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      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>Brief von Paul Tillich an Max Horkheimer vom 14. September 1947</title>
            <author ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</author>
            <respStmt>
               <resp>Editor</resp>
               <name key="https://orcid.org/0009-0000-3962-1240">Manuel Inselmann</name>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>
               <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                  1933-1951</title>
            </edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>
               <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
               <address>
                  <street>Schenkenstraße 8-10</street>
                  <postCode>1010</postCode>
                  <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                     <settlement>Wien</settlement>
                     <country>Österreich</country>
                  </placeName>
               </address>
            </publisher>
            <availability>
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons
                  Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc type="typescript">
               <msIdentifier>
                  <country>Deutschland</country>
                  <settlement ref="#tillich_place_id__143">Frankfurt a.M.</settlement>
                  <institution>Goethe-Universität Frankfurt</institution>
                  <repository>Universitätsbibliothek Frankfurt</repository>
                  <collection>UBA Ffm</collection>
                  <idno>Na 1 Nr.</idno> <!-- Horkheimernachlass (Na 1, 53 [12]10r-[17]12v) -->
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Brief, eigenhändig</p>
                  <!-- SIEHE DAZU PHYSDECS-DOKUMENT AUF SERVER -->
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
               https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
         </editorialDecl>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
               <date when="1947-08-14">14.08.1947</date>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="#tillich_person_id__931">Max Horkheimer</persName>
            </correspAction>
         <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__931">Korrespondenz mit Max Horkheimer</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__931" target="L11085.xml">Brief von Max Horkheimer an Paul Tillich vom 28. Mai 1947</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__931" target="L11108.xml">Brief von Max Horkheimer an Paul Tillich vom 29. August 1947</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11102.xml">Brief von Paul Tillich an Leo Löwenthalvom 13. August 1947 [PS]</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11108.xml">Brief von Max Horkheimer an Paul Tillich vom 29. August 1947</ref></correspContext></correspDesc>
         <langUsage>
            <language ident="deu">Deutsch</language>
         </langUsage>
      <creation><date type="sort" when="1947-08-14"/></creation></profileDesc>
      <revisionDesc status="approved">
         <change who="MI" when="2026-02-20">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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   </teiHeader>
   <text type="letter">
      <body>
         <div type="writingSession">
            <pb n="1"/>
            <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__769" type="place">East Hampton, L. J. N.
                     Y.</rs> Post Office.<lb/>
                  <date when="1947-08-14">Aug. 14<hi rend="superlinear">th</hi> 1947</date></dateline>
               <salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__931" type="person">Max</rs>!</salute>
            </opener>
            <p><rs ref="#tillich_person_id__1213" type="person">Leo</rs> schreibt mir eben, dass Sie
               ein Wort von mir über Ihr Buch und ein paar Worte über mich und die Welt <del rend="s">von <unclear>mir</unclear></del> hören wollen. Ich habe längst gefühlt,
               dass dem so ist, habe aber meinen Impuls Ihnen zu schreiben immer unterdrückt weil
               ich nicht schreiben wollte, ehe ich Ihr Buch gelesen und verarbeitet habe. Das ist
               noch nicht ganz der Fall, obgleich ich 3/4 <hi rend="underline">so</hi> gelesen und
               verarbeitet habe, dass ich Ihre Analyse des Vernunft-Begriffs als einziges und
               zulängliches Zeugnis für meine eigene Auffassung von <q>reason</q> an einer zentralen
               Stelle von meinem ersten Hauptteil<pb n="2"/>
               <q>Reason und Revelation</q> zitiert habe. Sie haben mir durch Ihr Buch für meine
               eigene systematische Arbeit einen ganz grundlegenden Dienst getan. Danke! – Im
               Übrigen finde ich, dass Sie noch nie so flüssig und verständlich geschrieben haben.
               Ich liebe eigentlich jeden Paragraphen, auch wo kleinere Kritik mir nötig erscheint.
