Der editierte Text

|

Lieber Paulus (Details anzeigen),

gestern hat Vater (Details anzeigen) nun das Haus, das an einem grossen See gelegen ist, mit Garten und Boot für mich gekauft. Er war froher darüber als ich, da ich nun eine grosse Verantwortung habe. Ausserdem fühle ich mich noch etwas müde.

Ich möchte Dich nun bitten, dass ich am 25. Febr. etwa, meine Sachen abholen lassen kann. Ich kann Dir nur das Notwendigste lassen, da noch gleich 3 Zimmer ausgebaut werden sollen, um mehr vermieten zu können.

Ich werde Anfang Febr. kommen und mit Dir die Sachen einteilen.

Mir tut es leid, dass unsere Wege nun ganz auseinander gehen. Du hättest in meinem neuen Haus noch mehr Freude gehabt als in Marienfelde (Details anzeigen).|

Aber ich sehe aus dem Vergangenem, abgesehen von meiner Übereilung, dass unsere Empfindungen und Gefühle auch bei dem besten Willen immer aneinander vorbeigehen. Das reibt nur auf, ich brauche meine ganze Kraft für die Zukunft.

Ich war in diesen letzten Wochen sehr glücklich. Ich hoffe, dass mir der Sommer diese innere Ruhe wiederbringen wird. Ich habe jetzt erst gemerkt wie nah Du mir gewesen bist. Das muss ich nun erst vergessen.

Es grüsst Dich

Greti (Details anzeigen)


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aBerlin-Lichterfelde
bTillich, Paul
cWever, Wilhelm
dMarienfelde
eTillich, Margarete

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886‒1965. Papers, 1894‒1974, bMS 649/193
Typ

Brief, eigenhändig

Postweg
Lichterfelde - unbekannt

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Brief von Greti Tillich an Paul Tillich vom 16. Januar 1921, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00702.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

{{Internetquelle |url=https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00702.html |titel=Brief von Greti Tillich an Paul Tillich vom 16. Januar 1921 |werk=Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition. |hrsg=Christian Danz, Friedrich Wilhelm Graf |sprache=de | datum=16.01.1921 |abruf=???? }}
L00702.pdf