<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="L11249.xml" xml:base="https://tillich-briefe.acdh.oeaw.ac.at" prev="L11248.xml" next="L11252.xml">
    <teiHeader>
        <fileDesc>
            <titleStmt>
                <title>Brief von Carl August Mennicke an Paul Tillichvom 19. Oktober 1948</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1307">Carl August Mennicke</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
                    <address>
                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
                        <postCode>1010</postCode>
                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886–1965. Papers, 1894–1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/166 (6)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich; Unterschrift eigenhändig; Briefkopf:
                                <q>PROF. DR. C. A. MENNICKE, AMERSFOORT, Doodenweg B 20, Telefoon
                                5020 – Postgiro 430207</q></p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <encodingDesc>
            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
        <profileDesc>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1307">Carl August Mennicke</persName>
                    <!-- <placeName ref="#tillich_place_id__11">Amersfoort</placeName> -->
                    <date when="1948-10-19">19.10.1948</date>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1307">Korrespondenz mit Carl August Mennicke</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1307" target="L11201.xml">Brief von Carl August Mennicke an Paul Tillich vom 29. Juli 1948</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11248.xml">Brief von Emanuel Hirsch an Paul Tillichvom 16. Oktober 1948</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11252.xml">Brief von John Arthur Jacker an Paul Tillich vom 20. Oktober 1948</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1948-10-19"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2026-06-13" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text type="letter">
        <body>
            <div type="writingSession">
                <pb n="1"/>
                <opener><dateline>Den <date when="1948-10-19">19. Oktober
                        1948.</date></dateline><salute>Mein lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>,</salute>
                </opener>
                <p>Du hast mir versprochen den hier eingeschlossenen Brief an <rs ref="#tillich_person_id__1253" type="person">Thomas Mann</rs> mit der
                    richtigen Adresse zu versehen und sofort weiter zu schicken. Da ich noch Kredit
                    bei Dir habe nehme ich mit gutem Gewissen auch Deine Portokasse in Anspruch.</p>
                <p>Vor einigen Tagen bin ich bei einem mir bekannten Internisten gewesen um mich
                    einmal gründlich untersuchen zu lassen. Er war im Allgemeinen doch ganz
                    zufrieden, hat aber feststellen müssen, daß ich immer noch blutarm bin. Bis zu
                    welchem Grade will er mir nach genauer Verarbeitung der Untersuchungsergebnisse
                    noch berichten, und ich denke mir, daß er mir dann auch Heilungsvorschriften
                    machen wird. Auch er meinte übrigens, daß eine längere Reise in die Berge die
                    beste Kur wäre.</p>
                <closer><salute>Mit sehr herzlichen Grüßen und freundlichem Dank für den Beweis der
                        erbetenen Gefälligkeit,</salute><signed>Dein<lb/><hi rend="hand"><rs ref="#tillich_person_id__1307" type="person">Carolus</rs></hi></signed></closer>
            </div>
        </body>
    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1253">
                  <persName>Mann, Thomas</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1307">
                  <persName>Mennicke, Carl August</persName>
                  <occupation>Deutscher Sozialpädagoge</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119264250</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>August Carl Mennicke (5. September 1887 – 15. November 1959) war ein bedeutender deutscher Sozialpädagoge und Vertreter des religiösen Sozialismus. Nach seinem theologischen Studium wirkte er ab 1917 als Geistlicher im Ruhrgebiet, wo er die Arbeiterbedingungen unmittelbar kennenlerte. Er gehörte dem Kreis um Paul Tillich an und publizierte in einschlägigen Zeitschriften. 1923 etablierte er an der Berliner Hochschule für Politik eine Ausbildungsstätte für männliche Fachkräfte in der Wohlfahrtspflege – eine Neuerung in diesem bis dahin weiblich dominierten Feld. 1930 übernahm er die Leitung des Frankfurter Instituts für Berufspädagogik und lehrte gleichzeitig an der dortigen Universität. Aufgrund seiner Nähe zum Tillich-Kreis wurde er 1933 aus dem Dienst entlassen; sein Buch wurde verbrannt. Er flüchtete 1934 in die Niederlande und dirigierte dort ein philosophisches Schulungszentrum. Nach Verhaftung und Gefängnisaufenthalt während des Krieges arbeitete er als Fabrikarbeiter. Ab 1945 kehrte er nach Frankfurt zurück und lehrte dort bis 1952. Kurz vor seinem Tod erhielt er Auszeichnungen der Bundesrepublik.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson></back></text>
</TEI>