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                <title>Brief von Elisabeth Hauptmann an Paul Tillich vom 12. Oktober 1946</title>
                <author ref="#tillich_person_id__4804">Elisabeth Hauptmann</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
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                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
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                    </address>
                </publisher>
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                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
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                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886–1965. Papers, 1894–1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/151(13)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich; Unterschrift eigenhändig</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
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                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
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                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__4804">Elisabeth Hauptmann</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__942">Los Angeles, CA</placeName>
                    <date when="1946-10-12">12.10.1946</date>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__4804">Korrespondenz mit Elisabeth Hauptmann</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L11015.xml">Rundbrief von Paul Tillich vom 12. Oktober 1946</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L11017.xml">Brief von Paul Tillich (Sekretariat) an Ada Shearon vom 21. Oktober 1946</ref></correspContext></correspDesc>
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                <language ident="de">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1946-10-12"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2026-03-27" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    <text type="letter">
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                <opener>1670 Mandeville Canyon Road<lb/><rs ref="#tillich_place_id__942" type="place">Los Angeles</rs> 24, <rs ref="#tillich_place_id__848" type="place">Cal.</rs><dateline><date when="1946-10-12">den 12. Oktober
                            1946</date></dateline><salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Doktor Tillich</rs>,</salute></opener>
                <p>meine Reise nach hier war mit einem so grossen Durcheinander verbunden, dass ich
                    mich von niemanden verabschieden konnte. Es war besonders arg, weil ich die
                    Reise nicht länger aufschieben konnte und <rs ref="#tillich_person_id__115" type="person">Baerensprung</rs>, der ja schon am <date when="1946-09-18">18.9.</date> fahren sollte, dort allein lassen musste. (Seine Familie ist
                    inzwischen in <rs ref="#tillich_place_id__942" type="place">Deutschland</rs> und
                    schreibt – nach dem üblichen Aufenthalt im Durchgangslager –: wir sind
                    glücklich, hier zu sein.)</p>
                <p>Jetzt muss ich mal sehen, was ich hier aus mir mache oder was <q>man</q> hier aus
                    mir macht. Vorderhand ist es so heiss, dass man fast den Verstand verliert.</p>
                <p><rs ref="#tillich_person_id__281" type="person">Brecht</rs> ist in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">NY</rs>. Er verhandelt wegen der
                    Aufführung seines Stückes <q><rs type="work" ref="#tillich__P84W5IQQ">Galilei</rs></q>, das <rs ref="#tillich_person_id__4805" type="person">Charles Laughton</rs> – <rs ref="#tillich_person_id__4805" type="person">Henry VIII</rs><note type="ea"><rs ref="#tillich_person_id__4805" type="person">Charles Laughton</rs> spielte <rs ref="#tillich_person_id__4805" type="person">König Henry VIII</rs> in
                        dem Historienfilm <q>The Private Life of Henry VIII</q> von <rs ref="#tillich_person_id__4807" type="person">Alexander Korda</rs> aus
                        dem Jahr 1933. Für diese Rolle erhielt <rs ref="#tillich_person_id__4805" type="person">Laughton</rs> 1934 den Oskar in der Kategorie <q>Bester
                            Hauptdarsteller</q>.</note> mit ihm übersetzt hat; <rs ref="#tillich_person_id__4805" type="person">Laughton</rs> wird auch die
                    Hauptrolle spielen. Es scheinen Schwierigkeiten in Bezug auf die Aufführung zu
                    bestehen, und ich fürchte, dass diese Schwierigkeiten, in welcher Gestalt sie
                    auch auftreten mögen, zum Teil Ursachen haben, über die ich Ihnen, glaube ich,
                    nichts Näheres schreiben brauche. Es ist ein sehr schönes Stück, und woimmer <rs ref="#tillich_person_id__4805" type="person">Laughton</rs> das Ganze
                    vorgelesen hat, waren die Leute sehr beeindruckt. Trotzdem kann man ja natürlich
                    bei genügender Organisation dafür sorgen, so ein Stück von der Bühne
                        wegzuhalten.<note type="ea">Die Erstaufführung des Theaterstücks <q>Leben
                            des Galilei</q> fand am <date when="1947-07-30">30. Juli 1947</date> im
                        Coronet Theatre in <rs ref="#tillich_place_id__942" type="place">Los
                            Angeles</rs> statt.</note> Ich hätte sehr gerne, dass Sie mit dem <rs ref="#tillich_person_id__281" type="person">Brecht</rs> darüber sprächen und
                    vielleicht überwinden Sie sich und rufen ihn mal am <sic>vormittag</sic> an –
                    Plaza 5-0947 (Berlau) –; ich werde ihm auch schreiben, dass er sich bei Ihnen
                    meldet, wenn er es noch nicht getan hat. Nicht, dass ich meine, dass der Federal
                    Council eine Sonderaufführung veranstaltet, aber es wäre nicht schlecht, wenn
                    einige prominente Protestanten das Stück kennen lernten.</p>
                <closer><salute>Ich hoffe, dass der Sommer gut zu Ihnen und Ihrer Familie war. Mit
                        herzlichen Grüssen für Sie alle bin ich<lb/>Ihre</salute><signed><hi rend="hand"><rs ref="#tillich_person_id__4804" type="person">Elisabeth
                                Hauptmann</rs>.</hi></signed></closer>
                <postscript>
                    <p>ich würde das Stück gerne bei uns lesen lassen</p>
                    <!-- evtl. von fremder (Tillichs) Hand bzw. <note type="ea">Am unteren Blattrand findet sich die handschriftliche Anmerkung: <q>ich würde das Stück gerne bei uns lesen lassen</q></note>-->
                </postscript>
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                  <persName>Baerensprung, Horst Wolfgang</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4805">
                  <persName>Laughton, Charles</persName>
                  <occupation>Schauspieler und Regisseur</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118726684</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4807">
                  <persName>Korda, Alexander</persName>
                  <occupation>Filmproduzent und Filmregisseur</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118565400</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4804">
                  <persName>Hauptmann, Elisabeth</persName>
                  <occupation>Schriftstellerin, Dramaturgin und Übersetzerin</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118546929</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
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                     <date>1886-08-20</date>
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                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__281">
                  <persName>Brecht, Bertold</persName>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__942">
                  <placeName>Los Angeles (CA)</placeName>
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                  <placeName>New York City</placeName>
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          <monogr>
            <title level="m">Leben des Galilei</title>
            <respStmt>
              <resp>artist</resp>
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                <forename>Bertolt</forename>
                <surname>Brecht</surname>
              </persName>
            </respStmt>
            <imprint>
              <date>1943</date>
            </imprint>
          </monogr>
        </biblStruct>
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