Der editierte Text

|
99 Claremont-Avenue, New York City (Details anzeigen), 5. März 1935

Liebstes Hannahchen (Details anzeigen)!

Nur ein Brief von Dir in der ganzen Zeit, ein sehr lieber, aber nur einer. Und dies ist schon mein dritter trotz der Ungeheuerlichkeit dieser Tage: Von Montag bis Samstag 7 Vorträge und E{¿¿}diskussionen. Und dazwischen Vorbereitung der Vorträge in jeder Minute, immer bis zur letzten Minute. Spät ins Bett, früh auf. Es war mit voriger Woche die grösste Strapatze des ganzen Winters. Am Freitag Menschen von sehr früh bis sehr spät; darunter Bargese (Details anzeigen) mit Elisabeth Mann (Details anzeigen) und Moholi Nagis (Details anzeigen) Jetzt sitze ich im Zug nach Am Arbor (Details anzeigen), fahre durch unendliche Schneefelder und denke an Euch. So weit ich die Fahrpläne übersehe und den Aufenthalt bei Werners (Details anzeigen) (Details anzeigen) abschätze, werde ich irgendwann am Dienstag zurückkommen. Ich brauche nach diesen Tagen der völligen geistigen Anspannung einen kleinen Zwischenraum, ehe ich überhauüt wieder an was | Theologisches denken kann. Am Freitag klappte ich um 5 und um 9 richtig zusammen. Der Erfolg war so gut wie ich nur erwarten konnte, sowohl die 4 Mittagsvorträge in Meadville-Immong (Details anzeigen) als auch die beiden {¿¿¿} vorträge über das Dämonische. Jedesmal viele und verständnisvolle Diskussionen. _ Mit Paucks (Details anzeigen) (Details anzeigen) war es sehr nett. Am Donnerstag Abend sind wir nach dem Vortrag bummeln gegangen. Olga (Details anzeigen) durchaus menschlich. Ich war sehr nett zu ihr und wir haben uns gut vertragen. _ Mit Bargese (Details anzeigen) sehr interessant, er denkt genau so pessimistisch über die Welt wie ich. Die kleine Mann (Details anzeigen) ist reizend; und er scheint ihr noch ganz gewachsen zu sein. _ Moholi (Details anzeigen) hat in einer alten Bäckerei eine "school of design" aufgemacht, die anscheinend sehr gut geht. _ Die Hälfte war nur einmal schlimm, so dass ich es in Paucks (Details anzeigen) (Details anzeigen) ungeheiztem Auto kaum aushalten konnte. Doch war ich jeden Tag froh über die Pelzkappe. Nun fange ich an, sich nach Euch zu sehnen

Kuss Euch allen!

Paulus (Details anzeigen)!


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aNew York City
bTillich, Hannah
cAbaelard, Peter
dAbaelard, Peter
eAbaelard, Peter
f Nouvron-Vingré
gWerner, Jean Otto Nikolaus
hWerner, Louise
i Nouvron-Vingré
jPauck, Wilhelm
kPauck, Marion
lAbaelard, Peter
mAbaelard, Peter
nAbaelard, Peter
oAbaelard, Peter
pPauck, Wilhelm
qPauck, Marion
rTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974., bMS 721/3(6)
Typ

Brief, handschriftlich

Postweg
unbekannt - unbekannt
voriger Brief in der Korrespondenz
Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich vom 24.Februar 1936
nächster Brief in der Korrespondenz
Undatierter Brief von Paul Tillich an Hannah Tillich vermutlich vom 13. März 1935

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 5. März 1935, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10170.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

{{Internetquelle |url=https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10170.html |titel=Brief von Paul Tillich an Hannah Tillichvom 5. März 1935 |werk=Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition. |hrsg=Christian Danz, Friedrich Wilhelm Graf |sprache=de | datum=05.03.1935 |abruf=???? }}
L10170.pdf