               Ich freue mich auf jeden neuen Paragraphen und wünschte nur, das Buch wäre länger. Es
               ist ein grosser Unterschied von dem schwarzen Manuskript, auf das ich vor Jahren in
                  <rs ref="#tillich_place_id__854" type="place">Bar Harbor</rs> geantwortet
               habe.</p>
            <p>Und nun werden Sie fragen, warum ich das nicht längst geschrieben habe. Die einzige Antwort ist:
            Weil ich selber schreibe! Aus diesem Grund musste ich die Lektüre bis zu dem Moment verschieben, wo ich 
            selbst in Ihre Problematik eintrat. <pb n="3"/> (Ich habe diese Methode des Lesens von <rs ref="#tillich_person_id__1954" type="person">Tröltsch</rs>
            gelernt und sie hat sich dieses Mal besonders gut bewährt.)
            Vorige Woche habe ich die Einleitung mit 230 Seiten (wie diese) fertig gestellt und den ersten Hauptteil angefangen.
            <rs ref="#tillich_person_id__1209" type="person">Löwe</rs> und der Ihnen bekannte <rs ref="#tillich_person_id__1624" type="person">Prof. Roberts</rs>,
            der mein Haus gemietet hat, waren sehr beeindruckt. Ich glaube, es ist lebendig geschrieben. Die Thesen-Form ist
            verschwunden. Aber die Probleme sind so viele und gewichtige, dass ich nicht weiss wie ich durchkommen werde.
            Die Chicago Press hat mir 2 Bde mit insgesamt 250000 Worten angeboten. Einige meiner Freunde wollten, dass es 5
            Bde geworden wären; aber das hätte kein Verlag angenommen. Scribners hat einen Band meiner Predigten, von
            denen Sie einige gehört haben, angenommen (22<pb n="4"/> im Ganzen)</p>
            <p>Im übrigen kämpfe ich ständig mit einer unüberwindlichen Trauer über die Grenzen
               meiner Endlichkeit, arbeitsmässig, altersmassig, wissensmässig, charaktermässig, und
               über die Katastrophe einer Welt, die uns, trotz aller Abwendung von ihr, einmal
               Mutter gewesen ist. Es ist ausserordentlich schön hier, aber ich vermag nicht mehr,
               aufzutauchen. Von der Geschichte habe ich mich ganz zurückgezogen und betrachte mich
               nur noch als ihr Objekt mit dem sie machen kann und wird was sie will! Die Briefe aus
                  <rs ref="#tillich_place_id__122" type="place">Deutschland</rs> sind mörderisch,
               wenn man sich nicht verschliesst. Ich habe vor 14 Tagen <rs ref="#tillich_person_id__3339" type="person">Frau Frankel</rs> kommen lassen, und
               ihr in 2 Tagen 70 Briefe<!-- scheinen nicht vorzuliegen --> diktiert. Aber die Wochen
               der Angst und des Schuldgefühls vorher! Und das bleibende Gefühl, dass man nicht <pb n="5"/>genug tut! Und die neuen Briefen, die sich schon wieder angehäuft haben!
               Ich dachte für paar Monate zu fliehen, aber die Welt erlaubt es nicht. Hat sie es
               Ihnen erlaubt? Oder ist Erlaubnis und Nicht-Erlaubnis <hi rend="underline">unsere</hi> Entscheidung, geboren aus Schicksal und Charakter?</p>
            <p>Ich lese in müden Stunden <unclear>Tynba</unclear>, die einbändige Ausgabe. Was ist
               dem gegenüber ein Einzelschicksal? Was kann deprimierender sein, als das Wissen, ein
               einzelner in der Desintegrationsperiode der 21<hi rend="superlinear">ten</hi> Kultur zu
               sein? Die Deutschen wollen etwas Befreiendes von mir hören. Was kann ich Ihnen sagen?
