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                <title>Brief von Karl Mahr an Paul Tillichvom 17. März 1947</title>
                <author ref="#tillich_person_id__4942">Karl Mahr</author>
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                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
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            </titleStmt>
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                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
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                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                            <settlement>Wien</settlement>
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                </publisher>
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                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886–1965. Papers, 1894–1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/163 (53)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich; Unterschrift eigenhändig; adressiert:
                                <q>Herrn Professor Paul T i l l i c h, Union Theological College,
                                New-York-USA.</q></p>
                    </physDesc>
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                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
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            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
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                    <persName ref="#tillich_person_id__4942">Karl Mahr</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__773">Altschweier i. Baden</placeName>
                    <date when="1947-03-17">17.03.1947</date>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__319">New York</placeName>
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            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__4942">Korrespondenz mit Karl Mahr</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11056.xml">Brief von Ludwig Bendix an Paul Tillichvom 17. März 1947</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11058.xml">Brief von Elena Beaucour an Paul Tillich vom 18. oder 19. März 1947</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
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            <change when="2026-04-23" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    <text type="letter">
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            <div type="writingSession">
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                <opener>
                    <dateline><rs ref="#tillich_person_id__4942" type="person">Karl
                        Mahr</rs><lb/>(17b) <rs ref="#tillich_place_id__1448" type="place">Altschweier</rs> i. Baden (franz. Zone).<lb/>Den <date when="1947-03-17">17. März 1947</date>.</dateline><salute>Sehr geehrter
                            <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr Professor
                            Tillich</rs>!</salute>
                </opener>
                <p>Von Haus aus links eingestellt, war ich vor 1933 Mitglied der SPD, wurde 1933
                    Mitglied einer großstädtischen Ortsgruppe der NSDAP, stand in meinem Kampf für
                    öffentliche Sauberkeit im Jahre 1936 gegen die PO meiner Ortsgruppe vor einem
                    Kreisgericht der Partei und 1937 vor dem Gaugericht. 1943 stand ich von neuem
                    vor einem Kreisparteigericht, wurde aber kurzfristig aus der Partei
                    ausgeschlossen und trat darauf auch aus der DAF<!-- Deutsche Arbeitsfront -->
                    aus. Die Konsequenzen musste ich noch 2 Jahre ertragen und auch als 61 jähriger
                    noch zur Wehrmacht einrücken, 4 Monate nachdem ich meinen einzigen Sohn nach
                    seiner 8ten Verwundung verloren hatte. Nun habe ich auch noch meine
                    Entnazifizierung über mich ergehen lassen mit dem Bescheid, daß ich nur als
                        <q>Arbeiter</q> verwendet werden kann, eine Entscheidung, die eigentlich
                    eine Diffamierung des Arbeitertums an sich ist, denn ich habe mich in allen
                    meinen Lebenslagen immer nur als Arbeiter gefühlt, ob ich nun im Direktionsbüro
                    großer Hüttenwerke, oder in den Kontoren kleiner oder mittlerer Unternehmen
                    gestanden, oder, wie 1919, viele Monate als Erzbergarbeiter und koaliert im
                        <q>Alten</q>-Bergarbeiter-Verband.</p>
                <p>Zu Weihnachten 1946 habe ich nun eine Laienarbeit fertiggestellt, die ich
                        <q>Betrachtungen zu unserer sozialen Lage</q> nannte. Anfangs Januar 1947
                    erhielt ich Heft 7 der <q>Neuen Auslese</q> aus dem Schrifttum der Gegenwart,
