Der editierte Text

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Kiel (Details anzeigen) Moltkestr. 87 1.6.19

Lieber Herr Tillich (Details anzeigen),

meine Frau (Details anzeigen) wird Ihnen, denke ich, bald erzählen, daß sich unsere Kieler Anfänge freundlich und günstig gestalteten. Besonders mit der Studentenschaft bin ich bisher sehr zufrieden; ich finde mehr philosophisches Interesse vor, als ich dachte. – Ich möchte Sie nun heute bitten, mich über die sich offenbar wieder zuspitzende politische Lage zu informieren. Die Zeitungen geben keine Anhaltspunkte, man hört nur unter der Hand, daß etwas bevorstehe. Schreiben Sie bitte bald! – Hier habe ich politisch noch nicht Fühlung gewonnen. Zunächst hieß es doch akademisch einleben. Morgen spricht hier Herr v. Gerlach1, von dem ich Neues über die Lage zu hören hoffe. – Denken Sie auch an unsere beiden Vorträge?2 Wann können Sie wohl gedruckt werden? – Herzliche Grüße bitte auch an Dr. Wegener (Details anzeigen). Meine Frau (Details anzeigen) hofft Sie beide bald einmal zu sehen.


Fußnoten, Anmerkungen

2Nicht ermittelt.

Register

aKiel
bTillich, Paul
cRadbruch, Lydia
dvon Gerlach, Hellmut
eWegener, Carl Richard
fRadbruch, Lydia
gRadbruch, Gustav

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886‒1965. Papers, 1894‒1974, bMS 649/176(52)
Typ

Postkarte, eigenhändig

Postweg
Kiel - unbekannt

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Postkarte von Gustav Radbruch an Paul Tillich vom 1. Juni 1919, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00615.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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