Olden, Rudolf

tätig als
Journalist und Rechtsanwalt
Kurzbiographie
Studium der Rechtswissenschaften, Promotion in Heidelberg. Die Eindrücke des Ersten Weltkriegs führten zu einer radikalen Wandlung, O. wurde Pazifist und arbeitete in Wien als Journalist für die Zeitschriften Friede und Neuer Tag. 1924-1933 journalistische Tätigkeit und später stellv. Chefredakteur des Berliner Tageblatts, daneben Rechtsanwalt beim Kammergericht Berlin. Seit 1933 war er in dritter Ehe mit der Psychoanalytikerin Ika (1908-1940), geb. Halpern, verheiratet. O. war ein führendes Mitglied der Deutschen Liga der Menschenrechte. 1933 zunächst Flucht nach Prag, dann über Österreich und die Schweiz weiter nach Paris und schließlich nach London. 1936-1940 Lehrtätigkeit an der Universität Oxford und der London School of Economics, nebenher weiterhin journalistische und schriftstellerische Tätigkeit. Bei Kriegseintritt Großbritanniens zunächst als ‚feindlicher Ausländer‘ interniert, konnte er 1940 einen Ruf an die New Yorker New School for Social Research annehmen. Das Passagierschiff ‚City of Benares‘, auf dem Rudolf und Ika O. nach Amerika übersetzen wollten, wurde von einem deutschen U-Boot versenkt.

Erwähnungen