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         <titleStmt>
            <title>Brief von Harald Poelchau an Paul und Hannah Tillich vom 21. September 1946</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1516">Harald Poelchau</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno><!-- Nachlass Poelchau, Privatbesitz Harald Stephan Poelchau (soll nach Marburg) --></idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
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         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
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      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1516">Harald Poelchau</persName>
               <date when="1946-03-04">04.03.1946</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
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         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1516">Korrespondenz mit Harald Poelchau</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1516" target="L11532.xml">Brief vpn Paul Tillich an Harald Poelchau vom 4. März 1946</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1516" target="L11535.xml">Rundbrief von Paul Tillich mit Zusatz an Harald Poelchauvom 1. Januar 1947</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11533.xml">Brief von Harald Poelchau an Paul und Hannah Tillich vom 4. März 1946</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10916.xml">Brief von Mary Watson an Paul Tillich vom 11. März 1946</ref></correspContext></correspDesc>
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            <language ident="deu">Deutsch</language>
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      <creation><date type="sort" when="1946-03-04"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2026-07-05">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
      <body>
         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><rs ref="#tillich_person_id__1516" type="person">Harald Poelchau</rs>
               <dateline><rs ref="#tillich_place_id__52" type="place">Bln Zehlendorf West</rs>, Am
                  Heidehof 30<lb/><date when="1946-09-21">21.9.46</date>
               </dateline>
               <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>,</salute>
            </opener>
            <p>eine so seltene Gelegenheit, einen unzensierten Brief an Dich zu schicken, will ich
               nicht vorbei gehen lassen, obgleich Du den <rs ref="#L11533" type="letter">meinen</rs>, ausführlichen, vom Juni noch nicht beantwortet hast. Das Gefühl,
               sich nicht frei äussern zu können, bedrückt doch auf die Dauer etwas, besonders jetzt
               nach den Wahlen, wo die Russen auf das demokratische Dekorum immer mehr verzichten.
               Bisher war es so, dass an wichtigen Stellen in der russisch besetzten Zone, ausser in
                  <rs ref="#tillich_place_id__288" type="place">Mecklenburg</rs> auch noch Leute
               stehen konnten, die nicht in der Sed waren. Heute lese ich in der Zeitung, dass unser
               Freund <rs ref="#tillich_person_id__5527" type="person">Mertens</rs><supplied>,</supplied> den Du auch noch kennen wirst, von seinem Amt
               als Oberbürgermeister von <rs ref="#tillich_place_id__189" type="place">Halle</rs>
               enthoben ist ohne Angaben von Gründen. Er gehörte der Demokratschen Partei an, nur
               formal, war Sozialist in Gesinnung und Amtsführung, <rs ref="#tillich_person_id__5528" type="person">seine Frau</rs> Kommunist. Dennoch
               war er untragbar. Vor einigen Wochen schon war seine <rs ref="#tillich_person_id__5530" type="person">Sekretärin</rs> bei mir, die die
                  <q>operative Gruppe</q><supplied>,</supplied> so heißt jetzt die GPU in <rs ref="#tillich_place_id__189" type="place">Halle</rs>, unter körperlicher Bedrohung
               zur Unterschrift gezwungen hatte, dass sie sich als Spitzel gegen ihn verpflichtete.