                  <pb n="6"/>Doch genug von alle dem! Wenn ich nur des <q>Hohlen Baums</q> oder der
                  <q>Flaschenpost</q> so sicher wäre!</p>
            <p>Eine ausführliche Kritik Ihres Buches soll folgen, wenn ich fertig bin, und auch
               Brief an die Oxford Press.</p>
            <p>Ich lebe als Junggeselle mit einem Berg von Büchsen, aus denen ich mir mein Essen
               warm mache. <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs> arbeitet
               sich im Camp kaput. Nur <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">René</rs>
               (im gleichen Camp) ist glücklich. <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> hat und
               stellt Probleme.</p>
            <p>Unser Platz wird mit jedem Jahr schöner, obgleich der Kampf mit der wuchernden Natur hart ist.</p><closer>
            <salute>Grüssen Sie <rs ref="#tillich_person_id__932" type="person">Maidon</rs>, <rs ref="#tillich_person_id__1521" type="person">Fritz</rs>, <rs ref="#tillich_person_id__15" type="person">Teddy</rs> und Ihre Frauen! </salute>
            <signed>Immer <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Ihr Paulus</rs></signed>
            </closer>
         </div>
      </body>
   <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1954">
                  <persName>Troeltsch, Ernst</persName>
                  <birth>
                     <date>1865-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Haunstetten</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1923-02-01</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__37">Berlin</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118624024</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Ernst Peter Wilhelm Troeltsch (17. Februar 1865 – 1. Februar 1923) war ein deutscher Gelehrter mit Schwerpunkten in Theologie, Religionsgeschichte und Kulturtheorie. Nach akademischer Ausbildung an mehreren deutschen Hochschulen erhielt er ab 1894 Lehrstühle zuerst in Heidelberg und dann in Berlin. Seine Forschungen behandelten das Christentum als historisches Phänomen unter anderen Glaubensgemeinschaften und forderten eine vergleichende wissenschaftliche Annäherung daran. Er verband religiöse Untersuchungen mit soziologischem und philosophischem Denken, um auf die Fragen der modernen Gegenwart zu antworten. In Berlin trat er auch als Redner auf zu Fragen der europäischen Neugründung nach 1918 und unterstützte das demokratische System. Sein umfangreiches Werk prägte die Religionswissenschaft und Kulturphilosophie seiner Epoche.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1624">
                  <persName>Roberts, David</persName>
                  <occupation>Amerikanischer Theologe</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>David Everett Roberts (1911–1955) war ein amerikanischer Philosoph, der sich mit Ethik und Religionsphilosophie befasste. Er lehrte in den Vereinigten Staaten und suchte in seinen Arbeiten nach einer Vermittlung zwischen christlicher Theologie und moderner Existenzphilosophie. Roberts gilt als Vertreter einer generationellen Übergangsfigur zwischen klassischem Idealismus und personalistischem Denken der Nachkriegszeit.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
                  </birth>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631653</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1213">
                  <persName>Löwenthal, Leo</persName>
                  <occupation>deutscher Literatursoziologe</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1521">
                  <persName>Pollock, Friedrich</persName>
                  <occupation>Deutscher Soziologe und Ökonom</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Bereits als Jugendlicher lernte er Max  Horkheimer kennen, mit dem gemeinsam er zeitlebens in Arbeitsteilung und engster Freundschaft zusammenlebte. Ab 1919 Studium der Nationalökonomie und nebenher Philosophie in München, Freiburg und Frankfurt/Main, 1923 Promotion. P. war von Beginn an am Frankfurter Institut für Sozialforschung beschäftigt, hauptsächlich im administrativen Bereich. 1933 Emigration, zunächst nach Genf, 1934 weiter in die USA, wo das übersiedelte Institut in New York in den Räumen der Columbia Universität unterkam. P. war in den Folgejahren weiterhin für die Finanzen und Administration des Instituts zuständig. 1935 heiratete er die geschiedene gebürtige Französin Andrée Marx (1898-1939), geb. Woog, die er bereits seit Jugendtagen kannte. 1950 ging P. zurück nach Deutschland, 1959 zog er gemeinsam mit Horkheimer ins schweizerische Montagnola.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__15">
