Brief von Achelis (Preuß. Wissenschaftsministerium) an Paul Tillich vom 21. April 1934

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Der editierte Text

| Kuratorium der Johann Wolfgang Goethe-Universität Tgb.-Nr. 1244. Um Angabe der Nummer im Antwortschreiben wird gebeten.
Frankfurt (Main) (Details anzeigen) 17, den 21. April 1934. Mertonstraße 17, Fernruf: Maingau 72216

Herrn Professor Dr. Tillich (Details anzeigen) New York City (Details anzeigen) 606 W 122nd Street (Umschlagadresse: Frau Pfarrer Seeberger (Details anzeigen) Berlin-Tempelhof (Details anzeigen), Friedrich Franz Str.10

1) Wie der Herr Minister (Details anzeigen) jetzt mitteilt, ist Ihnen die Entscheidung über Ihre Entlassung am 9. Januar 1934 zugegangen. Die Versorgungsbezüge sind deshalb vom 1. Mai 1934 ab zuständig. Für den Monat April 1934 erhalten Sie nochmals gehalt wie folgt:

Grundgehalt 825.-- RM

Wohungsgeldzuschuß 168.-- RM

993.-- RM

hiervon ab:

a) Kürzung 21% - 7,50 RM 201,03

b) Einbehaltung 1% 9,93 = 210,96 ,,

bleiben 782,04 RM

dazu Kunderhilfe 10.-- ,,

zusammen monatlich 792,04 RM,

in Worten: "Siebenhundertzweiundneunzig RM 3 Rpf."

2) Für die Festsetzung Ihrer Versorgungsbezüge sind von Ihrer Gesamtdienstzeit als ohne weiteres ruhegehaltsfähig anerkannt worden:

| Jahre Tage

16.12.1918-23.1.1919

Privatdozent an der Universität Halle (Details anzeigen) - 39

24.01.1919-23.4.1924

Privatdozent an der Universität Berlin (Details anzeigen) 5 90

24.04.1924-30.4.1925

Privatdozent an der Universität Marburg (Details anzeigen) 1 7

1.4.1929-27.12.1933

planmäßiger ordentlicher Professor an der Universität Frankfurt (Details anzeigen) 4 271

Kriegsdienstzeit

1.4.1914-15.12.1918 4 76

Doppelrechnung von 5 Kriegsjahren 1914, 1915, 1916, 1917, 1918 5 -

19 483

= 20 118

Ihre Versorgungsbezüge werden deshalb vom 1. Mai 1934 ab wie folgt festgesetzt:

Ruhegehaltsfähiges Diensteinkommen:

Grundgehalt 9 900 RM

Wohnungsgeldzuschuß, Ortsklasse B 1 440 ,,

Honorargarantie 1 000 ,,

12 340 RM.

Jahresbetrag des Ruhegehalts: 55/100 des Diensteinkommens = 6 787.-- RM

hiervon 75% jährlich 5 090,25 ,,

monatlich 424,18 ,,

abzüglich: Kürzung 20% - 2,50 RM 82,33

Einbehaltung 1% 4,24 = 86,57 ,,

bleiben 337,61 RM

dazu Kinderbeihilfe 10.-- ,,

zusammen monatlich 347,61 RM

3) Aufgrund des § 10 und 14 Kapitel V Abschnitt I im Drittel Teil der Reichsverordnung von 6.10.1931 -RGB1.I S.546- ruht das Recht auf den Bezug des Ruhegehalts, solange Sie sich ohne Zustimmung des Herrn Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung außerhalb des Deutschen Reiches aufhalten. Einen etwaigen Antrage auf Erteilung der Zustimmung zum Aufenthalt im


Fußnoten, Anmerkungen

Register

a
bTillich, Paul
cNew York City
dSeeberger, Elisabeth
eBerlin-Tempelhof
fAchelis
gHalle (Saale)
hBerlin
iMarburg an der Lahn
jFrankfurt am Main

Überlieferung

Signatur
USA, Cambridge, MA, Harvard University, Harvard Divinity School Library, Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974., bMS 649/218 (9)
Typ

Brief, maschinenschriftlich

Postweg
unbekannt - unbekannt

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Brief von Achelis (Preuß. Wissenschaftsministerium) an Paul Tillich vom 21. April 1934, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L10042.html, Zugriff am ????.

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