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         <titleStmt>
            <title>Brief von Kurt Leese an Paul Tillich vom 18. Janur 1949</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1154">Kurt Leese</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno><!-- Mähl, Hans-Joachim, Privatbesitz --></idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
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            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1154">Kurt Leese</persName>
               <date when="1949-01-18">18.01.1949</date>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1154">Korrespondenz mit Kurt Leese</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1154" target="L11266.xml">Rundbrief von Paul Tillich mit Zusatz an Kurt Leesevon Dezember 1948</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11279.xml">Brief von John Arthur Jacker an Paul Tillich vom 18. Januar 1949</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11544.xml">Brief von Paul Tillich an Harald Poelchauvom 29. Januar 1949</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1949-01-18"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2026-05-10">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
      <body>
         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><date when="1949-01-18">18. Januar 1949.</date><lb/>
                  <rs ref="#tillich_person_id__1154" type="person">Prof. Dr. Kurt Leese</rs><lb/>
                  <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herrn Prof. D. Dr. Paul T i l l i
                     c h</rs>,<lb/><lb/> 99 Claremont Avenue,<lb/><lb/>
               <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place"><hi rend="underline">N e w Y o r k -
                        City</hi>, N.Y./U.S.A.</rs>
               </dateline>
               <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Ich erhielt vor 3 Tagen die beiden Briefdurchschläge betr. <rs ref="#tillich_person_id__1392" type="person">Niemöller</rs>. Ich danke Dir
               herzlich für die Übersendung dieser interessanten Dokumente. Da erkennst Du die
               bodenlose Naivität bezw. Ignoranz dieses <q>Kirchenpräsidenten</q>. Ich finde Deine
               Antwort sehr gut, möchte Dir aber doch 2 Punkte zu bedenken geben. Meine Lehrer waren
               wohl am ehesten <rs ref="#tillich_person_id__1954" type="person">Ernst
               Troeltsch</rs>, <rs ref="#tillich_person_id__1757" type="person">Albert
                  Schweitzer</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__1438" type="person">Rudolf
                  Otto</rs>, wie wohl ich nur <rs ref="#tillich_person_id__1757" type="person">Schweitzer</rs> persönlich gekannt und gehört habe. Im übrigen war ich weitgehend
               Autodidakt. Meine Abkünftigkeiten waren (wie bei Dir) die autonome Geisteshaltung der
               idealistischen Philosophie und das Urchristentum bezw. die Reformation. Von hier aus
               konnten Du und ich zueinanderfinden, ja, konvergieren. Daß ich von Dir sehr wichtige
               Anregungen und fruchtbare Anstöße empfangen habe, daraus habe ich, wie Du weißt, nie
               einen Hehl gemacht und Dir zuletzt das große Tillich-Kapitel in meinem Buch: <q><rs ref="#tillich_work_id__745" type="work">Die Religion des protestantischen
                     Menschen</rs></q> gewidmet. Daß ich aber in selbstständiger Entwicklung diese
               Anregungen aufgenommen und verarbeitet habe, das ist ebenso sicher. Deine Wege in den
                  <q>Religiösen Sozialismus</q> hinein bin ich nicht mitgegangen. Deine
                  <q>Christologie</q> ist mir immer fragwürdig gewesen, und das Problem der
                  <q>Naturfrömmigkeit</q> habe ich sowohl nach der phänomenologischen wie nach der
               systematischen Seite hin neu zu erschließen vermeint. Allein, es liegt mir nicht
               daran, mit Dir zu rechten zwischen Dein und Mein. Ich möchte Dich nur ernstlich und
               dringend bitten, hüben und drüben nicht davon zu sprechen (wie in Deinem <rs ref="#L11276" type="letter">Brief</rs> an <rs ref="#tillich_person_id__1392" type="person">Niemöller</rs>), daß ich, zumal wir gleichaltrig sind, Dein
                  <q>Schüler</q> sei, sondern eher und sachgemäßer von der <q>geistigen
                  Freundschaft</q>, die uns verbindet.</p>
            <p><hi rend="underline">Zum</hi>
               <pb n="2"/>Zum 2. Punkt: Du betonst in Deinem Brief an <rs ref="#tillich_person_id__1392" type="person">Niemöller</rs>, daß <q>Freies
                  Christentum</q> ein gräßlicher Name ist. Auch ich finde den Namen nicht gut,
               ebensowenig wie die Bezeichnung <q>Neuprotestantismus</q>. Ich selber spreche lieber
               von <q>undogmatischem Christentum,</q> von <q>freiem Protestantismus</q> oder von
                  <q>gläubiger Freiheit</q>.</p>
            <p>Der Name <q>Neu-Orthodoxie</q> und <q>Bekennende Kirche</q> oder ähnliche Wendungen
               sind für meinen Geschmack nicht weniger gräßlich als der von Dir getadelte. Solange
               Du aber (oder <rs ref="#tillich_person_id__1392" type="person">Niemöller</rs>) keinen
               besseren Namen hast, solltest Du nicht das <q>freie Christentum</q> als
                  <q>gräßlich</q> deklarieren. Das muß in einem Brief an <rs ref="#tillich_person_id__1392" type="person">Niemöller</rs> herabsetzend wirken.
