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         <titleStmt>
            <title>Brief von Paul Tillich an Kurt Leese vom 17. September 1948</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1154">Kurt Leese</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
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         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
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                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
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            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
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                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 160(?)</idno>
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               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
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         </sourceDesc>
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            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
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         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
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            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1154">Kurt Leese</persName>
               <date when="1948-09-17">17.09.1948</date>
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               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
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         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1154">Korrespondenz mit Kurt Leese</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1154" target="L11146.xml">Brief von Paul Tillich an Kurt Leese vom 5. Juni 1948</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1154" target="L11231.xml">Brief von Kurt Leese an Paul Tillich vom 29. September 1948</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11146.xml">Brief von Paul Tillich an Kurt Leese vom 5. Juni 1948</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11228.xml">Brief von Raymond Philip Morris an Paul Tillich vom 20. September 1948</ref></correspContext></correspDesc>
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            <language ident="deu">Deutsch</language>
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      <creation><date type="sort" when="1948-09-17"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2026-04-26">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><date when="1948-09-17">17. Septbr. 1948.</date></dateline>
               <salute>Mein lieber <rs ref="#tillich_person_id__1154" type="person">Kurt</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Diese Tage auf dem Ozean sind – trotz 40 Fuss hohen Hurrikan-Wellen, durch die wir
               wie durch eine Hügellandschaft gefahren sind – die ersten ruhigen seit dem 12.<hi rend="above">ten</hi> Mai! Ich habe in meinem Tagebuch festgestellt, dass ich als
               mit Sicherheit zu zählen in weniger als drei Monaten 94 Vortragsstunden gehabt habe,
               an 19 <pb n="2"/> verschiedenen Orten (mit den zahllosen Fahrten dazwischen), und
               dass ich persönliche Gespräche und sonstige Begegnungen mit 357 Menschen gehabt habe;
               jeder einzelne bedeutete etwas für mich und trug zu dem Strom bei, der in <rs rend="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> in mich
               hereingeflossen ist. Eine der schönsten Perioden war die Hamburger. (Am aufregendsten
               freilich war <rs rend="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs>!) und für sie
               danke ich Dir ganz besonders. Du hast das Wichtigste, den Universitätsvortrag
               arrangiert, und wir haben viele schö-<pb n="3"/>ne und einige phantastische Stunden
               miteinander gehabt. Ich bedaure nur, dass der Frankfurter Kongress nicht zu Stande
               kam. Dort hätten wir auch noch zusammen gegen die tyrannische Neu-Orthodoxie kämpfen
               können, die mich wie Dich ausgeschlossen hat. Mir ist das was mich betrifft erst
               allmählig und endgültig erst in <rs ref="#tillich_place_id__12" type="place">Amsterdam</rs> klar geworden. Jemand <pb n="4"/> sehr Wichtiges, der dies
               durchaus missbilligte, sagte mir, dass die Struktur meines Denkens so wäre, dass man
               mich ablehnte, unbewusst, ohne mich auch nur zu hören, wie man es schon lange mit Dir
               getan hätte. Dafür wurdest Du auf den Mainzer Philosophen-Kongress mit grosser
               Zustimmung zitiert, und ich hatte dort meinen grössten Erfolg! Ich wünschte jetzt
               direkt, ich könnte auf Eurem Kongress dasein und deutlich reden.</p>
            <closer>
               <salute>Herzlichen Gruss an <rs ref="#tillich_person_id__2885" type="person">Minna</rs>! <lb/>Sehr herzlich</salute>
               <signed>Dein <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs></signed>
            </closer>
         </div>
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   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
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                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
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                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__2885">
                  <persName>Leese, Minna Margarethe</persName>
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                  <note type="bio">
                     <p>Minna Margarethe Leese (1878–1968), geborene Marckmann, war die Ehefrau des Theologen Kurt Leese, den sie am 5. Dezember 1912 heiratete. Mehr biographische Informationen sind derzeit nicht bekannt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1154">
                  <persName>Leese, Kurt</persName>
                  <occupation>Deutscher Religionsphilosoph</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/116855266</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Kurt Leese (6. Juli 1887 – 6. Januar 1965) war ein deutscher Pastor und Religionsphilosoph. Er studierte Theologie und Philosophie in mehreren deutschen Universitäten, wurde 1912 promoviert und wirkte zunächst als Pastor, zuletzt in Hamburg. Neben seiner kirchlichen Tätigkeit habilitierte er sich 1928 und lehrte als Privatdozent in Hamburg. 1932 trat er aus inneren Glaubenskonflikten aus dem Pfarramt zurück, blieb jedoch wissenschaftlich tätig. Nach zwischenzeitlicher Einschränkung seiner Lehrtätigkeit während der NS-Zeit wirkte er nach 1945 wieder als Hochschullehrer und beschäftigte sich vor allem mit Religionsphilosophie und Idealismus.</p>
                  </note>
               </person>
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                  <placeName>Amsterdam</placeName>
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