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         <titleStmt>
            <title>Brief von Paul Tillich an Karola Bloch vom 5. Oktober 1948</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
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                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 125(24)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, maschinenschriftlich mit handschriflichen Einfügungen</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
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         </sourceDesc>
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      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
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         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__4932">Karola Bloch</persName>
               <date when="1948-10-05">05.10.1948</date>
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               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
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         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__4932">Korrespondenz mit Karola Bloch</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__4932" target="L11209.xml">Brief von Karola Bloch an Paul Tillich vom 7. August 1948</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11235.xml">Brief von Paul Tillich an Horace Friessvom 30. September 1948</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11238.xml">Brief von Paul Tillich an Emil Blum vom 5. Oktober 1948</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1948-10-05"/></creation></profileDesc>
      <revisionDesc status="approved">
         <change who="MI" when="2026-04-26">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
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            <opener><dateline><date when="1948-10-05">October 5, 1948</date></dateline>
               <salute>Liebe <rs ref="#tillich_person_id__4932" type="person">Carola</rs>:</salute>
            </opener>
            <p>Deinen <rs ref="#L11209" type="letter">Brief</rs> vom 7. August habe ich auf meiner
               Rueckreise von <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs>
               bekommen und bin erst jetzt im Stande, ihn zu beantworten. Das Couvert mit meiner A P
               O Adresse habe ich aus Gefaelligkeit jemand gegeben, der dann einen Brief an Euch
               hereinsteckte. Das erklaert das Fehlen eines Grusses. Im uebrigen habe ich
               verschiedentlich ueber Eure Berufung nach <rs ref="#tillich_place_id__260" type="place">Leipzig</rs> und <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs> gesprochen. Ich selbst war nicht in der russischen Zone, wohl aber in
                  <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs>. Mein Eindruck ist, dass
               es den Professoren in der Ostzone nicht schlecht geht, dass sie aber alle unter einem
               Druck stehen, der sich bei Vielen in dem Wunsch ausdrueckt, die Ostzone zu verlassen.
               Es ist vor allem die Unsicherheit bezueglich der akademischen Freiheit und des
               persoenlichen Schicksals fuer den Fall dass Konflikte entstehen sollten. Es ist
               weiter das Abgeschnittensein von der uebrigen Welt, vor allem auch der Literatur
               ausserhalb der Ostzone, die bedrueckend wirkt. Es gibt unter den Professoren der
               Ostzone starke seelische Konflikte zwischen dem Gefuehl, den dortigen Deutschen
               verpflichtet zu sein und dem Wunsch herauszukommen. Da <rs ref="#tillich_person_id__228" type="person">Ernst</rs> ideologisch dem Osten
               naeher steht als die meisten deutschen Professoren die dort leben, mag es fuer ihn
               guenstiger sein. Aber sicher ist das nicht. Ich fuehle mich darum nicht im Stande
               Euch einen definitiven Rat zu geben, neige aber bei den Schwierigkeiten die ihr in
                  <rs ref="#tillich_place_id__70" type="place">Boston</rs> habt dazu, Euch trotz
               aller Bedenken zuzureden. Falls einer von Euch nach <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs> kommen sollte, bin ich bereit viel zu erzaehlen. Ich
               war auch einen Nachmittag mit <rs ref="#tillich_person_id__1021" type="person">Kantorowitz</rs> zusammen, der Euch glaube ich gruessen laesst. Die ganze Reise
               war ueberaus anstrengend und ueberwaeltigend.</p>
            <closer>
               <salute>In alter Treue,</salute>
               <signed><rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs></signed>
            </closer>
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   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__228">
                  <persName>Bloch, Ernst</persName>
                  <occupation>Deutscher Philosoph</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1021">
                  <persName>Kantorowicz, Ernst</persName>
                  <occupation>Deutscher Historiker</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
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                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4932">
                  <persName>Bloch, Karola</persName>
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                     <date>1905-01-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Łódź</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1994-07-31</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__448">Tübingen</placeName>
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                  <occupation>Architektin und Jounalistin</occupation>
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