               Dies nur zur Erwägung. -<lb/>+++</p>
            <p>Ich sandte gegen Jahresende einen Artikel an die Schweiz<supplied>er</supplied><q>Theologische Rundschau</q>, die in 
            <rs ref="#tillich_place_id__55" type="place">Bern</rs> erscheint, unter dem Titel <q>Zur religiösen Lage der Gegenwart.
            Ironie und Satire aus <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs></q>. Er soll Ende Februar/Anfang
            März herauskommen. Aber er ist furchtbar in Anklage, Enthüllung und offenenem Hohn. Ich rechne damit, daß Du ihn nicht
            billigst; aber das Maß war zu voll, als daß ich länger hätte an mich halten können. Da die theologischen
            Dunkel- und Kirch<supplied>en</supplied>männer an mich nicht heran können (als Philosoph in der 
            Philosophischen Fakultät), so wollte ich allen denen beispringen, die sich noch einen kleinen oder winzigen Rest
            gläubiger Freiheit bewahrt haben.</p>
            <p><rs ref="#tillich_person_id__2616" type="person">Theodor Litt</rs> aus <rs ref="#tillich_place_id__68" type="place">Bonn</rs> war anläßlich einer
               Goethe-Feier 2 Tage in <rs ref="#tillich_place_id__198" type="person">Hamburg</rs>
               und besuchte mich 3 Stunden zum Kaffee. Er erzählte mir von ganz niederschmetternden
               und grotesken Erfahrungen, die er <unclear>in</unclear> Vorträgen mit jungen
               Theologen gemacht habe, mit solchen, die nur noch <q>die Befehle Gottes
                  entgegennehmen</q> und was dergleichen Absurditäten mehr sind. –</p>
            <p>Der in <rs ref="#tillich_place_id__68" type="place">Bonn</rs> tagende parlamentarische Rat hat beschlossen, zu empfehlen,
               daß der Religionsunterricht in den Schulen nicht nur nach den Grundsätzen der Kirche erteilt werde<del rend="s">n</del>, sondern
               auch von den Organen der Kirche beaufsichtigt werden müsse. Die Lehrerschaft aller 3 Westzonen ist darüber in größter Aufregung,
               daß sie unter Kuratel der Kirche gestellt werden soll, und es scheint zu einem <q>Kulturkampf</q> zu kommen.
