfrage! – Was sagt Ihr zu <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1923">Hannah</rs>s Aussichten? Und dabei wissen wir immer nicht, wo wir nächstes
                    Jahr bleiben!</p>
                <closer>Leb' wohl! <signed>Dein <rs type="person" ref="#tillich_person_id__1928">Paul</rs></signed>
                </closer>
            </div>
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                  <placeName>Frankfurt am Main</placeName>
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                  <idno type="wikidata">http://www.wikidata.org/entity/Q122166308</idno>
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               <place xml:id="tillich_place_id__37">
                  <placeName>Berlin</placeName>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__3211">
                  <persName>Schube, ???</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3125">
                  <persName>Delliehausen, Georg</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson></back></text>
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