               Ich versuchte, sie im englischen Sektor unterzubringen. Wir haben ja hier diese
               Ausweichmöglichkeit in <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs>. Die
               Besatzungsmacht lässt sich in vielen dieser Fälle nur missbrauchen, die Initiative
               liegt bei deutschen unverantwortlichen Elementen, die aus Machtgier oder persönlichen
               Gründen, kaum ernsthaft politischen handeln. Aber es genügt eine Denunziation bei den
               Russen, wenn sie von der SED gestützt wird, und man verschwindet ohne ein Zeichen von
               sich geben zu können.</p>
            <p>Die Situation ist für uns Sozialisten besonders schwierig, weil wir uns in der
               geeinten Arbeiterpartei vertreten fühlen müssten und dies nicht können, weil diese
               keine eigene Gestaltung versucht, sondern die Ausführung der russischen Befehle. Ich
               bin mit einem guten Vorurteil für die Russen nach <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs> gekommen, sehe aber aus allen Versuchen, mit ihnen
               zusammen zu arbeiten, dass hier die menschlichen Grundforderungen, Gerechtigkeit und
               Freiheit, überhaupt nicht gesehen, geschweige denn beachtet werden.</p>
            <p>Ich sehe das in meiner Tätigkeit als Betriebsrat in meiner <q>Deutschen <del rend="s">K</del><add place="inline">J</add>ustizverwaltung</q>, einer Behörde, die dem
               früheren Justizministerium etwa entspricht. Sie untersteht der Sowjet.Mil. Verwaltung
               unmittelbar. Diese gibt monatlich Sonderlebensmittelzuteilungen an uns, die recht
               erheblich sind, aber nicht etwa an alle Angestellten, oder an die besonders
               bedürftigen, sondern an die leitenden, gestaffelt nach der Gehaltsgruppe. Heimlich
               teilen die Ministerialräte mit den Justizräten wenigstens, damit auch diese Kategorie
               noch etwas bekommt<del rend="s">nt</del>. 15% die Belegschaft bekommt eine <q><del rend="s">P</del><add place="inline">P</add>rämie</q>, d.h. ein steuerfreies
               Monatsgehalt. Da die Steuern fast die Hälfte des Gehalts ausmachen, ist das recht
               beträchtlich. Diese Prämie bekommen die <q>Spezialisten</q>, d.h. die obersten
               Gehaltsgruppen. Wie sehr das <add place="inline"><hi rend="hand">die</hi></add>
               Athmosphäre eines Hauses vergiftet, sehe ich im Betriebsrat. Hinzukomm<del rend="s">en</del><add place="inline">t</add>, dass alles dies geheim ist, es darf nicht
               darüber gesprochen werden, wird aber von den unter<add place="inline"><hi rend="hand">en</hi></add> Beamten bearbeitet. In der Praxis habe ich den Vorteil, dass
               sich die Russen nicht für den Strafvollzug interessieren, sodass ich ungehindert
                  a<del rend="s">br</del><add place="inline"><hi rend="hand">rb</hi></add>eiten
               kann, wenn nicht die ört<del rend="s">i</del>lichen Kommandanten besonders unangenehm
               sind. Andererseits bedeuten sie keine Stütze, wie etwa in <rs ref="#tillich_place_id__32" type="place">Bayern</rs>, wo die Amerikaner
               entscheidende Anregungen geben<supplied>.</supplied><pb n="2"/> Auch in den andern
               Zonen ist es schwierig, durch eine fremde Macht den Geist überwinden zu müssen, der
               von uns selber hätte überwunden sein<del rend="s">m</del> müssen. Je mehr sich die
               Kriegsfolgen zeigen, um so schwieriger wird die Lage und die Hitlerleute sind noch
               lange nicht tot, sondern sie fangen die Misstimmung auf und richten die gegen die
               Besatzungsmacht und schlagen noch Kapital aus ihrer eigenen Schuld. Gilt das schon
                  <del rend="s">dür</del> für die Westzonen, so scheint das bei dem Verhalten der
               Russen noch viel wahrscheinlicher für den Osten. Hier ist das aber nicht so,
               vielleicht, weil wir von Anfang an schärfer druchgegriffen haben. Du solltest einmal
               kommen und Dir die ganze Situation ansehen. Beschreiben lässt sie sich nicht. Ich
               hoffe sehr, mich noch lange hier halten zu können, ohne <q>der</q> Partei
               anzugehören, wie man<del rend="s">h</del> schon wieder sagt. Ich halte viele
               Vorträge, soll jetzt einen Lehrauftrag an der Universität für Strafvollzug bekommen,
               arbeite sehr erfreulich im Hauptausschuss der <q>Opfer des Faschismus</q> mit allen
               Richtungen, ärgere mich über die Kirchenleitung und <del rend="s">arbei</del> freue
               mich über das <q>Hilfswerk der ev. Kirche</q>, das nicht konfessionell arbeitet und
               stehe mitten drin da viele Angehörige all meiner verschiedenen früheren Schützlinge
               kommen. Dennoch ist alles was man tut gefährlich, fast noch gefährlicher als in der
               Nazizeit und ich muss Dich bitten, auch mit den Einzelheiten dieses Briefes
               vertraulich umzugehen, wenn Du mir nicht eine Gefahr bereiten willst. Ich bin z.B.
