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                <title>Rundbrief von Paul Tillich mit Zusatz an Nina Baringvon Dezember 1948</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
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                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
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                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
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                    </address>
                </publisher>
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                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
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            </publicationStmt>
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                <msDesc type="manuscript">
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                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/122 (57)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich; Zusatz und Unterschrift eigenhändig</p>
                    </physDesc>
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                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
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            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
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                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <date notBefore="1948-12-24" notAfter="1948-12-31">12.1948</date>
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                    <persName ref="#tillich_person_id__133">Nina Baring</persName>
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            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__133">Korrespondenz mit Nina Baring</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__133" target="L11129.xml">Rundbrief von Paul Tillich vom 19. April 1948</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__133" target="L11284.xml">Brief von Paul Tillich an Rundbrief (Nina Baring) vom März 1949</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11271.xml">Brief von Lloyd C. Wicke an Paul Tillich vom 16. Dezember 1948</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11264.xml">Rundbrief von Paul Tillich und Maria von Wedemeyer mit Zusatz an Karl Bernhard Rittervon Dezember 1948</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
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        <creation><date type="sort" when="1948-12-24"/></creation></profileDesc>
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            <change when="2026-06-17" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    <text type="letter">
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                <opener><dateline><date when="1948-12">Dezember 1948</date></dateline><salute><hi rend="hand">Liebe <rs ref="#tillich_person_id__133" type="person">Nina</rs>!</hi></salute>
                </opener>
                <p>Nun bin ich schon mehr als 2 Monate von <rs ref="#tillich_place_id__736" type="place">Europa</rs> und mehr als 3 Monate <add><hi rend="hand">von <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs></hi></add> fort; die ungeheuren Eindrücke der Reise haben
                    sich gelagert, und aus dem <q>Satz</q> habe ich eine Reihe von Berichten
                    gemacht, mündlich und schriftlich. Die 8 Tage auf dem Schiff gaben Gelegenheit,
                    mein Tagebuch zu studieren und das Bild zu zeichnen, das den verschiedenen
                    Ausführungen zu Grunde liegt. Es ist ein Bild, das überall sehr starken Eindruck
                    gemacht hat, nicht weil es einen genaueren Bericht gab als die amerikanischen
                    Reporter – das ist schlechthin unmöglich – sondern weil es aus menschlichen
                    Schichten sprach, in die nur jemand eindringen kann, der einst in ihnen zu Hase
                    war. Ich habe mich dabei vor allem auf das Psychologische und Theologische
                    konzentriert. Den psychischen Zustand der Deutschen habe ich als das
                    beschrieben, was man im Frankfurter psychologischen Seminar zu meiner Zeit
                        <q>Katastrophen-Reaktion</q> nannte, den religiösen Zustand als das Drängen
                    nach einer <q>transcendenten Sicherheit</q> in einer Welt, in der jede Spur
                    diesseitiger Sicherheit verschwunden ist. Das wichtigste meiner Eindrücke
                    (soweit sie formulierbar sind) habe ich in einem Artikel: <q><rs type="work" ref="#tillich__AB6TMN6G">Visit to Germany</rs></q> (in <q>Christianity
                        and Crisis</q>, <date when="1948-11-15">November 15th</date>) veröffentlicht
                    und werde denen, die englisch lesen können, eine Kopie zugänglich machen. Ich
                    hoffe, dass ich eine deutsche Übersetzung an alle übrigen schicken kann. Darum
                    will ich jetzt nichts weiter über diesen Punkt schreiben.</p>
                <p>Dafür liegt mir daran, einiges über die hiesige Lage zu berichten, erst über die
                    persönliche, dann über die allgemeine.</p>
                <p>Persönlich hat mir die Reise nach <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> eine Last aufgeladen, die mir zu tragen schwer ist. (Und
                    ich spreche damit aus, was die meisten meiner Freunde, die jetzt in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> waren,
                        erleben.<supplied>)</supplied> Diejenigen unter uns, die hier ein Lebenswerk
                    gefunden haben, arbeiten durchweg über ihre Kräfte. Entscheidend dafür sind die
                    zahllosen Aktivitäten, die neben dem Hauptberuf gefordert werden und denen man
                    sich aus vielerlei Gründen nicht entziehen kann. Dazu kommt als Verschärfung das
                    Leben in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs>, der Brücke
                    der Welt, und eine Welt für sich selbst, und mein Leben in <q>Union Theological
                        Seminary</q>, der Brücke der Weltkirchen, und eine Kirche für sich selbst.
