<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="L11544.xml" xml:base="https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at" prev="L11280.xml" next="L11282.xml">
    <teiHeader>
        <fileDesc>
            <titleStmt>
                <title>Brief von Paul Tillich an Harald Poelchauvom 29. Januar 1949</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
                    <address>
                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
                        <postCode>1010</postCode>
                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <!-- Nachlass Poelchau, Privatbesitz Harald Stephan Poelchau -->
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich; Unterschrift eigenhändig; Briefkopf:
                                <q>UNION THEOLOGICAL SEMINARY, BROADWAY AT 120TH STREET, NEW YORK
                                27, N. Y.</q></p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <encodingDesc>
            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
        <profileDesc>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <date when="1949-01-29">29.01.1949</date>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1516">Harald Poelchau</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1516">Korrespondenz mit Harald Poelchau</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1516" target="L11542.xml">Brief von Paul Tillich an Harald Poelchauvom 30. Mai 1948</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1516" target="L11545.xml">Brief von Harald Poelchau an Paul Tillichvom 13. Februar 1949</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11280.xml">Brief von Kurt Leese an Paul Tillich vom 18. Janur 1949</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11282.xml">Brief von Old Cambridge Baptist Church (Samuel H. Miller) an Paul Tillich vom 5. Februar 1949</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1949-01-29"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2026-06-28" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text type="letter">
        <body>
            <div type="writingSession">
                <pb n="1"/>
                <opener><dateline><date when="1949-01-29">January 29,
                        1949</date></dateline><salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1516" type="person">Harald</rs>:</salute>
                </opener>
                <p>Vor langer Zeit habe ich einen wichtigen Brief an <rs ref="#tillich_person_id__278" type="person">Braune</rs> geschickt.<note type="ea">Vgl. den <rs type="letter" ref="#L11242">Brief von Paul Tillich an
                            Walther Braune vom 7. Oktober 1948</rs></note> Er bezog sich auf meine
                    Teilnahme an dem Aufbau der Berliner Universität. Da ich nie eine Antwort
                    erhalten habe, fürchte ich, dass der Brief, den ich durch die OMGUS
                        <sic>geschicht</sic> habe, nicht angekommen ist. Ich habe auch <rs ref="#tillich_person_id__278" type="person">Braune</rs>'s Adresse
                    verloren und bitte Dich darum herzlich, ihm diesen Brief vorzulesen und ihn um
                    Antwort zu bitten. So viel ich mich erinnere, ist er beinahe Dein Nachbar. Aber
                    auch wenn nicht, wirst Du ihn zu erreichen wissen.</p>
                <p>Hast Du meinen <rs ref="#L11543" type="letter">Rundbrief</rs> mit Einlage
                    erhalten? Ich habe bis jetzt noch keine Reaktion bekommen.</p>
                <closer><salute>In alter Treue,</salute><signed><rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul Tillich</rs><lb/><hi rend="hand">Dein <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs></hi></signed>
                </closer>
            </div>
        </body>
    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__278">
                  <persName>Braune, Walther</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1516">
                  <persName>Poelchau, Harald</persName>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118595318</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Harald Poelchau (5. Oktober 1903 – 29. April 1972) wirkte als Gefängnisseelsorger, Anhänger eines christlich geprägten Sozialismus und Gegner des NS-Regimes in Deutschland. Während seines Theologiestudiums prägte ihn der 1924 in Marburg lehrende Paul Tillich nachhaltig in Richtung des religiösen Sozialismus und wurde ein lebenslanger Freund. Bei Tillich promovierte er 1931 in Frankfurt. 1933 trat er als erster vom NS-Regime eingesetzter Geistlicher seinen Dienst als Gefängnisseelsorger an, unter anderem in Tegel und Plötzensee, und begleitete bis 1945 etwa tausend Menschen zur Hinrichtung. Heimlich schmuggelte er Nachrichten und verhalf gemeinsam mit seiner Frau zahlreichen verfolgten Juden zu Unterkünften im Untergrund. Ab 1941 gehörte er dem Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke an. Nach dem Krieg baute er das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen mit auf und wurde 1951 erster Sozial- und Industriepfarrer der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><list xml:id="mentioned_letters"><head>erwähnte Briefe</head><item xml:id="L11543">Rundbrief von Paul Tillich mit Zusatz an Harald und Dorothee Poelchauvon Dezember 1948</item><item xml:id="L11242">Brief von Paul Tillich an Walther Braunevom 7. Oktober 1948</item></list></back></text>
</TEI>