               seit Monaten nach <rs ref="#tillich_place_id__818" type="place">Holland</rs>
               eingeladen, habe das Visum usw. kann aber nicht hinfahren, wenn es meine Russen nicht
               ausdrücklich erlauben, weil ich sonst in den Verdacht der Verbindung mit den
               Westmächten gerate. Seit März liegt der Antrag bei den Russen, unbeantwortet!</p>
            <p>Ich schreibe diesen Brief rasch und ungeordnet, gleich muss ich zu <rs ref="#tillich_person_id__1390" type="person">Niebuhr</rs><!-- Zuordnung unklar -->. Ihr sollt nur auf diese Weise einmal
               erfahren, dass meine offiziellen Briefe mehr zwischen als in den Zeilen enthalten,
               ganz wie früher; .</p>
            <p>Du kündigst ein Paket an, das wir teilen soll<del rend="s">t</del>en, wir wollen das
               natürlich gern tun und sind dankbar, wenn ihr etwas schicken könnt, am besten
               vielleicht über Care. Da <rs ref="#tillich_person_id__641" type="person">Pastor
                  Fritz</rs> in der russ. Zone wohnt, schickt Ihr an ihn wohl am besten über mich,
               der ich im amerikanischen Sektor wohne. Ich persönlich habe recht abgenommen, und die
               Aerzte sagen, ich brachte hauptsählich Trockenmilch und Fett. Wenn Ihr davon etwas
               herbeischaffen könnten, wären wir alle sehr dankbar. Deinen Aufsatz in <q>the
                  christian answer</q> sah ich bei <rs ref="#tillich_person_id__5524" type="person">Rheinstein</rs> und hoffe, ihn bald zu bekommen. Wir wissen hier sehr wenig von
               Deinen Arbeiten. Das englisch reicht schon soweit, dass wir sie lesen können. <rs ref="#tillich_person_id__5334" type="person">Steinrath</rs> ist jetzt frei und
               wieder <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurt</rs>. Von <rs ref="#tillich_person_id__438" type="person">de Man</rs>s hoher Strafe las ich.
               Sein Buch apres <del rend="s">cp<unclear>n</unclear></del> coup ging schon in<del rend="s">d</del> dieser Richtung aber er tut mir leid.</p>
            <closer>
               <salute>Mit vielen herzlichen Grüssen an Euch alle<lb/>Dein</salute>
            </closer>
         </div>
      </body>
   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__438">
                  <persName>de Man, Hendrik</persName>
                  <occupation>Politiker und Publizist</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118989960</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hendrik de Man (17. November 1885 – 20. Juni 1953) war ein sozialistischer Politiker und Publizist aus Belgien. Nach Studien in Leipzig und weiteren europäischen Städten wurde er promoviert und engagierte sich früh in der internationalen Arbeiterbewegung. In den 1920er Jahren entwickelte er eine vom Marxismus abweichende, stärker psychologisch und ethisch begründete Theorie des Sozialismus und lehrte zeitweise in Deutschland. In Belgien stieg er zum führenden Politiker auf, entwarf den Plan der Arbeit und bekleidete Ministerämter. Wegen seiner Haltung zur deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg geriet er in die Kritik und wurde nach 1945 verurteilt. Sein Spätwerk widmete sich vor allem kultur- und gesellschaftspolitischen Fragen.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5530">
                  <persName>?</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__641">
                  <persName>Fritz, Alfred</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-09-26</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__420">Stuttgart</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1963</date>
                  </death>
                  <occupation>Evangelischer Pfarrer und Heimleiter</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1162904755</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Alfred Fritz (1886 – 1963) war ein deutscher reformierter Pfarrer und kirchlicher Funktionsträger. Von 1904 bis 1908 studierte er Theologie in Tübingen und Halle, wo er sich mit seinem Mitstudenten Paul Tillich anfreundete und wie dieser im Wingolf engagiert war. Seit 1912 wirkte er als Pfarrer in Butterfelde; im selben Jahr heiratete er Johanna Tillich, die Schwester Paul Tillichs, die jedoch 1920 bei der Geburt des dritten Kindes verstarb. Von 1916 bis 1922 war Alfred Fritz als Missionsinspektor in Bremen tätig, anschließend von 1922 bis 1927 Pfarrer der französisch-reformierten Gemeinde in Frankfurt am Main sowie Leiter des dortigen Magdalenenstifts. Ab 1927 arbeitete er im Diakonissenhaus Teltow, wo er die Leitung des Magdalenenstifts und der Fürsorgeabteilung übernahm. In zweiter Ehe war er mit der Pastorentochter Gertrud „Trude“ Fritz, geborene Horn, verheiratet.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5527">