                    die der Alliierte Informationsdienst Section Presse Edition <rs ref="#tillich_place_id__1449" type="place">Baden-Baden</rs> herausgibt. Mit
                    Erlaubnis des Verlages Charles Scribners Sons, <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs>, brachte diese Nr. 7 einen Abdruck Ihres
                    Aufsatzes <q><rs type="work" ref="#tillich__ZR5SRAXS">Christentum, Wirtschaft
                            und Demokratie</rs></q> aus Ihrem Sammelwerk <q><rs type="work" ref="#tillich__ZATSNTWD">The Christian Answer</rs></q>. So lernte ich
                    Sie erst jetzt in meinem Alter kennen. Ihre Sorgen um die Zukunft der Menschen
                    sind auch meine Sorgen und müssen, bewußt oder unbewußt, <hi rend="g">die</hi>
                    Sorge aller Menschen sein mit Ausnahme Jener, denen im Gewühl ihres
                    Gold-Verdienstes die menschliche Artverbundenheit sowie die Innere Stimme
                    verloren gegangen. Sie, <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr
                        Professor Tillich</rs>, fragend: <q>Wie können Sicherheit und ein
                        angemessener Lebensstandard für alle im Einklang mit der unbegrenzten
                        Produktionskraft der Menschheit, ohne deren völlige Mechanisierung und
                        Selbstentfremdung, erreicht werden?</q><note type="ea">Vgl. <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paul Tillich</rs>: <rs type="work" ref="#tillich__ZR5SRAXS">Christentum, Wirtschaft und
                            Demokratie</rs> (1946), S. 3.</note> Darauf darf ich Ihnen antworten,
                    daß Gott die Menschen das furchtbare Selbstzerstörungswerk hat schaffen lassen,
                    um ihr Gedächtnis auf die Ergründung solcher Fragen wie die von Ihnen gestellte
                    hinzulenken. Diese Frage ist ebenso gut eine albanische wie eine amerikanische
                    Frage, sie ist schlechthin eine weltwirtschaftliche Frage und keine Frage des
                    Geldes, die nur Bankiers unter sich verhandeln. Diese Frage muß durch die
                    Radio-Stationen der Erde in Sonder-Sendungen verbreitet werden, zugleich mit dem
                    Hinweis, daß diese Frage die alsbaldige Gründung eines weltwirtschaftlichen
                    Parlamentes erfordere, in dem Unternehmertum und Arbeitertum, als
                    gleichberechtigte Faktoren der Weltwirtschaft sich beraten und verständigen über
                    Produktionsart und Produktionsumfang eines jeden Teilvolkes im Gesamtverband des
                    Erd-Volkes.</p>
                <p>Für die Ernährung, die Bekleidung und Behausung der Menschen kann die
                    wirtschaftliche Energie der gesamten Menschheit im nächsten Jahrzehnt noch voll
                    eingesetzt werden. Das wird aber auch die Zeitspanne sein, die Gott in seiner
                    weisen Voraussicht<pb n="2"/> noch den Menschen für ihre weltwirtschaftliche
                    Verständigung läßt. Das Arbeitertum hat für sich durch seinen <del rend="s">Weltwirtschaftsbun</del> Weltgewerkschaftsbund schon seine Organisation für
                    seine Teilnahme am kommenden Weltwirtschafts-Parlament geschaffen. Nun ist das
                    Unternehmertum gestellt, der gesamten Menschheit zu zeigen, daß es ein
                    lebendiges, organisationsfähiges, Gebilde ist und kein doppelgesichtigter
                    Leviathan, wie Sie es sagen, mit dem weder das Arbeitertum der Stirn und der
                    Faust noch das gesittete Menschentum überhaupt einen Bund zur
                        <sic>gemeinsamer</sic> Arbeit am Wohle der Menschheit bilden kann, da er
                    alles vernichtet, was hoch ist. Eine geklügelte Syndizi-Arbeit darf diese
                    Unternehmer-Organisation als Partner des Weltarbeitertums nicht sein, aber einem
                    Weltgewerkschaftsbund der Unternehmer würde volles Verständnis für die planende
                    und dirigierende unternehmerische Tätigkeit seitens des Weltgewerkschaftsbundes
                    der Arbeiter der Stirn und der Faust, entgegengebracht werden können. </p>
                <p>Dieses Weltwirtschafts-Parlament würde den genossenschaftlichen Aufbau der
                    zwischenstaatlichen Funktionen im Gefolge haben, wie ich ihn in meinen
                        <q>Betrachtungen zu unserer sozialen Lage</q> entwickelte. Da ich nicht mit
                    einer Drucklegung dieser <q>Betrachtungen</q> rechnen kann, habe ich es für
                    richtig gehalten, die von mir gefertigten 3 Durchschläge an deutsche Aposteln
                    der Gegenwart zur Kenntnis zu bringen:<lb/>1. an <rs ref="#tillich_person_id__4943" type="person">Herrn Dr. Kurt
                    Schuhmacher</rs>, Vorsitzender der SPD.<lb/>2. an <rs ref="#tillich_person_id__4944" type="person">Herrn Oberbürgermeister Wilhelm
