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                <title>Rundbrief von Paul Tillich mit Zusatz an Anneliese von September 1949</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
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                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
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                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
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                <msDesc type="typescript">
                    <msIdentifier>
                        <!-- Mail an Graf -->
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich; Zusatz und Unterschrift eigenhändig</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
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            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
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            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
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            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <date when="1949-09">09.1949</date>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__">Anneliese</persName>
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            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__">Korrespondenz mit Anneliese</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__" target="L11537.xml">Rundbrief von Paul Tillich mit Zusatz an von Juni 1947</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__" target="L11316.xml">Brief von Paul Tillich an Church World Service von 24. Januar 1950</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11296.xml">Brief von Paul Tillich an Rundbrief (Nina Baring) vom September 1949</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11529.xml">Brief von Paul Tillich an Margot Hahl vom 13 Oktober 1949</ref></correspContext></correspDesc>
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                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1949-09-01"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2026-06-27" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    </teiHeader>
    <text type="letter">
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            <div type="writingSession">
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                <opener>
                    <dateline>
                        <date when="1949-09">September, 1949</date>
                    </dateline>
                    <salute>Liebe Freunde:</salute>
                </opener>
                <p>Wenn ich nicht schreibe werde ich beschimpft, dass ich keinen Rundbrief schreibe.
                    Wenn ich einen Rundbrief schreibe, werde ich beschimpft, dass ich keine privaten
                    Briefe schreibe, und wenn ich private Briefe schreibe werde ich beschimpft, dass
                    meine Systematische Theologie nicht fertig wird. Ich ertrage diese
                    Beschimpfungen gern, da ich weiss, dass sie aus Freundschaft und Liebe kommen,
                    aber ich weiss keine Lösung, und das macht mich oft verzweifelt, manchmal mehr
                    als solch ein Anlass zu rechtfertigen scheint. Dieser Rundbrief ist eine der
                    drei falschen Möglichkeiten, denen gegenüber es keine richtige gibt.</p>
                <p>Seit ich im September 1948 hierher zurückkam, hat mich das Leben in einer Weise
                    gepackt wie kaum je zuvor. Ich habe noch nie so viele Vorlesungen und Vorträge
                    gehalten wie im letzten Winter und
                    Frühling.<!-- <note type="ea">Kurse usw. nachschauen.</note> --> Dann kam der
                    Sommerkurs in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs> mit
                    einer alten und einer neuen Vorlesung (über <q>Geschichte der Protestantischen
                        Theologie seit der Aufklärung</q>) 6 Wochen, 10 Stunden wöchentlich (eine
                    Woche lang 15) bei tropischer Hitze, Tag für Tag. Von Mitte August an eine
                    Mischung von Ruhe und wissenschaftlicher Arbeit in meinem Häuschen in <rs ref="#tillich_place_id__769" type="place">East Hampton</rs>, <rs ref="#tillich_place_id__1388" type="place">Long Island</rs>, <rs ref="#tillich_place_id__865" type="place">New York</rs>, am Atlantischen
                    Ozean. In den nächsten Tagen Rückkehr nach <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs> mit allem, was das bedeutet. Viele menschliche
                    Probleme nehmen Zeit und Kraft neben all den andern Dingen, und das Problem des
                    Geldverdienens für ein grosses Haus, den Alterssitz in <rs ref="#tillich_place_id__769" type="place">East Hampton</rs>, Kinder in
                    unvermeidlichen Private Schools und an der Universität, Altersversicherung
                    anstelle der deutschen Pension fügt ein Element der Sorge zu allem andern.</p>
                <p>Die wissenschaftliche Arbeit ist in den letzten Wochen gut gegangen. Im letzten
                    Sommer in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> sagte
                    ich oft, dass das Englische meine Sprache vereinfacht und geklärt habe. Und nun
                    hat es sich ereignet, dass aus der Vereinfachung, die sich in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> zeigte,
