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         <titleStmt>
            <title>Brief von Kurt Leese an Paul Tillich vom 7. Juni 1948</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1154">Kurt Leese</author>
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               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
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            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>USA</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                  <institution>Harvard University</institution>
                  <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                  <collection>Tillich, Paul, 1886-1965. Papers, 1894-1974.</collection>
                  <idno><!-- Mähl, Hans-Joachim, Privatbesitz --></idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
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         </sourceDesc>
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         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
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         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1154">Kurt Leese</persName>
               <date when="1948-06-07">07.06.1948</date>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1154">Korrespondenz mit Kurt Leese</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1154" target="L10342.xml">Brief von Paul Tillich an Kurt Leese vom 29. April 1936</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1154" target="L11146.xml">Brief von Paul Tillich an Kurt Leese vom 5. Juni 1948</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11150.xml">Brief von Fedor Stepun an Paul Tillich vom 6. Juni 1948</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11152.xml">Brief von Dolf Sternberger an Paul Tillichvom 8. Juni 1948</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
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      <creation><date type="sort" when="1948-06-07"/></creation></profileDesc>
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         <change who="MI" when="2026-05-10">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   <text type="letter">
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         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><date when="1948-06-07">7. Juni 1948.</date><lb/>
               <rs ref="#tillich_person_id__1154" type="person">Prof. Dr. Kurt Leese</rs><lb/>
               <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herrn Prof. Dr. Paul
                  T i l l i c h</rs>,<lb/> (16)
               <hi rend="underline"><rs ref="#tillich_place_id__279" type="place">M a r b u r g/ Lahn</rs>, Hotel Ritter.</hi>
            </dateline>
               <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul</rs>!</salute>
            </opener>
            <p>Soeben erhalte ich Deinen diktierten <rs ref="#L11146" type="letter">Brief</rs> vom 5. ds. Mts., den
            ersten verhältnismäßig anständigen Brief, den ich von Dir seit 1933 erhalten habe.</p>
            <p>Also: <rs ref="#tillich_person_id__4319" type="person">Laun</rs> hat die Sache sehr
               fein gemacht. Die Blanko-Einladung wird bereits in Deinen Händen sein, wenn Du diesen
               Brief erhältst. Die von Dir vorgeschlagene Zeit für <rs ref="#tillich_place_id__198" type="place">Hamburg</rs> vom 26. Juni bis 1. Juli würde auch mir ganz
               ausgezeichnet passen. Ich möchte Dich aber heute schon dringend bitten, die Zeit für
                  <rs ref="#tillich_place_id__198" type="place">Hamburg</rs> nicht zu
                  ku<supplied>rz</supplied> zu bemessen, sondern auf mindestens 5-6 Tage zu
               disponieren. Es da<supplied>rf</supplied> sich nicht<supplied> </supplied>um eine bloße Stippvisite
               Deinerseits handeln. Wir müsse<supplied>n</supplied> genügend Zeit für ausgedehnte
               Gespräche und Spaziergänge haben, Sp<supplied>a</supplied>ziergänge auf den Trümmern
               von Karthago. Ich hoffe bestimmt, daß D<supplied>u</supplied> dieses Mal nicht meinen
               freundschaftlichen Zorn auf Dein schuldige<supplied>s</supplied> Haupt
               herabbeschwören wirst.</p>
            <p>Die Mitteilung, daß Deine Anwesenheit auf dem <q>Deutschen K<supplied>on</supplied>greß für Freies
            Christentum</q> in <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurt a.M.</rs> möglich wäre, hat m<supplied>ich</supplied> sehr
            erfreut. Hoffentlich ist auch hier der Weg zur Hölle nicht m<supplied>it</supplied> guten Vorsätzen
