Der editierte Text

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Sehr geehrter Herr (Details anzeigen)!

Wir haben lange nichts von Ihnen gehört über das Schicksal des Heftes, welches eigentlich in diesem Herbst herauskommen sollte. Hoffentlich haben sich Ihnen nicht unüberwindliche Schwierigkeiten in den Weg gestellt. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns das Manuskript in nicht zu ferner Zeit übersenden könnten. Das zuletzt erschienene Heft von Hönigswald (Details anzeigen)1 hat in letzter Zeit verschiedene Besprechungen erfahren, in denen es als viel zu schwer für den Zweck der Wege abgelehnt wurde. Ein Holländer hat dabei einen ganz guten Witz gemacht, indem er darauf hinweist, daß wir ja in der Philosophie überhaupt schon einen Ueberweg hätten.2 Falls es Sie interessiert, werden wir Ihnen gern einige Besprechungen übersenden.

Hochachtungsvoll und ergebenst


Fußnoten, Anmerkungen

2Gustav Ruprecht (Details anzeigen) zitiert den Witz des witzigen Holländers in einem Brief an August Albers (Details anzeigen) vom 23. August 1920 (Archivsignatur: Nachl. 494, G 1888–1936. G 1920. 124; Blatt 3–32): „Duitsland heeft veel Wege z. Phil. het heeft zelfs een Ueberweg aber dieser neue Weg [sei] ein Unterweg (so ungefähr) kostelik voor de vakgenoten“.
Der Grundriss der Geschichte der Philosophie, auch „Ueberweg“ genannt, ist ein Standardwerk der Philosophiegeschichte. Begründet von Friedrich Ueberweg (Details anzeigen) 1863 und seitdem mehrfach neu bearbeitet, ist die Reihe bis heute eine umfassende systematische Darstellung der Geschichte der Philosophie.

Register

aTillich, Paul
bHönigswald, Richard
cHönigswald, Richard
dHönigswald, Die Skepsis in Philosophie und Wissenschaft, 1914
eRuprecht, Gustav
fAlbers, August
gUeberweg, Friedrich

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Nachlass 494 (Archiv des Verlages Vandenhoeck & Ruprecht), Nachl. 494, G 1888–1936. G 1921. 131; Blatt 16–20 
Erstpublikation
Friedrich Wilhelm Graf: „Ein unbekannter Systementwurf Paul Tillichs. Zur Entstehungsgeschichte von Tillichs Das System der Wissenschaften nach Gegenständen und Methoden“ . In: Zeitschrift für Neuere Theologiegeschichte 27/1 (2020), S. 26–170, hier: 114.
Typ

Brief, maschinenschriftlicher Durchschlag
Adressiert: „Herrn Privatdozent Dr. Tillich, Berlin-Friedenau.“

Postweg
unbekannt - Berlin-Friedenau

Entitäten

Personen

Literatur

Zitiervorschlag

Brief von Wilhelm Ruprecht an Paul Tillich vom 28. November 1921, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00741.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L00741.pdf