Der editierte Text

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Marburg (Details anzeigen), 29.5.48
Hotel Ritter.

Lieber Fjedor (Details anzeigen),

Seit 8 Tagen bin ich in Marburg (Details anzeigen). Das erste, was ich sagen möchte, ist mein Dank für Dein Buch (Details anzeigen), das so sehr mit meinen eigenen Kindheitserlebnissen moniert. Das zweite ist die Anfrage, ob es Du irgendeine Möglichkeit hast, einen Vortrag für mich in München (Details anzeigen) zu besorgen. Mir wäre das liebste: eine kl. Gruppe von Menschen, von denen ich hören, und mit denen ich sprechen könnte. Ich könnte auch ohne all das kommen, aber es würde die äussere Situation erleichtern, wenn ich eine Art Auftrag hätte. Auf alle Fälle müssen wir uns sehen. Bitte mache Vorschläge, eventuell telegrafisch an obige Adresse. Am liebsten nach dem 23. Juni.

Auf Wiedersehen freut sich sehr

Dein Paulus (Details anzeigen)
Paulus (Details anzeigen).

Viele liebe Grüsse, lieber Herr Professor (Details anzeigen). Wi[r] freuen uns sehr, Tillich (Details anzeigen) hier zu haben.

Ihre
Nina Baring (Details anzeigen)

Wir freuen uns hier sehr an Gesprächen mit Prof. Tillich (Details anzeigen) und haben Ihrer gedacht.

Ihre Renate Albrecht (Details anzeigen)1


Fußnoten, Anmerkungen

1Im Stepun (Details anzeigen)-Nachlass sind neun Briefe Renate Albrechts (Details anzeigen) aus dem Zeitraum von Juli 1949 bis Februar 1964 vorhanden, in denen von ihr immer wieder auf die Zusammenarbeit mit Tillich (Details anzeigen) in Übersetzungsfragen und schließlich auch bei der Herausgabe der Gesammelten Werke eingegangen wird. Am 18. Februar 1954 nimmt R. Albrecht (Details anzeigen) auf das Dresdner Wintersemester 1929/30 Bezug: „Sie lasen: ‚Allgemeine deutsche Soziologie’, beginnend mit Georg Simmel (Details anzeigen) und endend mit O. Spann (Details anzeigen), nachdem Sie im Sommer zuvor ‚Masse und Führer’ gelesen hatten. Beide Vorlesungen sind mir noch in sehr lebendiger Erinnerung; sie waren für mich eine neue Welt, denn es war ja mein erstes und zweites Semester und ich war genau 19 Jahre alt. [...] Es war damals wohl an der T. H. in Dresden (Details anzeigen) ein besonders glückliches Zusammentreffen besonderer Menschen, denn es blieben mir noch zwei andere bedeutsame Beziehungen: die zu Kühn (Details anzeigen) und zu Tillich (Details anzeigen). Besonders letztere hat sich in den vergangenen Jahren sehr vertieft. Ich sah Tillich (Details anzeigen) bei jedem seiner Deutschlandbesuche und habe großen Anteil an seinen Arbeiten genommen.“

Register

aMarburg an der Lahn
bStepun, Fedor
cMarburg an der Lahn
dStepun, Vergangenes und Unvergängliches: aus meinem Leben. Teil 1: 1884–1914, 1947
eMünchen
fTillich, Paul
gTillich, Paul
hStepun, Fedor
iTillich, Paul
jBaring, Nina
kTillich, Paul
lAlbrecht, Renate
mStepun, Fedor
nAlbrecht, Renate
oTillich, Paul
pAlbrecht, Renate
qSimmel, Georg
rSpann, Othmar
sDresden
tKühn, Johannes
uTillich, Paul
vTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
USA, New Haven, CT, Yale University, Beinecke Rare Book and Manuscript Library Repository, Fedor Stepun papers, GEN MSS 172, Series I/ 34 (1163–1164)
Erstpublikation
Alf Christophersen: „Paul Tillich im Dialog mit dem Kultur- und Religionsphilosophen Fedor Stepun. Eine Korrespondenz im Zeichen von Bolschewismus und Nationalsozialismus“ . In: Journal for the History of Modern Theology / Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte Bd. 18, H. 1 (2011), 102–172, hier: 149.
Typ

Brief, handschriftliches Diktat

Postweg
Marburg an der Lahn - unbekannt
voriger Brief in der Korrespondenz
Brief Paul Tillich an Fedor Stepun vom 19. April 1948
nächster Brief in der Korrespondenz
Brief von Fedor Stepun an Paul Tillich vom 6. Juni 1948

Entitäten

Personen

Orte

Literatur

Zitiervorschlag

Brief von Paul Tillich an Fedor Stepun vom 29. Mai 1948, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L11141.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

{{Internetquelle |url=https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L11141.html |titel=Brief von Paul Tillich an Fedor Stepun vom 29. Mai 1948 |werk=Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition. |hrsg=Christian Danz, Friedrich Wilhelm Graf |sprache=de | datum=29.05.1948 |abruf=???? }}
L11141.pdf