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                <title>Brief von Elena Beaucour an Paul Tillich vom 18. oder 19. März 1947</title>
                <author ref="#tillich_person_id__166">Elena Beaucour</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
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                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
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                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886–1965. Papers, 1894–1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/123(37)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, eigenhändig</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
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            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
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            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__166">Elena Beaucour</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__369">Rom</placeName>
                    <date notBefore="1947-03-18" notAfter="1947-03-19">18./19.03.1947</date>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__319">New York</placeName>
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            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__166">Korrespondenz mit Elena Beaucour</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__166" target="L10911.xml">Brief von Paul Tillich an Elena Beaucour vom 17. Februar 1946</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11057.xml">Brief von Karl Mahr an Paul Tillichvom 17. März 1947</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11059.xml">Brief von Arthur Allen Schoolcraft an Paul Tillichvom 19. März 1947</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1947-03-18"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2026-04-24" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    </teiHeader>
    <text type="letter">
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            <div type="writingSession">
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                <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__369" type="place">Rom</rs>
                        <date when="1947-03-18"><unclear>18</unclear>-3-47</date></dateline><salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr
                        Professor</rs>,</salute>
                </opener>
                <p>Ich habe ein schrecklich schlechtes Gewissen, weil ich so lange nichts von mir
                    hören liess u. nicht einmal auf die freundliche Karte <rs ref="#tillich_person_id__4907" type="person">Ihrer Sekretärin</rs><note type="ea">Liegt nicht vor.</note> antwortete. Der Grund war, dass ich sehr
                    viel ausserhalb <rs ref="#tillich_place_id__369" type="place">Roms</rs> war u.
                    eine Zeit lang <rs ref="#tillich_person_id__3358" type="person">Mama</rs>
                    gesundheitlich nicht gut beisammen war. Dieser <unclear>¿¿¿</unclear>, den einen
                    langen Brief schrieb hat nie geantwortet, so hat er halt in
                        <unclear>¿¿¿</unclear> mir Sprüche gerissen. Ich hatte schon die Hoffnung
                    gehabt, in April in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs>
                    zu sein, da <rs ref="#tillich_person_id__3358" type="person">Mama</rs> u. ich im
                    Dezember hier einem älteren Herrn vorgestellt wurden von guten Bekannten, der
                    mir bis spätestens Ende Januar versprach den <sic>Affidevit</sic> für mich zu
                    senden. Er sagte, wenn es nach ihm ginge, wäre Ende Januar schon in <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">U. S. A.</rs> u. es hänge sobald
                    ich die Dokumente von <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">Amerika</rs>
                    hätte, nur von mir ab, die Abreise zu beschleunigen. Von <rs ref="#tillich_place_id__271" type="place">London</rs><pb n="2"/> hatten wir
                    noch einen sehr netten Brief von dem Herrn u. dann nichts mehr. Dieser Herr ist
                    gebürtiger Russe jetzt Amerikaner u. sein Onkel soll der grösste
                    Antiquitätenhändler in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New
                        York</rs> sein. Ich kann mir nur vorstellen, dass dieser Herr schwer
                    erkrankt oder etwas passiert ist. Er ist Vice Präsident des Opera Films – <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs> 19, 140 West 57<hi rend="sup">th</hi> Street. Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr Professor</rs> diese Ausreisehoffnung bedeutet <hi rend="u">gar alles</hi> für mich, wie Sie sicher verstehen können u. ich
                    bitte Sie von ganzen Herzen, wenn Sie eine freie Minute haben, die Opera Film
                    Company anzurufen u. nach <rs ref="#tillich_person_id__4951" type="person">Herrn
                        Kipuis</rs> zu verlangen u. ihm zu sagen<supplied>,</supplied> dass Sie gute
                    Freunde von uns sind u. ich schrieb sich zu erkundigen da <rs ref="#tillich_person_id__3358" type="person">Mama</rs> u. ich so lange keine
                    Nachrichten hatten. Wollen Sie bitte so lieb sein u. mir nochmals einen grossen
                    Gefallen erweisen. Hier ist nichts mehr für mich zu erhoffen in Arbeit u. jeder
                    Beziehung, seit die Amerikaner weg sind ist es<pb n="3"/> wie ausgestorben u.
                    das Leben hoffnungslos geworden. Für Italiener als Künstlerin unmöglich zu
                    arbeiten, Künstler werden hier als Zigeuner angesehen in dieser Beziehung ist
                    man ein paar hundert Jahre zurück. Ausser Sonnenschein, der sehr schön
                        ist<supplied>,</supplied> ist hier nichts zu machen aber von Sonnenschein u.
                    blauem Himmel allein lebt man nicht. Ich seh mich hier schon eine alte Jungfer
                    werden u. mit 80 werde immer noch Briefe nach <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs> schreiben – Wie geht es Ihnen lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr Professor</rs> u. <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Ihrer Frau</rs>? Wie gerne
                    würde ich Sie nach so langen Jahren wiedersehen. <rs ref="#tillich_person_id__3358" type="person">Mama</rs> sendet viele
                    herzliche Grüsse. Seien Sie bitte nicht böse<supplied>,</supplied> dass so lange
                    nicht schrieb u. lassen Sie bald von sich hören.</p>
                <closer><salute>Nochmals herzlichen Dank für Ihre Bemühungen u. viele liebe
                        Grüsse</salute><signed>Ihre<lb/><rs ref="#tillich_person_id__166" type="person">Elena Beaucour</rs></signed>
                </closer>
            </div>
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                  <placeName>London</placeName>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__4907">
                  <persName>Secretary of Paul Tillich (UTS)</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3358">
                  <persName>Gutsch Nauman, Nimi Jeanne</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__166">
                  <persName>Beaucour, Elena</persName>
                  <occupation>Italienische Schauspielerin</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4951">
                  <persName>Kipuis, ???</persName>
               </person>
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