                    Und nun hat die <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs>-Reise und das Versprechen, das wir dort gegeben haben, eine
                    Brücke von und nach <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> zu sein, eine neue, ganz grosse Verantwortung auf uns
                    gelegt. Es ist leicht zu sagen <q><foreign xml:lang="lat"><choice>
                                <abbr>Ultra posse nemo obligarur</abbr>
                                <expan>Über sein Können hinaus ist niemand verpflichtet.</expan>
                            </choice></foreign>;</q> aber wo sind die Grenzen des <q><foreign xml:lang="lat"><choice>
                                <abbr>posse</abbr>
                                <expan>Können</expan>
                            </choice></foreign></q>? Und so bleibt, was immer man tut, der Druck
                    eines unaufhörlichen Schuldgefühls – Schuld in dem ganz konkreten Sinn von
                    unbezahlten Schulden, persönlichen in Briefen, geistigen in Artikeln und
                    Büchern, ökonomischen in Paketen, beruflichen in Zusammenarbeit mit deutschen
                    Projekten, religiösen in innerem Mittragen dessen was dort geschieht. – Einige
                    Bemerkungen zu diesen Punkten: Es war eine der grossen Erfahrungen meiner Reise,
                    dass die 15 Jahre oder länger unterbrochenen Beziehungen im Augenblick des
                    Wiedersehens da waren als ob nichts geschehen wäre. So würde es auch jetzt sein,
                    wenn immer ich zurückkäme. Briefwechsel ist eine Freude und einer der Reichtümer
                    des Lebens. Aber sein Ausfall bedeutet keineswegs die Zerstörung einer
                    wirklichen Gemeinschaft. Darum bitte ich: Schenkt mir den Reichtum und die
                        Freude<pb n="2"/> Eurer Briefe, soweit es Euch <del rend="s">nützlich</del>
                    <add place="superlinear"><hi rend="hand">möglich</hi></add> ist und Freude macht
                    und hört nicht auf, wenn die Antworten selten und kurz sind! Jedes Wort, das
                    über den Ozean kommt, ist ein Teilchen in einer Brücke und hat auf den Stand der
                    Welt Einfluss, auch wenn es allerpersönlichst ist. Ich habe das vielfach
                    erfahren. – Über das Ökonomische habe ich schon früher einmal geschrieben.<note type="ea">Vgl. </note> Inflation und Steuer treffen die Schicht der
                    Festbezahlten weitaus am meisten. Für einen Anzug, den ich in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> liess, habe ich
                    trotz dringenden Bedürfnissen noch keinen Ersatz kaufen können. Pakete können
                    nur von Nebeneinnahmen bezahlt werden, deren Erwerb die kurze Zeit nimmt, die
                    von der Hauptarbeit übrig bleibt. So verhindert das Abtragen der Geld-Schuld das
                    Abtragen der Brief-Schuld. Das sind nur Beispiele, die ich fortsetzen könnte. –
                    Aber trotz dieser Last untragbarer Schulden gibt es seit Jahrzehnten kein
                    Ereignis in meinem Leben, das mich so gelöst, erfüllt, dankbar gemacht hätte wie
                    die Reise nach <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs>
                    und jeder einzelne Moment darin, sachlich und menschlich.</p>
                <p>Über die hiesige Lage möchte ich nur Folgendes sagen: Der Ausfall der Wahlen hat
                    auf das ganze Volk einen ungeheuren Eindruck gemacht. Diejenigen unter uns, die
                    von <rs ref="#tillich_place_id__736" type="place">Europa</rs> kommen, wissen nur
                        <hi rend="u">ein</hi> Beispiel gleicher Bedeutsamkeit, die englischen Wahlen
                    von 1945. In beiden Fällen wurde das völlig Unerwartete Ereignis: Der politische
                    Instinkt der angelsächsischen Volker hat der Nachkriegspropaganda in <rs ref="#tillich_place_id__503" type="place">England</rs>, der
                    Anti-Roosevelt-Propaganda in <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">Amerika</rs> widerstanden. Trotz der Haltung der gesamten Presse, des
                    Radios, der Zeitschriften, der Statistiker und wissenschaftlichen Wahrsager hat
                    das amerikanische Volk sich für das Erbe von <rs ref="#tillich_person_id__1640" type="person">Roosevelt</rs> und gegen die Reaktion entschieden. Wir
                    dachten: Hätte das deutsche Volk in den entscheidenden Jahren nur <hi rend="u">eine</hi> solche Wahl zu Stande gebracht, wie anders sähen die Welt und <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> jetzt aus!</p>
                <p>Eindrucksvoll war auch der Wechsel der theologischen Atmosphäre. Die ungeheure
                    Gespanntheit und Geladenheit des deutschen religiösen Lebens und Denkens war
                    verschwunden. Die Idee, dass man aus Gründen radikal historischer Kritik oder