                  <persName>Adorno, Theodor W.</persName>
                  <birth>
                     <date>1903-09-11</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__143">Frankfurt am Main</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1969-08-06</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__462">Visp</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Deutscher Musik- und Sozialphilosoph</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118500775</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Theodor W. Adorno (11. September 1903 – 6. August 1969) war ein Philosoph, Soziologe, Komponist und Pädagoge aus Deutschland. Gemeinsam mit Max Horkheimer gilt er als einer der zentralen Vertreter der Kritischen Theorie, auch Frankfurter Schule genannt. Aufgewachsen in wohlhabendem Frankfurter Milieu, erhielt er eine intensive musikalische Bildung und beschäftigte sich früh mit Kant. Nach philosophischem Studium widmete er sich der Komposition im Umkreis von Arnold Schönberg und arbeitete als Musikkritiker. Ab 1931 lehrte er als Privatdozent in Frankfurt, bis ihm die Nationalsozialisten 1933 die Lehrtätigkeit untersagten. Während der NS-Zeit emigrierte er in die USA, wo er am Institut für Sozialforschung tätig war, empirische Studien zum autoritären Charakter durchführte und mit Horkheimer die Dialektik der Aufklärung verfasste. Nach seiner Rückkehr leitete er das wiedereröffnete Frankfurter Institut mit und wirkte als öffentlicher Intellektueller auf das geistige Leben Nachkriegsdeutschlands ein. Sein Denken steht in der Tradition von Kant, Hegel, Marx und Freud. Trotz inhaltlicher Nähe zur Studentenbewegung distanzierte er sich von deren Aktionismus und Gewaltbereitschaft.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__931">
                  <persName>Horkheimer, Max</persName>
                  <occupation>Sozialphilosoph</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118553615</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Max Horkheimer (14. Februar 1895 – 7. Juli 1973) war ein deutscher Sozialphilosoph und zentrale Figur der Frankfurter Schule. Nach kaufmännischer Lehre und Kriegsdienst studierte er Philosophie, Psychologie und Nationalökonomie, promovierte 1922 in Frankfurt und habilitierte sich dort 1925. Auf Betreiben Paul Tillichs erhielt er 1930 das Ordinariat für Sozialphilosophie und damit die Leitung des Instituts für Sozialforschung. 1933 emigrierte er über Genf in die USA, wo mit Adorno die Dialektik der Aufklärung entstand. Sein Programm einer interdisziplinären Gesellschaftsforschung nannte er ab 1937 Kritische Theorie. 1949 kehrte er nach Frankfurt zurück und leitete 1951 bis 1953 die Universität.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3339">
                  <persName>Fränkel, Hilde</persName>
                  <occupation>Sekretärin von Paul Tillich</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1209">
                  <persName>Löwe, Adolf</persName>
                  <occupation>deutscher Soziologe und Nationalökonom</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119383292</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Adolph Lowe (4. März 1893 – 3. Juni 1995) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Sozialtheoretiker und Philosophiefachmann. Nach akademischer Ausbildung unter führenden Ökonomen begann er 1922 eine Karriere in der staatlichen Wirtschaftsverwaltung. 1926 erwarb er seine Lehrbefähigung durch Forschungen zu Konjunkturbewegungen und trug zur Gründung eines bedeutenden Wirtschaftsforschungsinstituts bei. Zwischen 1926 und 1931 leitete er eine Forschungsabteilung am Kieler Institut und war Vertreter einer angesehenen ökonomischen Schule. Ab 1931 hatte er eine Professur in Frankfurt inne und arbeitete in einem Forschungsinstitut mit soziologischem Schwerpunkt. 1933 emigrierte er nach England und lehrte später ab 1940 an einer New Yorker Universität, wo er bis 1963 die Verbindung von Verhaltenswissenschaften und Wirtschaftslehre erforschte. 1983 kehrte er nach Deutschland zurück.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__932">
                  <persName>Horkheimer, Rose Christine</persName>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__122">
                  <placeName>Deutschland</placeName>
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                  <placeName>East Hampton (NY)</placeName>
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