                        Elfes</rs>, <rs ref="#tillich_place_id__1450" type="place">M.Gladbach</rs>,
                    einem bekannten katholischen Arbeiterführer vor 1933, der, nach seinem Aufsatz
                            <q><rs ref="#tillich__FRGZ6D5N" type="work">Christ und
                        Sozialist</rs></q> in Nr. 12/2 im <q>Südwest-Echo</q>-Rastatt, in einer
                    interessanten Wandlung zur sozialistischen Fragestellung begriffen.<lb/>3. an
                    Sie, sehr geehrter <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr
                        Professor Paul Tillich</rs>, in der Annahme, daß Ihre Fragestellung in Ihrem
                        <rs type="work" ref="#tillich__ZR5SRAXS"><q>Auslese</q>-Artikel</rs>
                    Antworten aus Ihrem Leserkreise erwartet.</p>
                <p>Leider hat mein Papiervorrat einen weiteren Durchschlag nicht zugelassen, den ich
                    gern in die Hand eines anerkannten kommunistischen Gewerkschaftlers gegeben
                    hätte.</p>
                <p>Nun bitte ich Sie, <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr
                        Tillich</rs>, an Hand meiner Schrift, auch meine religiöse Auffassung und
                    meine Auffassung über zeitgemäße Fragen der Kirchen zur würdigen.</p>
                <p>Gern würde ich es auch sehen, wenn Herr Reichtagsabgeordneter <rs ref="#tillich_person_id__1811" type="person">Wilhelm Sollmann</rs>, der an
                    einer amerikanischen Hochschule für religiöse und soziale Studien wirken
                        soll,<note type="ea">Der Journalist und Politiker <rs ref="#tillich_person_id__1811" type="person">Wilhelm Sollmann</rs> war
                        in seinem Exil in den <rs ref="#tillich_place_id__684" type="place">USA</rs>
                        Dozent am Quäker-College <q>Pendle Hill</q> in <rs ref="#tillich_place_id__1451" type="place">Wallingford</rs>.</note> von
                    meiner Arbeit Kenntnis erhält. – Hier möchte ich anmerken, daß mein lieber Vater
                    1871 einen Tag nach seiner Trauung und 4 Wochen vor inführung der Zivilehe aus
                    der protest. christl. Kirche ausgetreten und ich 1898 der erste Konfirmand des
                    bekannten freirelig. Predigers <rs ref="#tillich_person_id__4945" type="person">Georg Welker</rs> in <rs ref="#tillich_place_id__471" type="place">Wiesbaden</rs> war. – Falls es Ihnen, Herr Professor, dann nicht all zu
                    viele Mühe machen würde, wäre ich Ihnen sehr zu Danke verpflichtet, dem
                    bekannten Gewerkschaftsführer der CIO, <rs ref="#tillich_person_id__4946" type="person">Walter Reuther</rs> in <rs ref="#tillich_place_id__754" type="place">Detroit</rs>, einen kurzen Überblick über meine Arbeit zu
                    geben, für den Fall, daß <rs ref="#tillich_person_id__4946" type="person">Herr
                        Reuther</rs> des Deutschen nicht mächtig sein sollte, um die Abschrift
                    meiner Arbeit selbst lesen zu können.</p>
                <p>Meinem Schreiben füge ich noch einen Bericht der <q>Bad. Ztg.</q>
                    <rs ref="#tillich_place_id__1451" type="place">Frb</rs>. vom <date when="1947-03-11">11.3.47</date> bei über <q>Eine Aussprache vor den
                        Jungen</q> über Christentum, Sozialismus und Kapitalismus und einen
                    Ausschnitt des <q>Bad. Tgbl.</q>
                    <rs ref="#tillich_place_id__1449" type="place">Baden-Baden</rs>, vom <date when="1947-03-12">12.3.47</date> mit dem Artikel <q><rs type="work" ref="#tillich__ZIRZ4BGS">Der Mensch – nicht das Kapital</rs></q> und dem
                    Leitartikel <q><rs type="work" ref="#tillich__W5RN7F3N">Lebensrecht der
                            Deutschen</rs></q> von <rs ref="#tillich_person_id__4947" type="person">Dr. H. F. Geiler</rs>.</p>
                <closer>
                    <salute>Darf ich Sie, <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr
                            Professor Paul Tillich</rs>, zum Schluß recht herzlich grüssen, meine
                        aufrichtigen Wünsche aber gelten der weiteren Gesunderhaltung Ihrer
                        Arbeitskraft.</salute>
                    <signed>
                        <hi rend="hand"><rs ref="#tillich_person_id__4942" type="person">Karl
                                Mahr</rs>.</hi></signed>
                </closer>

            </div>
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               </listPlace><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__4946">
                  <persName>Reuther, Walter</persName>
                  <occupation>Gewerkschaftsführer</occupation>
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                  <persName>Schuhmacher, Kurt Ernst Carl</persName>
