Der editierte Text

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, den [sic!] 25. Okt. 1926

Sehr verehrter Herr Professor (Details anzeigen),

in der Anlage erlaube ich mir, Ihnen ein Manuskriptblatt mit der freundlichen Bitte zu übersenden, dasselbe für eine Selbstanzeige (Details anzeigen) ihrer Schrift „Das Dämonische (Details anzeigen)“ zu benützen. Ich bin gegenwärtig mit der Vorbereitung für ein neues „Grünes Heft“ beschäftigt und möchte Ihre Anzeige sowohl für dieses als auch für die Buchkarte zu Ihrer Schrift verwenden. Wenn Sie das Manuskriptblatt benützen, wird sich der von mir gewünschte Umfang von selbst ergeben.

Für eine baldige Erledigung meiner Bitte wäre ich Ihnen sehr dankbar.1

In vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebenster

J. C. B. Mohr (Paul Siebeck (Details anzeigen))


Fußnoten, Anmerkungen

1Eine Antwort Tillichs (Details anzeigen) oder eine Eingangsbestätigung seitens des Verlages liegt nicht vor. Im „Grünen Heft“, den Neuigkeiten des Verlags, vom 5. Februar 1927 erscheint jedoch folgende Anzeige:

„119. D. Dr. PAUL TILLICH (Details anzeigen), Professor in Dresden (Details anzeigen), Das Dämonische. Ein Beitrag zur Sinndeutng der Geschichte (Details anzeigen).
In drei Abschnitten: das Bild, die Tiefe, der Ort des Dämonischen, wird versucht, die Wirklichkeit des Dämonischen im seelischen und geschichtlichen Leben aufzuweisen und zugleich sein Wesen und seine eigentümliche Dialektik aus den religionsphilosophischen Grundvoraussetzungen verständlich zu machen. Dem zweidimensionalen Denken, das nur den Gegensatz von Form und Stoff kennt, wird ein dreidimensionales Denken gegenübergestellt, in dem der Widerstreit des Göttlichen und Dämonischen für das Verständnis der Welt entscheidend ist. Das gilt insonderheit für die Geschichte, die Religions- und die Profangeschichte, die im zweiten Teil der Schrift nach verschiedenen Richtungen einer Sinndeutung dieser Art unterzogen wird. Die religiösen Grundtypen werden von ihrer Stellung zum Dämonischen her analysiert. Aus der profanen Entwicklung werden Architektur und Drama gewählt, um an ihnen die Bedeutung der neuen Betrachtungsweise zu zeigen. Im Schlußteil werden die großen Dämonien der Gegenwart gekennzeichnet, und damit die praktischen Konsequenzen aus der Erfassung des Dämoniebegriffs gezogen. Die Arbeit ist eine wichtige Ergänzung der religionsphilosophischen und religiös-sozialen Arbeit des Verfassers.“

Register

aTillich, Paul
bTillich, Selbstanzeige Tillichs von „Das Dämonische“, 1927
cTillich, Das Dämonische. Ein Beitrag zur Sinndeutung der Geschichte, 1926
dTillich, Paul
eTillich, Paul
fDresden
gTillich, Das Dämonische. Ein Beitrag zur Sinndeutung der Geschichte, 1926
hSiebeck, Paul

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Handschriftenabteilung, Archiv des Verlages J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Nachl. 488, A 0469,5; Blatt 143-205
Typ

Brief, maschinenschriftlicher Durchschlag
Adressiert: „Herrn Professor D. Dr. Paul Tillich, Dresden, Elisenstrasse 11.“

Postweg
Tübingen - Dresden
voriger Brief in der Korrespondenz
Postkarte von dem Verlag Mohr Siebeck an Paul Tillich vom 18. Oktober 1926
nächster Brief in der Korrespondenz
Brief von Paul Tillich an den Verlag Mohr Siebeck vom 16. November 1926

Entitäten

Personen

Orte

Literatur

Zitiervorschlag

Brief von dem Verlag Mohr Siebeck an Paul Tillich vom 25. Oktober 1926, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00920.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L00920.pdf