                    rückwirkend eine Vereinfachung meines Englisch hier erwuchs: Ein <q>circulus
                        benignus.</q></p>
                <p>Einige von Euch haben gelesen, dass mein Name auf einer schwarzen Liste der Armee
                    als <q>unanstellbar für <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs></q> stände. Die Tatsache ist richtig, aber sie
                    bedeutet nichts. Es ist eine Liste, die im Jahr 1945 von ängstlichen Offizieren
                    aufgemacht ist, und die, als sie bekannt wurde (mit manchen politisch wichtigen
                    Namen) von <rs ref="#tillich_person_id__1957" type="person">President
                        Truman</rs> ärgerlich verboten wurde. Bedeutung hatte sie schon längst nicht
                    mehr, wie meine Reise nach <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> mit Unterstützung der Armee beweist. Anlass war wohl der
                        <q>Council for a Democratic Germany</q> dessen Vorsitzender ich war, und der
                    im Krieg entweder als zu deutsch-national oder als zu kommunistisch angegriffen
                    wurde. Beides war natürlich Unsinn, aber wir konnten nichts dagegen tun. Heute
                    versucht das State Department ungefähr alle unsere damaligen Forderungen
                    durchzudrücken – zu spät. Vielleicht würden unsere damals veröffentlichten
                    Erklärungen heute ein nicht unerhebliches Interesse haben. Der Council löste
                    sich auf nach der Potsdamer
                    Deklaration,<!--<note type="ea">Potsdamer Deklaration nachgucken.</note>-->
                    etwas früher, als die Amerikanisch-Russische Zusammenarbeit, aber aus ähnlichen
                    Gründen.</p>
                <p>Wir verfolgen hier die deutsche politische Entwicklung mit grossem Interesse und
                    fast durchweg tiefem Pessimismus. Die Analogien mit 1919–29 erschrecken jeden,
                    der damals bewusst gelebt hat. Wir wissen, dass es eine Jugend gibt, die
                    mindestens so gut ist wie die 1919. Aber wir haben erlebt, dass sie in den 10
                    darauffolgenden Jahren bis auf kleine Gruppen ins
                        nationalistisch-<sic>faszistische</sic> Lager herübergezogen<pb n="2"/>
                    wurde. Und diese Gefahr besteht heute infolge der Ost-West-Spannung mindestens
                    so wie damals. Wir wissen, dass aus der gleichen Ursache viele wichtige
                    Positionen wieder von Leuten besetzt sind, deren historische Schuld es ist, dass
                    sie die Nazis zur Macht brachten; und wir wissen, dass dafür die Deutschen
                    keineswegs allein verantwortlich sind, was die Sache nur noch tragischer macht.
                    Wir wissen, dass es in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> heute Persönlichkeiten von höchster sittlich-religiöser
                    Reife gibt – aber es gab sie auch zwischen den Kriegen, und sie sind zertreten
                    worden. Wir hören mehr und mehr von neuen geistigen Ansätzen oder
                    ausgezeichneter Fortführung alter Ansätze. Aber was für eine überwältigende
                    Fülle gab es in der Zeit der Republik, und sie wurden zum Verdorren gebracht!
                    Sind die Chancen jetzt besser? Das ist unsere ständige Frage.</p>
                <p>Ich bin willens einer Einladung der Freien Universität <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs> zu folgen und nächsten
                    Sommer von Mitte Mai bis Ende August in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> zu sein, falls die äusseren Bedingungen es
                    erlauben. Ich habe Sehnsucht Euch alle wiederzusehen nach dem grossen, ersten
                    Wiedersehen vom vorigen Jahr.</p>
                <p><rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs> und den <rs ref="#tillich_person_id__570 #tillich_person_id__1927" type="person">Kindern</rs> geht es gut. Die Frankfurter Hefte haben einige deutsche
                    Gedichte von <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>
                    angenommen. <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs>
                    studiert <q>Dramatics</q> an Columbia University und will im Winter oder
                    Frühling ihren <q>Master of Arts</q> machen. Sie kann dann dramatische Lehrerin
                    an High Schools oder Colleges werden, Literatur des Dramas unterrichten und
                    Aufführungen leiten, auch selber spielen. <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">René</rs> fängt in diesen Tagen seine 4 Jahre High School in
                        <rs ref="#tillich_place_id__1614" type="place">Exeter</rs>, <rs ref="#tillich_place_id__1825" type="place">New Hampshire</rs> an. Es ist ein
                    grosses Privileg, dass er dort eine teilweise Freistelle bekommen hat. <rs ref="#tillich_place_id__1614" type="place">Exeter</rs> ist eine der
                    berühmtesten Boarding-Schools im Lande; aber die Lats für uns ist nicht klein
                    und der Abschied von ihm war nicht leicht.</p>
                <p>Es werden jetzt verschiedene meiner englischen Arbeiten ins Deutsche übersetzt.