            </p>
            <p><hi rend="underline">Na,</hi><pb n="3"/>Na, kurz und gut, es ist wenig Erfreuliches zu berichten.</p>
            <p>In der Hamburger Lehrerzeitung wird voraussichtlich mein Schweizer Artikel nach Erscheinen abgedruckt werden.</p><closer>
               <salute>Laß Dir noch einmal danken für die Übersendung der so wichtigen Schreiben und
                  sei herzlichst gegrüßt<lb/> von Deinem</salute>
               <signed><rs ref="#tillich_person_id__1154" type="person"><hi rend="hand">Kurt</hi></rs></signed> </closer>
         </div>
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   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1954">
                  <persName>Troeltsch, Ernst</persName>
                  <birth>
                     <date>1865-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Haunstetten</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1923-02-01</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__37">Berlin</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118624024</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Ernst Peter Wilhelm Troeltsch (17. Februar 1865 – 1. Februar 1923) war ein deutscher Gelehrter mit Schwerpunkten in Theologie, Religionsgeschichte und Kulturtheorie. Nach akademischer Ausbildung an mehreren deutschen Hochschulen erhielt er ab 1894 Lehrstühle zuerst in Heidelberg und dann in Berlin. Seine Forschungen behandelten das Christentum als historisches Phänomen unter anderen Glaubensgemeinschaften und forderten eine vergleichende wissenschaftliche Annäherung daran. Er verband religiöse Untersuchungen mit soziologischem und philosophischem Denken, um auf die Fragen der modernen Gegenwart zu antworten. In Berlin trat er auch als Redner auf zu Fragen der europäischen Neugründung nach 1918 und unterstützte das demokratische System. Sein umfangreiches Werk prägte die Religionswissenschaft und Kulturphilosophie seiner Epoche.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2616">
                  <persName>Litt, Theodor</persName>
                  <birth>
                     <date>1880-12-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__130">Düsseldorf</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1962-07-16</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__68">Bonn</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Kulturphilosoph und Sozialphilosoph</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118573543</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Er studierte Philosophie an der Universität Bonn. Von 1920 bis 1937 war er an der Universität Leipzig tätig. Er wirkte u. a. als Rektor von 1931 bis 1932.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1438">
                  <persName>Otto, Rudolf</persName>
                  <birth>
                     <date>1869-09-25</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Peine</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1937-03-07</date>
                  </death>
                  <occupation>Evangelischer Theologe, Religionswissenschaftler und Politiker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118590871</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Rudolf Otto (25. September 1869 – 6. März 1937) war ein evangelischer Gelehrter für Theologie und Religionswissenschaft. Nach akademischer Ausbildung und Promotion arbeitete er an mehreren Universitäten – Göttingen, Breslau und ab 1917 Marburg. Er unternahm Forschungsreisen nach Nordafrika und Asien. Sein einflussreiches Werk von 1917 führte den Begriff des Numinosen als zentrale Kategorie religiöser Erfahrung ein. Otto verstand Religion als eigenständige geistige Kraft und suchte den Austausch mit östlichen mystischen Traditionen. Zudem engagierte er sich politisch in reformerischen Bewegungen. 1929 beendete er seine Lehrtätigkeit aus gesundheitlichen Gründen.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1392">
                  <persName>Niemöller, Martin</persName>
                  <occupation>Deutscher evangelischer Theologe</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1757">
                  <persName>Schweitzer, Albert</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Schweitzer, Albert (14.1.1875 Kaysersberg, Oberelsaß – 4.9.1965 Lambarene, Gabun) war Theologe, Philosoph, Musiker, Arzt und Friedensnobelpreisträger. Er studierte Theologie, Philosophie, Musik und später Medizin. 1913 gründete er in Lambarene ein Krankenhaus, das er trotz Internierung und vieler Rückschläge weiter ausbaute. Er wurde durch seine Orgelkunst und seine Bach-Forschung, vor allem aber durch sein karitatives Wirken bekannt. In der Theologie prägte er die konsequente Eschatologie, kulturphilosophisch entwickelte er die Ethik der »Ehrfurcht vor dem Leben«. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte er sich gegen Atomrüstung und für den Frieden. 1953 erhielt er den Friedensnobelpreis.</p>
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                  <persName>Leese, Kurt</persName>
                  <occupation>Deutscher Religionsphilosoph</occupation>
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                  <note type="bio">
                     <p>Kurt Leese (6. Juli 1887 – 6. Januar 1965) war ein deutscher Pastor und Religionsphilosoph. Er studierte Theologie und Philosophie in mehreren deutschen Universitäten, wurde 1912 promoviert und wirkte zunächst als Pastor, zuletzt in Hamburg. Neben seiner kirchlichen Tätigkeit habilitierte er sich 1928 und lehrte als Privatdozent in Hamburg. 1932 trat er aus inneren Glaubenskonflikten aus dem Pfarramt zurück, blieb jedoch wissenschaftlich tätig. Nach zwischenzeitlicher Einschränkung seiner Lehrtätigkeit während der NS-Zeit wirkte er nach 1945 wieder als Hochschullehrer und beschäftigte sich vor allem mit Religionsphilosophie und Idealismus.</p>
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               </listPlace><list xml:id="mentioned_letters"><head>erwähnte Briefe</head><item xml:id="L11276">Brief von Paul Tillich an Martin Niemöller vom 10. Januar 1949</item></list></back></text>
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