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            <title>Brief von Eva Steyer an Hannha Tillich und Paul Tillich vom 25. April 1949</title>
            <author ref="#tillich_person_id__5190">Eva Steyer</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
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               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 190(5)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
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         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__5190">Eva Steyer</persName>
               <date when="1949-04-25">25.04.1949</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1923">Hannah Tillich</persName>
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1923_tillich_person_id__5190">Korrespondenz mit Eva Steyer und Hannah Tillich</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11289.xml">Brief von Anita Orientar an Paul Tillich vom 20. März 1949</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11292.xml">Brief von Paul Tillich an To Whom It May Concern vom 25. April 1949</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1949-04-25"/></creation></profileDesc>
      <revisionDesc status="approved">
         <change who="MI" when="2026-05-21">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
      <body>
         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline>Hacienda <q>La Delicia</q> <date when="1949-04-25">25. IV. 49.</date></dateline>
               <salute>Liebste <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>! Lieber  <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Vetter Paul</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Wie geht's Euch und Euren Kindern? Ist schon so lange her, dass wir Nachricht
               von Euch hatten –</p>
            <p>Wir sind gesund und leben noch immer im Urwald. Wenn die Regenzeit vorbei ist (Juni) 
            werden wir weiter nach unten in die Costa ziehen, wo wir eine Cacao- und Bananen-Hacienda
            bewirtschaften wollen. Das wird ein Umzug mit Pferden, mulas und Rindvieh (ganz biblisch),
            dazu 20 Maultierlasten Möbel und Zeug; mich werden 4 Indianer auf einer sehr unsanften
            Sänfte herunter tragen, weil ich augenblicklich nicht reiten kann. Ich freu'
            mich schon sehr darauf, denn die neue Hacienda liegt an einem Fluss, auf dem man in 
            einem Tag bis zur Hafenstadt <rs ref="#tillich_place_id__1543" type="place">Guayaquil</rs>
            fahren kann. Nach dem 6. Urwald-Winter (ich habe, ausser der Familie, in all'den
            Jahren keinen Weissen gesehen!) ist das ein Ereignis –</p>
            <p>Sonst geht's uns gut. Ich habe schon sehr niedliche Enkelchen, und erwarte in 
            Zukunft –  si Dios quiere – mehr, da <rs ref="#tillich_person_id__5189" type="person">Florian</rs> sich mit einer jungen 
            Deutschen verheiraten will, die jetzt bald, zusammen mit meiner Schwester <rs ref="#tillich_person_id__5188" type="person">Ilse</rs>,
            zu uns kommen wird.</p>
            <p>Deinen Vortrag damals, <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul</rs>,
               haben wir aus <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs> geschickt
               bekommen (leider ein fürchterliches Stenogram.) Es hätte wenig Sinn, Dir <pb n="2"/>
               von dem Eindruck zu erzählen, den er uns gemacht hat, weil Dir gewiss tausend Leute
               Gleiches sagen. Für uns war er heimatlich, verwandt. Besser für uns als Alles, was
               wir sonst aus allen Teilen der Welt von Freunden geschickt bekamen.</p>
            <p>Wir denken so oft und liebevoll an Euch. Sind viel <q>getreulicher</q> als Ihr.
               Schreibt doch mal!</p>
            <closer>
               <salute>Euch grüsst von Herzen</salute>
               <signed>Eure <rs ref="#tillich_person_id__5190" type="person">Eva Dürselen</rs>, <lb/><unclear>Bare Eua.</unclear></signed>
            </closer>
            <postscript><p>P.S. Hätte nicht Einer Deiner Studenten Lust, eine Korrespondenz
          mit <rs ref="#tillich_person_id__5189" type="person">Florian</rs> (25 Jahre) anzufangen, <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul</rs>?
          Vielleicht wär' es für ihn so merkwürdig, aus <rs ref="#tillich_place_id__1612" type="place">Ecuador</rs>
          zu hören, wie für <rs ref="#tillich_person_id__5189" type="person">Florian</rs> aus <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New-York</rs>?</p></postscript>
         </div>
      </body>
   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__5189">
                  <persName>?, Florian</persName>
                  <birth>
                     <date>1923/24</date>
                  </birth>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5188">
                  <persName>Dürselen, Ilse</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5190">
                  <persName>Steyer, Eva Wilhelmine Elisabeth Mathilde</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__1543">
                  <placeName>Guayaquil</placeName>
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                  <placeName>Ecuador</placeName>
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