Lieb, Fritz
- tätig als
- Schweizer reformierter Theologe und Slawist
- Kurzbiographie
- Ab 1912 zunächst Studium der Assyriologie in Basel und Berlin, unter dem Einfluss der Schweizer religiöse-sozialen Bewegung wechselte er zur Theologie, wurde ordiniert und Vikar bei Karl Barth in Safenwil. 1923 wurde L. zum lic. theol. promoviert. 1924 habiliterte er sich in Basel. Seit 1915 war er Mitglied der SP. 1925-1930 war er Privatdozent an der Universität Basel, danach ao. Professor für östliches Christentum in Bonn. Nach seiner Entlassung 1933 lebte er 1934-1937 bei Paris, wo er unter anderem die Freie Deutsche Akademie gründete und bis 1936 (seit 1929) zusammen mit Nikolaj Berdjajew die Zeitschrift Orient und Occident herausgab. 1937 konnte er an die Universität Basel zurückkehren, wo er bis 1962 Dogmatik und Theologiegeschichte lehrte. 1938-1953 saß er zudem für die SP im Basler Großen Rat.