Brieffragment von Paul Tillich an Wilhelmina Mathilde Tillich vom 22. Oktober 1898

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Der editierte Text

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Liebe Mama (Details anzeigen)!

Mir geht es hier sehr schö gut. Hoffentlich auch Euch. Ich habe schon einen Brief1 von Großmama (Details anzeigen) und Großpapa (Details anzeigen) bekommen, welchen ich leider nicht gut lesen konnte. Ich habe gar kein Heimweh bekommen, denn es ist hier sehr schön.2 Freulein [sic!] Kleedehn (Details anzeigen) läß Dich grüßen. Hier hat es schon geschneit, worüber ich mich sehr gefreut habe! Auch hatte sich die Wiese schon mit einer dünnen Eisdecke bekleidet, welche jedoch jetzt wieder aufgetaut ist! Das Gymnasium gefällt mir ganz gut. Wir kommen alle Tage um 1 raus und haben Nachmittag keine Schule bis auf Dienstag und Freitag, wo wir um 11 rauskommen, aber Nachmittag von 2-6 Schule haben.3 Wir 4 sitzen. Die 4 letzten. Die Lehrer sind meistens ganz gut. In dieser Woche hatte ich auch nicht viel zu thun. Jedenfalls4


Fußnoten, Anmerkungen

1Die Korrespondenz liegt nicht vor.
2Paul Tillich wurde im Spätsommer 1898 zu zwei alten Damen (wohl Fräulein Emmie und Fräulein Kleedehn) in Königsberg (Neumark) (Details anzeigen) in Pension gegeben, um hier, ca. 10 km von Schönfließ (Details anzeigen) entfernt, als einer von vier Zugängen durch „Aufnahme zu Michaelis“ (29. September) die Unter-Tertia des Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums besuchen zu können.
3In der Unter-Tertia hatte Paul Tillich 35 Wochenstunden zu absolvieren, aufgeteilt auf die Fächer Religion (2), Deutsch und Geschichtserzählungen (2), Latein (7), Griechisch (6), Französisch (3), Geschichte und Erdkunde (3), Rechnen und Mathematik (3), Naturbeschreibung (2), Zeichnen (2), Singen (2) und Turnen (3). Ordinarius (Klassenlehrer) war Oberlehrer Paul Steindel (Details anzeigen), der für den Deutsch- und Mathematikunterricht zuständig war.
4Der Brief endet an dieser Stelle.

Register

aKönigsberg/Neumark
bTillich, Wilhelmina Mathilde
cTillich, Marie
dTillich, Oskar
eKönigsberg/Neumark
fSchönfließ
gKleedehn
hSteindel, Paul

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Marburg, Philipps-Universität Marburg, Deutsches Paul-Tillich-Archiv, 008 A
Typ

Brieffragment, eigenhändig

Postweg
Königsberg - unbekannt

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Brieffragment von Paul Tillich an Wilhelmina Mathilde Tillich vom 22. Oktober 1898, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00007.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L00007.pdf