Der editierte Text

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Unser lieber Paul (Details anzeigen).

Wir sind Dir sehr dankbar, daß Du gleich nach Deiner Ankunft1 eine Karte u. uns heut einen so lieben Brief gesandt.2 Es ist uns eine so große Beruhigung, zumal Du weißt, wie leicht sich Papa (Details anzeigen) beunruhigt, und das möchten wir am allermeisten doch gerade fest vermeiden, wo er so sehr in Anspruch genommen ist durch die Provinzial-| Synode.3 Es ist jetzt ¼ 12 Uhr Abends, Papa (Details anzeigen) ist im Herrenhaus u. bin ich neugierig wann er heim kommt. Bei uns gehts weiter bunt zu. Also zuerst nach deiner Abreise waren {Köttchers} zum Kaffee u. Abendbrod bei uns, Papa (Details anzeigen) holte mit Johanna (Details anzeigen) Tante Emma (Details anzeigen) von der Bahn, u blieb bei Ramelows (Details anzeigen) zum Abendbrod. Das war Dienstag. – Am Mittwoch war Tante Emma (Details anzeigen) zum Kaffee u. Abendbrod bei uns, Johanna (Details anzeigen) holte sie ½ 4 Uhr ab. Da war auch noch Großpapa Tillich (Details anzeigen) | bei uns zum Kaffee. Elisabeth (Details anzeigen) stand Mittags schon zur Feier des Festes auf. Am Donnerstag war Tante Eugenie (Details anzeigen) Großmama (Details anzeigen) u. Frl. {Gerichen} bei uns zum Besuch. Am Abend war eine herrliche Bibelstunde, die mich aber wieder sehr anstrengte. Heut war Vormittag Tante Gretchen (Details anzeigen) hier, die mir viele Grüße an Dich auftrug. – Am Nachm. war Maria Solberger (Details anzeigen) bei Elisabeth (Details anzeigen) zum Kränzchen Edith (Details anzeigen), Gerda (Details anzeigen), Lottchen Schilling (Details anzeigen) u. Tante Eugenie (Details anzeigen) noch hier, morgen geht Papa (Details anzeigen) zu 12 | Uhr Mittags ins Herrenhaus, u. dann wird die nächste Woche wohl sehr ruhig verlaufen, da Papa (Details anzeigen) dann beinahe wohl alle Tage fort ist. Elisabeth (Details anzeigen) geht seit gestern zur Schule u. gehts ihr wieder gut. Daß Deine Bude so hübsch ist, freut mich sehr, aber Du mußt Dich mit den guten Meubels nun wohl auch recht in Acht nehmen, sonst haben Deine Mieter Schaden. Und ich weiß, Du willst das nicht u. denkst manchmal auch in dieser Beziehung an Deine


Fußnoten, Anmerkungen

1Paul Tillich (Details anzeigen) hatte sich am 23. September 1905 an der Kgl. Württembergischen Universität Tübingen (Details anzeigen) exmatrikuliert. Am 19. Oktober 1905 immatrikulierte er sich an der Kgl. Friedrichs-Universität Halle (Details anzeigen)-Wittenberg und meldete sich in Berlin (Details anzeigen) ab.
2Weder die Karte noch der Brief liegen vor.
3Die 11. ordentliche Brandenburgische Provinzialsynode tagte vom 21. bis zum 31. Oktober 1905 im Herrenhaus in Berlin. Bereits am Abend des 20. Oktobers hatten sich verschiedene Gruppen im Herrenhaus getroffen, um sich zu konstituieren. Johannes Tillich hielt die Predigt des Eröffnungsgottesdienstes am 22. Oktober im Berliner Dom über 2. Timotheus 1,7: "Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht". (Vgl.: Lp: 11. ordentliche Brandenburgische Provinzialsynode (1905). (Details anzeigen))

Register

aBerlin
bTillich, Paul
cTillich, Paul
dTübingen
eHalle (Saale)
fBerlin
gTillich, Johannes Oskar
hLp, 11. ordentliche Brandenburgische Provinzialsynode, 1905
iTillich, Johannes Oskar
jTillich, Johannes Oskar
kFritz, Johanna
lWalz, Emma
mRamelow (Familie)
nWalz, Emma
oFritz, Johanna
pTillich, Oskar
qSeeberger, Elisabeth
rDürselen, Johanna Amalia Eugenia
sTillich, Marie
tTillich, Margarete
uSolberger, Maria
vSeeberger, Elisabeth
wSchilling, Edith
xSchilling, Gerda
ySchilling, Lottchen
zDürselen, Johanna Amalia Eugenia
aaTillich, Johannes Oskar
abTillich, Johannes Oskar
acSeeberger, Elisabeth
adWinkler, Toni

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886‒1965. Papers, 1894‒1974., bMS 649/205(15)
Typ

Brief, eigenhändig

Postweg
Berlin - unbekannt
voriger Brief in der Korrespondenz
Postkarte von Toni Winkler an Paul Tillich vom 31. Juli 1905
nächster Brief in der Korrespondenz
Brief von Toni Winkler an Paul Tillich vom 5. Juni 1907

Entitäten

Personen

Orte

Literatur

Zitiervorschlag

Brief von Toni Winkler an Paul Tillich vom 20. Oktober 1905, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00089.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L00089.pdf