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                <title>Brief von Harald Poelchau an Paul Tillichvom 13. Februar 1949</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1516">Harald Poelchau</author>
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                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
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            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
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                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <!-- Nachlass Poelchau, Privatbesitz Harald Stephan Poelchau -->
                    </msIdentifier>
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                        <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                    </physDesc>
                    <additional>
                        <listBibl>
                            <biblStruct type="monograph" n="firstPrint">
                                <monogr>
                                    <author>Harald Poelchau</author>
                                    <editor>Ludwig Mehlhorn (Hg.)</editor>
                                    <title>Ohr der Kirche, Mund der Stummen. Harald Poelchau: eine
                                        Tagung zu seinem 100. Geburtstag</title>
                                    <edition>Erste Auflage</edition>
                                    <imprint>
                                        <publisher>Wichern Verlag</publisher>
                                        <pubPlace ref="#tillich_place_id__37">Berlin</pubPlace>
                                        <date when="2004">2004</date>
                                        <biblScope>95f</biblScope>
                                    </imprint>
                                </monogr>
                                <series>
                                    <title>Berliner Begegnungen</title>
                                    <biblScope>4</biblScope>
                                </series>
                            </biblStruct>
                        </listBibl>
                    </additional>
                </msDesc>
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        </fileDesc>
        <encodingDesc>
            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
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            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1516">Harald Poelchau</persName>
                    <date when="1949-02-13">13.02.1949</date>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1516">Korrespondenz mit Harald Poelchau</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1516" target="L11544.xml">Brief von Paul Tillich an Harald Poelchauvom 29. Januar 1949</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11282.xml">Brief von Old Cambridge Baptist Church (Samuel H. Miller) an Paul Tillich vom 5. Februar 1949</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11283.xml">Brief von Paul Tillich an Renate Albrecht vom 14. Februar 1949</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1949-02-13"/></creation></profileDesc>
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            <change when="2026-06-28" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    </teiHeader>
    <text type="letter">
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                <opener><dateline><date when="1949-02-13">13.2.49</date>.</dateline><salute>Lieber
                            <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>,</salute>
                </opener>
                <p>denke bei diesem Briefkopf bitte nicht, dass ich nun zu dieser Arbeit
                    übergesiedelt sei. Ich habe immer in ihr gestanden, hoffe aber, jetzt wieder
                    intensiver mitmachen zu können, wenn mir mein Gefängnis <rs type="place" ref="#tillich_place_id__1827">Tegel</rs> mehr Zeit lässt, als die
                    Justizverwaltung. Noch bin ich in der alten Arbeit und gebe sie nur ungern auf,
                    weil sie mir die Möglichkeit gab, überall in der russ. Zone zu reisen und ohne
                    auf Misstrauen zu stossen, öffentlich zu sprechen, im Kulturbund, in
                    Fachkreisen, auf Kursen von Fürsorgern oder Richtern usw. Wie weit dies nun so
                    bleibt, weiss ich nicht. Das hängt von der weiteren Neurotisierung der Russen
                    ab, die allmählich die andern, zunächst die Deutschen<supplied>,</supplied> dann
                    aber die ganze Welt mit ihrer Angst anstecken. Meine Loyalität ihnen gegenüber
                    geht sehr weit, ich weiss, sogar für Dich, erst recht aber für <rs ref="#tillich_person_id__278" type="person">Walter Braune</rs>, <hi rend="g">zu</hi> weit, dennoch halte ich es für möglich, dass <sic>Sie</sic> mich
                    als Kirchenmann nicht mehr sprechen lassen. Ich scheide in Frieden von meinen
                    SED-Vorgesetzten; ja man baute mir eben noch so goldene Brücken, dass <rs ref="#tillich_person_id__2737" type="person">Dorothee</rs> schon fürchtete,
                    ich würde wieder rückfällig werden und bleiben, weil man mir die Leitung einer
                    Schule für die Ausbildung des gesamten Gefängnispersonals übertragen wollte.