                  <occupation>Politiker</occupation>
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                  <persName>Sollmann, Wilhelm</persName>
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               <person xml:id="tillich_person_id__4944">
                  <persName>Elfes, Wilhelm</persName>
                  <occupation>Politiker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/11868857X</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4945">
                  <persName>Welker, Georg</persName>
                  <occupation>Prediger</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
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                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
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                  <persName>Mahr, Karl</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4947">
                  <persName>Geiler, H. F.</persName>
               </person>
               </listPerson><listBibl><biblStruct type="journalArticle" xml:id="tillich__ZR5SRAXS" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/ZR5SRAXS" n="Tillich, Christentum Wirtschaft und Demokratie, 1946">
          <analytic>
            <title level="a">Christentum Wirtschaft und Demokratie</title>
            <author>
              <forename>Paul</forename>
              <surname>Tillich</surname>
            </author>
          </analytic>
          <monogr>
            <title level="j">Neue Auslese aus dem Schrifttum der Gegenwart.</title>
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              <biblScope unit="volume">1</biblScope>
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              <date>1946</date>
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          </monogr>
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        <biblStruct type="newspaperArticle" xml:id="tillich__ZIRZ4BGS" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/ZIRZ4BGS" n="Tessner, Der Mensch – nicht das Kapital, 1947">
          <analytic>
            <title level="a">Der Mensch – nicht das Kapital</title>
            <author>
              <forename>Norbert</forename>
              <surname>Tessner</surname>
            </author>
          </analytic>
          <monogr>
            <title level="m">Badener Tagblatt</title>
            <imprint>
              <pubPlace>Baden-Baden</pubPlace>
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              <date>1947</date>
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          </monogr>
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        <biblStruct type="book" xml:id="tillich__ZATSNTWD" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/ZATSNTWD" n="Van Dusen (Hg.), The Christian Answer, 1946">
          <monogr>
            <title level="m">The Christian Answer</title>
            <editor>
              <forename>Henry P.</forename>
              <surname>Van Dusen</surname>
            </editor>
            <imprint>
              <pubPlace>New York</pubPlace>
              <publisher>Scribner</publisher>
              <date>1946</date>
            </imprint>
          </monogr>
        </biblStruct>
        <biblStruct type="newspaperArticle" xml:id="tillich__W5RN7F3N" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/W5RN7F3N" n="Geiler, Lebensrecht der Deutschen, 1947">
          <analytic>
            <title level="a">Lebensrecht der Deutschen</title>
            <author>
              <forename>H. F.</forename>
              <surname>Geiler</surname>
            </author>
          </analytic>
          <monogr>
            <title level="m">Badener Tagblatt</title>
            <imprint>
              <pubPlace>Baden-Baden</pubPlace>
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              <date>1947</date>
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          </monogr>
        </biblStruct>
        <biblStruct type="newspaperArticle" xml:id="tillich__FRGZ6D5N" corresp="http://zotero.org/groups/5701116/items/FRGZ6D5N" n="Elfes, Christ und Sozialist, 1947">
          <analytic>
            <title level="a">Christ und Sozialist</title>
            <author>
              <forename>Wilhelm</forename>
              <surname>Elfes</surname>
            </author>
          </analytic>
          <monogr>
            <title level="m">Südwest-Echo (Rastatt)</title>
            <imprint>
              <pubPlace>Rastatt</pubPlace>
              <biblScope unit="volume">2</biblScope>
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              <biblScope unit="page">1–2</biblScope>
              <date>1947</date>
              <note type="url">https://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/periodical/pageview/8617164</note>
            </imprint>
          </monogr>
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        </listBibl></back></text>
</TEI>