Der editierte Text

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Lieber Paul (Details anzeigen)!

Deine Nachricht vom 23. hat uns (Details anzeigen) erfreut.1 Du sprichst von Deiner Wunde, die leider noch nicht gut ist.2 Du wirst wohl genaue Kenntnis u. die besten Weisungen für die Sache haben, die Du vor allem sorgsam beachten mußt. Daß Land u. Leute in Süddeutschland Dich freuen, ist uns lieb. Berlin (Details anzeigen) mit seinen Bauten u. seinem Leben findest Du freilich nicht; Du lernst eben die sehr verschiedenen Elemente kennen, aus denen sich unser Deutschland (Details anzeigen) aufbaut in Natur u. Kunst u. Staat u. Kirche, u. das ist für Deine Zukunft viel wert. Mehr schreibst Du vom Verbindungsleben, vom Wingolf Cirkel u. was die beiden andern heißen als von Deinen Collegien; ich gestehe, daß das mich eigentlich freute. Genieße Deine schöne Zeit, Deine fröhlichen Kreise, was Natur u. Menschen Dir bieten; Μηδὲν ἄγαν.

L. Paul (Details anzeigen)!

Das war eine schwere Zeit für mich u. bin ich auch jetzt noch sehr angegriffen. Ich mache mir so schwere Gedanken u. denke viel u. oft an Deine arme Mutter (Details anzeigen),3 in der Klinik war ich 14 Tage u. hatte die beste Behandlung u. nun soll es mit den Nerven noch besser werden. Ich gehe nicht nach Nauheim (Details anzeigen) u. was ich hier will ist noch unbestimmt. Vater (Details anzeigen) schreibt es ginge gut u. Johanna (Details anzeigen) gekräftigt zurückgekommen [sic!] , schon Dich nur u. trinke wenig Geistiges. Nun laß bald mal wieder von Dir hören. Wann hat Vater (Details anzeigen) Geburtstag?


Fußnoten, Anmerkungen

1Die Korrespondenz liegt nicht vor.
2Paul Tillich (Details anzeigen) hatte sich während des Sommersemesters 1905 in Tübingen (Details anzeigen) zweier Ohrenoperationen unterziehen müssen. Vgl. GW XIII, 541 (Details anzeigen); EW V, 26 (Details anzeigen). Patientenakten aus diesem Zeitraum sind nicht erhalten. Schon als 14-jähriger litt Tillich an einer schwereren Ohrenerkrankung. Hinweise darauf geben eine Postkarte vom 9. Oktober 1900 an seine Eltern (Details anzeigen) und die Postkarte an die Großeltern Tillich vom 17. Oktober 1900 (Details anzeigen).
3Paul Tillichs Mutter Mathilde Wilhelmina Tillich (Details anzeigen) (geb. Dürselen) war am 24. September 1903 in Berlin (Details anzeigen) infolge eines Augenkarzinoms gestorben. Emma Walz (Details anzeigen) (geb. Thürlings) war ihre Tante mütterlicherseits gewesen.

Register

aFreiburg
bTillich, Paul
cWalz, Michael; Walz, Emma
dTillich, Paul
eTübingen
fTillich, Impressionen und Reflexionen, 1972
gTillich, Ein Lebensbild in Dokumenten: Briefe, Tagebuch-Auszüge, Berichte, 1980
hPostkarte von Paul Tillich an Wilhelmina Mathilde und Johannes Tillich vom 9. Oktober 1900 [PS]
iPostkarte von Paul Tillich an Marie und Oskar Tillich vom 17. Oktober 1900 [PS]
jBerlin
kDeutschland
lTillich, Paul
mTillich, Wilhelmina Mathilde
nTillich, Wilhelmina Mathilde
oBerlin
pWalz, Emma
qNauheim
rTillich, Johannes Oskar
sFritz, Johanna
tTillich, Johannes Oskar
uWalz, Emma

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974., bMS 649/208(4)
Typ

Postkarte, eigenhändig

Postweg
Freiburg im Breisgau - Tübingen

Entitäten

Personen

Orte

Literatur

Erwähnte Briefe

Zitiervorschlag

Postkarte von Emma und Michael Walz an Paul Tillich vom 30. Mai 1905, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00088.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

{{Internetquelle |url=https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00088.html |titel=Postkarte von Emma und Michael Walz an Paul Tillich vom 30. Mai 1905 |werk=Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition. |hrsg=Christian Danz, Friedrich Wilhelm Graf |sprache=de | datum=30.05.1905 |abruf=???? }}
L00088.pdf
erwähnte Briefe