                    Aber ich sehne mich nach einer stilleren meditativen Arbeit und nach der
                    Freiheit zu reisen. So will ich zunächst einmal für 3 Monate nach <rs type="place" ref="#tillich_place_id__1492">Westdeutschland</rs> und <rs type="place" ref="#tillich_place_id__818">Holland</rs>, vielleicht auch nach
                        <rs type="place" ref="#tillich_place_id__161">Frankreich</rs> an die <del rend="s">l'</del>
                    <foreign xml:lang="fre">école de la paix</foreign> unseres
                        Versöhnungsbundes.<note type="ea"/></p>
                <p>Über <rs ref="#L11543" type="letter">Deinen Brief</rs>, den Bericht und <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannahs</rs> Bilder haben wir
                    uns sehr gefreut. Die innere und äussere Überlastung kann ich gut verstehen,
                    deshalb hätte ich Deine Zeit auch nicht mit einem Brief von hier beansprucht,
                    der nichts grundsätzliches<supplied>,</supplied> sondern nur persönliches
                    enthält. Aber Du empfindest ihn doch als Brücke. <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs> fand ich nicht
                    wesentlich verändert. Ob wir uns noch einmal sehen? Ich hoffe immer, dass mich
                    die Quäker noch einmal nach <rs type="place" ref="#tillich_place_id__747">Philadelphia</rs> schicken. Aber was wissen wir über die politische
                    Entwicklung? Die Wahl von <rs ref="#tillich_person_id__459" type="person">Dibelius</rs> war wichtig, auch über die engeren kirchlichen Kreise hinaus
                    beachtet. Ich halte sie für glücklich, da <rs ref="#tillich_person_id__459" type="person">D.</rs> trotz seiner Neigung und Herkunft von den alten
                    deutschnationalen Kreisen recht offen und in der Kirchenpolitik nicht so
                    eindeutig orthodox ist wie die alten Kämpfer der BK. Andererseits wird ein Kampf
                    mit der SED unvermeidbar sein. Dabei wird auch die Kirche sich ändern. Die
                    Barmherzigkeit verlangt, dass sie die Sprache der Massen lernt. In meiner neuen
                    Freiheit (ein kleines Amt mit einem Hilfsprediger) werde ich dies Anliegen auf
                    die Hörner nehmen müssen und mir viel Ärger mit der Kirchenleitung machen. Wenn
                    es Dich interessiert, will ich Dir gern einmal später über die Lage berichten. –
                    Unser Student, <rs ref="#tillich_person_id__5501" type="person">Gernot
                        Löchel</rs>, hat durch Deine Vorlesungen entscheidenden Antrieb bekommen, Du
                    wirst immer noch viel diskutiert und wirkst so bis in die Theologie unserer
                    verlassenen Zone hinein. Wie schön wäre es, wenn Du wieder in <rs type="place" ref="#tillich_place_id__37">Berlin</rs> lesen könntest, und wenn es nur für
                    einige Wochen wäre –.</p>
                <p>Vielleicht interessiert Dich und <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs> die kleine Arbeit, die in Heft 3 der Synopsis (<rs type="place" ref="#tillich_place_id__198">Hamburg</rs>) eben
                    erscheint.<!-- Nicht ermittelt --> Ein CARE-Paket steht durch Deine Vermittlung
                    in Aussicht. Dank</p>
                <p>Ob Ihr Euch denken könnt, wie viele Menschen sich mit uns daran freuen werden?
                    CARE kommt jetzt auch trotz Blockade durch, so können wir darauf hoffen.<note type="ea">Vom <date from="1948-06-24" to="1949-05-12">24. Juni 1948 bis 12.
