Der editierte Text

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Liebe Eltern (Details anzeigen).

Mir geht es gut; hoffentlich auch Euch. Freitag haben wir ein lateinninisches Extemporale geschrieben. Zum Montag haben wir ein mathematisches Exec Exercitium auf, wobei ich jetzt bin. In Griechisch bin ich erster gekommen, obgleich wir |:es:| bei dem schlimmsten Lehrer haben;1 Grüßet Johanna (Details anzeigen) und Eliesabeth (Details anzeigen).

Mit herzlichen Grüßen

von Eurem treuen Paul (Details anzeigen).


Fußnoten, Anmerkungen

1Der Lateinunterricht der Obertertia am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu Königsberg in der Neumark (Details anzeigen) im Jahr 1899 umfasste wöchentlich sieben Unterrichtsstunden und wurde auf zwei Lehrkräfte aufgeteilt. Karl Hoppe (Details anzeigen) (* 12. August 1868), der zugleich Tillichs Religions- und Deutschlehrer war, behandelte davon in zwei Stunden Ovid's Metamorphosen, Paul Ilgen (Details anzeigen) (* 31. Mai 1862), der zugleich Geschichte und Geographie lehrte und Klassenlehrer (Ordinarius) der Obertertia war, zwei Stunden Caesar's „De bello Gallico“, sowie drei Stunden Grammatik, unregelmäßige Verben und „Mündliches und schriftliches Übersetzen aus Ostermann“, wozu alle „8 Tage ein Extemporale oder Exercitium“ und alle „6 Wochen eine schriftliche Übersetzung ins Deutsche“ angekündigt wurde. Karl Graßmann (Details anzeigen) (*17. März 1853) war seit 1880 Lehrer am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium, ab Dezember 1898 im Rang eines Professors. 1899 unterrichtete er die Obertertia wöchentlich je drei Stunden in Mathematik (alle 14 Tage wurde dort ein „Extemporale oder ein Exercitium“ geschrieben) und zwei in „Physik und Naturbeschreibung“. Der bei den Schülern scheinbar unbeliebte Griechischlehrer Robert Reiche (Details anzeigen) (*30. Juni 1851) lehrte in sechs Wochenstunden u.a. die „Anabasis“ des Xenophon, griechische Formenlehre und ließ das „Pensum der Untertertia“ repetieren. Auch hier alle „14 Tage ein Exercitium oder ein Extemporale“. Siehe: Friedrich-Wilhelms-Gymnasium zu Königsberg in der Neumark 1900. Programm, mit dem zu der am 3. April vormittags 10 ½ Uhr stattfindenden Entlassung der Abiturienten ergebenst einladet Gymnasialdirektor Prof. Dr. Moritz Böttger, S. 11f.

Register

aKönigsberg/Neumark
bTillich, Johannes Oskar; Tillich, Wilhelmina Mathilde
cKönigsberg/Neumark
dHoppe, Karl
eIlgen, Paul
fGraßmann, Karl
gReiche, Robert
hFritz, Johanna
iSeeberger, Elisabeth
jTillich, Paul

Überlieferung

Signatur
Deutschland, Marburg, Philipps-Universität Marburg, Deutsches Paul-Tillich-Archiv, 008A
Typ

Postkarte, eigenhändig

Postweg
Königsberg - Schönfließ
nächster Brief in der Korrespondenz
Brief von Paul Tillich an Wilhelmina Mathilde und Johannes Oskar Tillich vom 22. September 1900

Entitäten

Personen

Orte

Zitiervorschlag

Postkarte von Paul Tillich an Mathilde und Johannes Tillich vom 22. April 1899, in: Paul Tillich, Korrespondenz. Digitale Edition, hg. von Christian Danz und Friedrich Wilhelm Graf. https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at/L00013.html, Zugriff am ????.

Für Belege in der Wikipedia

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L00013.pdf