                  <persName>Mertens, Heinrich</persName>
                  <birth>
                     <date>1906-02-06</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__130">Düsseldorf</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1968-06-16</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__776">Österreich</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Politiker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/129965715</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1390">
                  <persName>Niebuhr, Reinhold</persName>
                  <occupation>US-amerikanischer Theologe</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Niebuhr, Karl Paul Reinhold (21.6.1892 Wright City, Missouri – 1.6.1971 Stockbridge, Massachusetts) war ein US-amerikanischer evangelischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler. Er stammte aus einer deutschen Einwandererfamilie, studierte an der Yale Divinity School, wurde 1915 ordiniert und war bis 1928 Pfarrer in Detroit. Von 1928 bis 1960 lehrte er Religionsphilosophie am Union Theological Seminary in New York. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften, hielt 1939 die Gifford Lectures und erhielt mehrere Ehrendoktorate. 1931 heiratete er Ursula Mary Keppel-Compton.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5524">
                  <persName>Rheinstein, Max</persName>
                  <birth>
                     <date>1899-07-05</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Bach Kreuznach</placeName>
                     </settlement>
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                  <death>
                     <date>1977-07-09</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Schwarzach im Pongau</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Jurist, Hochschullehrer</occupation>
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               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5334">
                  <persName>Steinrath, Franz</persName>
                  <death>
                     <date>vor 1.11.1949</date>
                  </death>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1516">
                  <persName>Poelchau, Harald</persName>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118595318</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Harald Poelchau (5. Oktober 1903 – 29. April 1972) wirkte als Gefängnisseelsorger, Anhänger eines christlich geprägten Sozialismus und Gegner des NS-Regimes in Deutschland. Während seines Theologiestudiums prägte ihn der 1924 in Marburg lehrende Paul Tillich nachhaltig in Richtung des religiösen Sozialismus und wurde ein lebenslanger Freund. Bei Tillich promovierte er 1931 in Frankfurt. 1933 trat er als erster vom NS-Regime eingesetzter Geistlicher seinen Dienst als Gefängnisseelsorger an, unter anderem in Tegel und Plötzensee, und begleitete bis 1945 etwa tausend Menschen zur Hinrichtung. Heimlich schmuggelte er Nachrichten und verhalf gemeinsam mit seiner Frau zahlreichen verfolgten Juden zu Unterkünften im Untergrund. Ab 1941 gehörte er dem Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke an. Nach dem Krieg baute er das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen mit auf und wurde 1951 erster Sozial- und Industriepfarrer der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg.</p>
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                  <persName>Mertens, Maria</persName>
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                  <placeName>Frankfurt am Main</placeName>
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               </listPlace><list xml:id="mentioned_letters"><head>erwähnte Briefe</head><item xml:id="L11533">Brief von Harald Poelchau an Paul und Hannah Tillich vom 4. März 1946</item></list></back></text>
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