            bepflastert.</p>
            <p>Ich sprach kurz mit den Erziehungswissenschaftlern <rs ref="#tillich_person_id__599" type="person">Flitner</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__5026" type="person">Wenke</rs> über Dein Kommen. Sie bezw. auch ich würden es sehr begrüßen, wenn Du
               an einem Abend um 8 Uhr einen einzigen Vortrag vo<supplied>r</supplied> den Studenten
               halten könntest. Aber wie Du willst und Lust hast. <supplied>Wenn</supplied> ja,
               teile es mir bitte möglichst umgehend mit, damit ich eine
               Einl<supplied>a</supplied>dung auch des Dekans der Philosophischen Fakultät an Dich
                  veranlass<supplied>en</supplied> kann. Im Übrigen bin ich ganz mit Deiner Haltung
               betr. Vorträge us<supplied>w.</supplied> einverstanden. Ja, mehr noch, ich billige
               und ehre sie als einzig <supplied>an</supplied>ständige.</p>
            <p><hi rend="underline">Mein</hi><pb n="2"/>Mein Buch: <q><rs ref="#tillich_work_id__744" type="work">Die Religionskrisis des Abendlandes
            und die religiöse Lage der Gegenwart</rs></q> (436 S.) wird noch im Juni zur Ausgabe gelangen. Ich hoffe,
            es Dir bei Deiner hiesigen Anwesenheit überreichen zu können. Es steht auch sehr viel und sehr Wichtiges
            über Dich in diesem Buch, Dir zur Ehre und mir zur Freude.</p>
            <p>Ich vermute, daß Du nicht nur sehr viele, sondern auch sehr erschütternde Eindrücke
               zu verarbeiten hast. Es lässt sich das garnicht alles in solcher Kürze bewältigen.
               Schön, daß Du in <rs ref="#tillich_place_id__279" type="place">Marburg</rs> und <rs ref="#tillich_place_id__143" type="place">Frankfurt</rs> bei Deinen Hörern viel
               Resonanz zu haben scheinst. Grüße bitte alle Leute, die mich kennen sollten.</p>
            <p>Ich lese in diesem Semester 4stündig über: <q>Grundformen und Hauptprobleme der
                  Philosophie des Mittelalters</q> und bin zufrieden, daß ich in der Hauptzeit von
               10-11 Uhr doch ungefähr 180 Hörer habe.</p>
            <closer>
               <salute>Laß bitte bald einmal wieder von Dir hören und sei herzlich
                     gegr<supplied>üßt</supplied></salute>
            </closer>
         </div>
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   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__599">
                  <persName>Flitner, Wilhelm</persName>
                  <occupation>Pädagoge</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118533991</idno>
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               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4319">
                  <persName>Laun, Rudolf</persName>
                  <occupation>Jurist und Staatsrechtlehrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118570188</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__5026">
                  <persName>Wenke, Hans</persName>
                  <birth>
                     <date>1903-04-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Sangerhausen</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1971-02-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__198">Hamburg</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Erziehungswissenschaftler</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/11728629X</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1154">
                  <persName>Leese, Kurt</persName>
                  <occupation>Deutscher Religionsphilosoph</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/116855266</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Kurt Leese (6. Juli 1887 – 6. Januar 1965) war ein deutscher Pastor und Religionsphilosoph. Er studierte Theologie und Philosophie in mehreren deutschen Universitäten, wurde 1912 promoviert und wirkte zunächst als Pastor, zuletzt in Hamburg. Neben seiner kirchlichen Tätigkeit habilitierte er sich 1928 und lehrte als Privatdozent in Hamburg. 1932 trat er aus inneren Glaubenskonflikten aus dem Pfarramt zurück, blieb jedoch wissenschaftlich tätig. Nach zwischenzeitlicher Einschränkung seiner Lehrtätigkeit während der NS-Zeit wirkte er nach 1945 wieder als Hochschullehrer und beschäftigte sich vor allem mit Religionsphilosophie und Idealismus.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__143">
                  <placeName>Frankfurt am Main</placeName>
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                     <geo>50.11552 8.68417</geo>
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