                    Leider bin ich in dieser Beziehung <hi rend="underline">nicht sehr
                        hilfreich</hi>. Abgesehen von dem Zeitmangel wird es mir schwer, mich auf
                    meine alten Sachen zu konzentrieren. Selbst wenn ich sie nicht schlecht finde,
                    sind sie für mich wie ein Fremdkörper, ein Ding für sich selbst, nicht mehr ein
                    Teil meines Lebens. Zu <rs ref="#tillich_person_id__1562" type="person">August
                        Rathmann</rs>, dem Verwalter dieser Dinge und den andern, die dafür
                    interessiert sind oder daran mitarbeiten kann ich nur sagen: <q>Habt Geduld mit
                        mir, ich will Euch alles bezahlen.</q> Und um viel Geduld muss ich Euch alle
                    bitten. Es ist schwer, zwischen zwei Welten zu leben <q>Auf der Grenze</q> wie
                    ich meine Autobiographie überschrieben habe.<note type="ea">Vgl. <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul Tillich</rs>: <q><rs ref="#tillich__AN8UJ3SQ" type="work">On the Boundary: An
                                Autobiographical Sketch</rs></q> (1936).</note></p>
                <closer>
                    <salute>In der Hoffnung auf Wiedersehen,</salute>
                    <signed>Euer <hi rend="hand">Paul</hi><lb/>
                        <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul Tillich</rs>
                    </signed>
                </closer>
                <postscript>
                    <p><hi rend="hand">Liebste Anneliese! Bald schreibe ich persönlich. Versuche
                            Drucksachen zu senden, musslungen. Bitte schreib einmal!</hi></p>
                </postscript>
            </div>
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    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1957">
                  <persName>Truman, Harry S.</persName>
                  <birth>
                     <date>1884-05-08</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Lamar, Mo.</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1972-12-26</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Kansas City, Mo.</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118624210</idno>
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               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
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                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
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                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
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                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
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                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
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                     <date>2016-03-26</date>
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                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1562">
                  <persName>Rathmann, August</persName>
                  <birth>
                     <date>1895-01-03</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1995-01-05</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Mönkeberg</placeName>
                     </settlement>
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                  <occupation>Sozialistischer Politiker</occupation>
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                  <note type="bio">
                     <p>August Rathmann (3. Januar 1895 – 5. Januar 1995) war ein Jugendfunktionär, Autor und Politiker aus Deutschland. Nach einer Tischlerlehre und dem Ersten Weltkrieg engagierte er sich in der sozialdemokratischen Arbeiterjugend und im Hofgeismarer Kreis und studierte ab 1926 Rechts-, Volks- und Sozialwissenschaften. Gemeinsam mit dem Theologen Paul Tillich gab er ab 1931 die Neuen Blätter für den Sozialismus heraus und suchte die national gesinnten Sozialisten mit den religiösen Sozialisten um Tillich zu verbinden. Später edierte er auch ein Werk Tillichs. Nach 1945 war er in der Sozialarbeit von Wirtschaftsverbänden tätig und blieb der SPD verbunden.</p>
                  </note>
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                  <placeName>Deutschland</placeName>
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               </listPlace><listBibl><biblStruct type="bookSection" xml:id="tillich__AN8UJ3SQ" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/AN8UJ3SQ" n="Tillich, On the Boundary. An Autobiographical Sketch, 1936">
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            <title level="a">On the Boundary. An Autobiographical Sketch</title>
            <author>
              <forename>Paul</forename>
              <surname>Tillich</surname>
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            <title level="m">The Interpretation of History</title>
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              <pubPlace>New York/London</pubPlace>
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              <publisher>Scribner</publisher>
              <date>1936</date>
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