                    philosophischer Methoden einem Ketzerprozess ausgesetzt ist, übersteigt noch die
                    Einbildungskraft der grossen Mehrheit aller amerikanischen Theologen. Dabei ist
                    in der jüngeren Generation der Einfluss der <q>kontinentalen Theologie</q>
                    (Neo-Orthodoxy genannt) sehr zu spüren. Man ist pessimistischer über Mensch und
                    Geschichte, biblischer und positiver gegenüber der christlichen Tradition, als
                    noch vor 10 Jahren, aber man ist weit davon entfernt, den Wert und die Wahrheit
                    der historischen Arbeit und des philosophischen Denkens innerhalb der Theologie
                    zu unterschätzen. Man ist zu universal, zu tolerant, zu wissenschaftlich sauber
                    dazu! Und man fühlt es als eine tragische Ironie, dass man diese methodische
                    Sauberkeit gerade von der deutschen Theologie gelernt hat, die heute ihre eigene
                    Blütezeit als Periode des <q>Neuprotestantismus</q> verdammt.</p>
                <p>Unübertroffen erscheint mir dagegen die Erfahrungstiefe, die ich in einzelnen
                    Deutschen gefunden habe, und die nur durch siegreiches Überstehen eines
                    Übermaszes an Leiden erreicht wird. Im Vergleich damit erscheint vieles hier
                    flach und vorläufig. Aber es wäre ein grosses Missverständnis, wenn man glaubt,
                    damit <q>den</q> Amerikaner (wie ich diesen singular hasse!) charakterisiert zu
                    haben.</p>
                <p>Meine Gedanken überfliegen ständig den Ozean und suchen Euch. Oft erscheint mir
                    dieser oder jener so bildhaft nah, dass die Entfernung unglaubhaft wird.
                    Jedenfalls ist es mir unmöglich, nicht ans Wiedersehen zu glauben!<pb n="3"/></p>
                <p><hi rend="hand">Dies ist ein Neujahrsgruss aus den Weihnachtstagen, den ersten,
                        wo ich mir etwas Zeit nehmen konnte, zu schreiben. Dank für Deinen letzten
                        Brief. Ich denke viel an Dich und hoffe, dass die Unruhe, die ich gebracht
                        habe, <del rend="s">¿¿¿</del> in Euch überwunden ist – in mir ist sie es
                        nicht, im <unclear>einzelnen</unclear> nicht und im Ganzen nicht!</hi></p>
                <closer><salute><hi rend="hand">Einen sehr sehr herzlichen
                        Neujahrsgruss!</hi></salute><signed><hi rend="hand">Dein <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs></hi></signed></closer>
            </div>
        </body>
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                  <placeName>Europa</placeName>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__133">
                  <persName>Baring, Nina</persName>
                  <occupation>Dozentin, Lehrerin, Fürsorgerin</occupation>
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                  <note type="bio">
                     <p>Nina Baring (1899–1972) war eine deutsche Übersetzerin, Dozentin und Fürsorgerin. Sie studierte Philosophie und hörte dabei unter anderem Heidegger sowie, in Dresden, Paul Tillich. Beruflich war sie in der Fürsorge tätig und unterrichtete an mehreren Volkshochschulen. 1936 erschien ihre Arbeit über Wilhelm Diltheys Geschichtsphilosophie. In den 1930er Jahren trat sie zum Katholizismus über; zu ihren Kontakten zählte Edith Stein. Nach dem Zweiten Weltkrieg übertrug sie zeitweilig englischsprachige Schriften Tillichs ins Deutsche.</p>
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               <person xml:id="tillich_person_id__1640">
                  <persName>Roosevelt, Franklin D.</persName>
                  <occupation>Amerikanischer Politiker</occupation>
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               </person>
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                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
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                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
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                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listBibl><biblStruct type="journalArticle" xml:id="tillich__AB6TMN6G" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/AB6TMN6G" n="Tillich, Visit to Germany, 1948">
          <analytic>
            <title level="a">Visit to Germany</title>
            <author>
              <forename>Paul</forename>
              <surname>Tillich</surname>
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          <monogr>
            <title level="j">Christianity and Crisis</title>
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              <pubPlace>New York</pubPlace>
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              <date>1948</date>
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          </monogr>
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