                            Mai 1949</date> blockierte die Sowjetunion den Westaliierten den Land-
                        und Seeweg nach Westberlin, in der Hoffnung, auch den Westteil Berlins und
                        schließlich ganz Deutschland unter ihre Herrschaft zu bekommen. Die
                        Westmächte begegneten der Blockade mit einer Luftbrücke und einer
                        Gegenblockade. Die Blockade wurde schließlich aufgelöst, ohne dass die
                        Sowjetunion ihre Ziele erreicht hat.</note></p>
                <p><rs ref="#tillich_person_id__1308" type="person">Trude</rs> hält wacker in ihrer
                    Arbeit aus. <rs ref="#tillich_person_id__2383" type="person">Emmy Frey</rs> hat
                    eine schöne Arbeit über <rs ref="#tillich_person_id__1611" type="person">Rilke</rs> im Schulunterricht geschrieben.<note type="ea">Vgl. <rs ref="#tillich_person_id__2383" type="person">Emmy Frey</rs>: <rs type="work" ref="#tillich__F69V2IRN">Über Rilkes Gedichte mit Beziehung
                            auf den Deutsch-Unterricht der Oberstufe</rs> (1948/49).</note></p>
                <closer><salute>Dir und <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>
                        dankbare, herzliche Grüsse</salute>
                </closer>
            </div>
        </body>
    <back><listBibl><biblStruct type="journalArticle" xml:id="tillich__F69V2IRN" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/F69V2IRN" n="Frey, Über Rilkes Gedichte mit Beziehung auf den Deutsch-Unterricht der Oberstufe, None">
          <analytic>
            <title level="a">Über Rilkes Gedichte mit Beziehung auf den Deutsch-Unterricht der Oberstufe</title>
            <author>
              <forename>Emmy</forename>
              <surname>Frey</surname>
            </author>
          </analytic>
          <monogr>
            <title level="j">Der Deutschunterricht</title>
            <imprint>
              <pubPlace>Stuttgart</pubPlace>
              <biblScope unit="volume">1</biblScope>
              <biblScope unit="issue">2/3</biblScope>
              <biblScope unit="page">73–101</biblScope>
              <publisher>Ernst Klett Verlag</publisher>
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          </monogr>
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                  <placeName>Holland</placeName>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__2383">
                  <persName>Frey, Emmy</persName>
                  <birth>
                     <date>1884</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1956</date>
                  </death>
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                  <persName>Braune, Walther</persName>
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               <person xml:id="tillich_person_id__1308">
                  <persName>Mennicke, Trude</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Nach ihrer Lehrerinnenausbildung studierte sie evangelische Theologie, Soziologie und Psychologie in Jena und Berlin, zudem war sie eine zentrale Gestalt der Wandervogel-Bewegung. 1919 heiratete sie Carl  Mennicke, 1922 wurde ihr gemeinsamer Sohn Wolfgang, genannt Wölle, geboren (gest. 1944 an der Front). 1930 ließ sich das Paar scheiden. Trude B.-M. war in der SPD-Absplitterung Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft (SAG) aktiv und veröffentlichte (unter anderem in den von Tillich herausgegebenen Neuen Blättern für den Sozialismus) Aufsätze über Sozialismus und Frauenbewegung. Gemeinsam mit ihrem Sohn zog sie nach 1933 in die Schweiz (wo sie u. a. zum Katholizismus konvertierte), 1942 ging sie zurück nach Deutschland und arbeitete als Gefängnisfürsorgerin in Berlin, nach dem Zweiten Weltkrieg als Dozentin für Psychologie in der Lehrerausbildung der DDR und schließlich als Sozialarbeiterin.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5501">
                  <persName>Löchel, Gernot</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__459">
                  <persName>Dibelius, Otto</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1611">
                  <persName>Rilke, Rainer Maria</persName>
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                  <note type="bio">
                     <p>Rainer Maria Rilke (4. Dezember 1875 – 29. Dezember 1926) war ein österreichischer Dichter, aufgewachsen in Prag. Dort und in München studierte er, ab 1897 verband ihn eine dauerhafte Freundschaft mit Lou Andreas-Salomé. Zahlreiche Reisen nach Russland, Italien, Frankreich und Nordafrika hinterließen Spuren in seinem Werk. 1901 heiratete er Clara Westhoff, das Paar hatte eine Tochter. Von 1902 an lebte er vor allem in Paris und setzte sich dort mit Rodin und Cézanne auseinander, ab 1921 dann im Walliser Muzot. Seine Dichtung umkreist Religion, Tod, Kunst und menschliche Existenz. Er starb an Leukämie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2737">
                  <persName>Poelchau, Dorothee</persName>
                  <birth>
                     <date>1902</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1977</date>
                  </death>
                  <occupation>Bibliothekarin und Widerstandskämpferin</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/139217185</idno>
               </person>
               </listPerson><list xml:id="mentioned_letters"><head>erwähnte Briefe</head><item xml:id="L11543">Rundbrief von Paul Tillich mit Zusatz an Harald und Dorothee Poelchauvon Dezember 1948</item></list></back></text>
</TEI>