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         <titleStmt>
            <title>Brief von Walther Hunzinger an Paul Tillich vom 4. Oktober 1941</title>
            <author ref="#tillich_person_id__944">Walther Hunzinger</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno>bMS 153(76)</idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__944">Walther Hunzinger</persName>
               <date when="1941-10-04">04.10.1941</date>
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               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__944">Korrespondenz mit Walther Hunzinger</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10621.xml">Postkarte? von Karl Löwith an Paul Tillich vom 4. Oktober 1941</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10530.xml">Brief von Charles Henkel an Paul Tillich vom 9. Oktober 1941</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1941-10-04"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2026-05-17">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
      <body>
         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__471" type="place">Wiesbaden</rs>, den
                     <date when="1948-06-21">21.6.48.</date></dateline><lb/> Taunusstr 62<hi rend="above">II</hi><lb/>
               Anruf: 28556 <add place="above"> <unclear>?ch</unclear>Karla<unclear>Barmberwofal</unclear> am 12.7. in <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurt</rs>
                  treffen! <unclear>Warum</unclear>?=<unclear>unsicher</unclear><!-- vielleicht handschriftlich von P. Tillich eingefügt --></add><salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul
                     Tillich</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Zu meiner grossen Überraschung und Freude habe ich vor einigen Tagen gehört, dass Sie
               in <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> sind und in <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurt</rs> wöchentlich eine
               Vorlesung halten. Merkwürdig: Ich hatte gerade vor einiger Zeit einen früheren
               Konfirmanden, der nach <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">Amerika</rs>
               zurückging, <rs ref="#tillich_person_id__5072" type="person">Helmut Sanders</rs>,
               gebeten nach Ihrer Anschrift zu forschen, nachdem mir <rs ref="#tillich_person_id__1502" type="person">Otto Piper</rs> (<rs ref="#tillich_place_id__630" type="place">Princeton</rs>) geschrieben hatte, dass
               Sie noch in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New-York</rs> wären. Gerade
               kürzlich schrieb mir <rs ref="#tillich_person_id__5072" type="person">Sanders</rs>,
               Sie seinen noch am Union Theoloogical Seminary und er wohne kurioserweise nur 5
               Minuten davon entfernt. Und nun sind Sie <q>hier</q> und der ganze Umweg war garnicht
               nötig. Ich wäre gleich nach <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurt</rs> hinübergekommen und hätte Sie einmal nach der Vorlesung begrüsst.
               Aber nun ist die Währungsreform dazwischengekommen und verbietet solche <q>kühnen</q>
               Fahrten zunächst. Trotzdem würde ich Sie sehr, sehr gern einmal wiedersehen. Ob Sie
               Zeit und Lust haben, einmal nach <rs ref="#tillich_place_id__471" type="place">Wiesbaden</rs> zu uns herüberzukommen? Auf alle Fälle bitte ich Sie herzlich mir
               zu schreiben, wo Sie wohnen, wie lange Sie noch in <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurt</rs> sind und ob ich Sie telefonisch <pb n="2"/> erreichen
               kann? Es muss doch möglich sein, dass wir uns einmal sprechen.</p>
            <p>Sie werden sicher erstaunt sein, mich nicht mehr in <rs ref="#tillich_place_id__198" type="place">Hamburg</rs>, sondern in <rs ref="#tillich_place_id__471" type="place">Wiesbaden</rs> zu finden. Meine Frau ist mit den Kindern nach der
               Ausbombung 1941 hierher übergesiedelt, weil sie hier aufgewachsen ist. Ich war seit
               1940 bis 1945 im Kriege als Soldat. Als ich zurückkam, war es nicht möglich, in <rs ref="#tillich_place_id__198" type="place">Hamburg</rs> eine Bleibe zu finden und
               so bin ich zunächst hier geblieben und nun seit 1. April 1947 Pfarrer an der
               Bergkirche. Ich bin sehr glücklich in meinem neuen Amt. Wir haben eine schöne Wohnung
               und eine sehr erfreuliche Gemeinde. Aber davon hoffentlich bald mündlich mehr.
               Überlegen Sie doch einmal, wie es möglich ist. Meine Frau würde sich mit mir herzlich
               freuen, Sie wiederzusehen. Sie haben noch manches Mal davon gesprochen, wie Sie
               damals von <rs ref="#tillich_place_id__198" type="place">Hamburg</rs> aus unserem
               Pastorat aus die Reise nach <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">Amerika</rs> angetreten haben. Seitdem sind nun schon mehr als 10 Jahre vergangen
               – und was für Jahre! Und wie weit liegt erst der schöne Spätsommer in <rs ref="#tillich_place_id__230" type="place">Kampen</rs> zurück. Wie geht es <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Ihrer Frau</rs>, <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Ihrer Tochter</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">Stefan-René</rs>? Sie müssen viel
               erzählen!</p>
            <closer>
               <salute>Also, ich erwarte eine Nachricht von Ihnen und grüsse Sie herzlich als
                  Ihr</salute>
               <signed><rs ref="#tillich_person_id__944" type="person">Walther Hunzinger</rs></signed>
            </closer>
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                  <placeName>Princeton</placeName>
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                  <placeName>Deutschland</placeName>
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                  <placeName>Kampen</placeName>
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                  <persName>Sanders, Helmut</persName>
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               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
                  </birth>
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               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__944">
                  <persName>Hunzinger, Walther</persName>
                  <birth>
                     <date>1905-02-16</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__370">Rostock</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1972-04-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__471">Wiesbaden</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>evangelischer Theologe</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/126545855</idno>
               </person>
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                  <persName>Piper, Otto</persName>
                  <occupation>Deutsch-amerikanischer evangelischer Theologe</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Studium der Theologie in Jena, Marburg und Paris, 1914 erstes theologisches Examen, nach dem freiwilligen Kriegsdienst folgte 1918 das zweite. 1920 wurde er in Göttingen bei Carl Stange zum lic. theol. promoviert und habilitierte sich im Fach Systematische Theologie. 1930 wurde er Nachfolger Karl  Barths an der Universität Münster. P. war zunächst ab 1919 Mitglied der USPD, seit 1922 der SPD. 1933 wurde er aus dem Universitätsdienst entlassen und emigrierte zunächst nach England, wo er an der Universität von Wales lehrte, und schließlich 1937 in die USA, wo er in Princeton lehrte und 1941-1962 auch eine ordentliche Professur (Neues Testament und Systematische Theologie) innehatte. Seine Frau war Elisabeth Piper (1897-1948), geb. Salinger.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
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                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
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</TEI>