Brief von Hilde Frankel (Sekretärin von Paul Tillich) an Walter Friedländer vom 1. November 1941

Zum TEI/XML DokumentDeprecated PDFAls PDF herunterladen

Der editierte Text

|
November 1st. 41

Dr. W. Friedlaender (Details anzeigen)
Chicago, Ill. (Details anzeigen)

Sehr geehrter Herr Friedlaender (Details anzeigen):

Herr Prof. Tillich (Details anzeigen), dessen Sekraeterin ich bin, hat mich gebeten, da ich zugleich bei der Selfhelp arbeite, die Verhandlungen ueber Lucy Krueger (Details anzeigen) mit dem Christian Committee zu fuehren, mit dem ich dauernd in Verbindung stehe. Das Ergebnis ist Folgendes:

Frau Krueger (Details anzeigen) ist dem Social Service ueberwiesen worden, das werden alle Emigranten, die laenger als ein halbes Jahr relief beziehen. Ich weiss von anderer Seite, dass der Social Service menschliche und vernuenftige Mitarbeiter hat. Ob es ihr gelingen wird, fremde Kinder aufzunehmen, halte ich fuer sehr fraglich. Amerikaner geben ihre Kinder nicht zu Deutschen und deutsche Emigranten koennen es nicht bezahlen. Es ist eines der grossen Kinderprobleme, an denen die Selfhelp arbeitet. Wir haben Frau Krueger (Details anzeigen) Moebel und einen Kinderwagen kostenlos vermittelt, auch Dr. Ackerknecht (Details anzeigen) einmal eine Stelle nachgewiesen. In den letzten Wochen habe ich nichts von ihnen gehört. Vielleicht hat er durch eine andere Stelle Arbeit gefunden.

Mit Fraeulein Welter (Details anzeigen) habe ich mich lange unterhalten. Sie hat ein halbes Scholarship in Haverford (Details anzeigen), Herr Prof. Tillich (Details anzeigen) hat noch einmal an Hertha Krauss (Details anzeigen) geschrieben und gebeten, ob sie nicht ein full scholarship bekommen kann. Sie sieht zart aus, Hausarbeit im dormitory wird ihr sicher sehr schwer fallen. Hoffentlich hat die Bitte Erfolg.

Herr Prof. Tillich (Details anzeigen)laesst herzlich wiedergruessen. Leider hat er keine „Postkarte“ bekommen, die ihn zu einem Vortrag nach Chicago (Details anzeigen) gerufen haette. Er wuerde einer solche sofort Folge leisten.


Fußnoten, Anmerkungen

Register

aFriedländer , Walter A.
bChicago, Illinois
cFriedländer , Walter A.
dTillich, Paul
eKrueger, Lucy
fKrueger, Lucy
gKrueger, Lucy
hAckerknecht, Erwin Heinz
i
jHaverford
kTillich, Paul
lKraus, Hertha
mTillich, Paul
nChicago, Illinois
oFränkel, Hilde
pTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.
Typ

Brief, maschinenschriftlich

Postweg
unbekannt - unbekannt

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Brief von Hilde Frankel (Sekretärin von Paul Tillich) an Walter Friedländer vom 1. November 1941, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10535.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

{{Internetquelle |url=https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10535.html |titel=Brief von Hilde Frankel (Sekretärin von Paul Tillich) an Walter Friedländer vom 1. November 1941 |werk=Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition. |hrsg=Christian Danz, Friedrich Wilhelm Graf |sprache=de | datum=01.11.1941 |abruf=???? }}
L10535.pdf