Der editierte Text

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Mein liebes Margot-Kind (Details anzeigen)!

Hab Dank für deinen Brief, auf den ich schon mit etwas Unruhe wartete, und daß Du so viel an mich denkst. Ich fühle das und es ist mir viel wert. Und doch hast Du mir viel Leids damit angetan, daß Du mich in diesen mir immer schwersten Monaten allein gelassen hast. Ich hätte wie noch nie deine streichelnde Hand gebraucht; denn es war und ist viel glatt zu streicheln | an Unruhe, Sehnsucht, Verzweiflung, Leidenschaft. Wenn Du hier bist, komm * bald zu mir (*nach Stunden gemessen) - - - Du wirst dir noch einige Franken schenken lassen müssen; denn es wird alles sehr teuer werden. In den wenigen guten Stunden der Woche bewege ich im Geist Taten und Ideen, und in dieser Beziehung tritt jeden Tag etwas Neues an mich heran, gestern ein großer Plan durch Dessoir (Details anzeigen). - Alles andere mündlich! Ich warte von nun an auf Dein Kommen!


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aHahl, Margot
bDessoir, Max
cTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Marburg, Philipps-Universität Marburg, Universitätsbibliothek Marburg, Nachlass Margot Hahl (Tillichiana 1), Ms. 1041/10
Typ

Brief, eigenhändig

Postweg
Berlin - unbekannt

Entitäten

Personen

Zitiervorschlag

Brief von Paul Tillich an Margot Müller vom Sommer 1922, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L01528.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L01528.pdf