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            <titleStmt>
                <title>Brief von Salome Boller an Paul Tillich vom 28. Juli 1946</title>
                <author ref="#tillich_person_id__246">Salome Boller</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
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                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886–1965. Papers, 1894–1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/125 (30)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
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            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
        <profileDesc>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__246">Salome Boller</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__119">Davos, Schweiz</placeName>
                    <date when="1946-07-28">28.07.1946</date>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
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            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__246">Korrespondenz mit Salome Boller</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__246" target="L01220.xml">Brief von Salome Boller an Paul Tillich vom 23. April 1933</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10960.xml">Brief von Paul Tillich an McMillan &amp; Co vom 23. Juli 1946</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10963.xml">Brief von Lily Pincus an Paul Tillich vom 31. Juli 1946</ref></correspContext></correspDesc>
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                <language ident="de">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1946-07-28"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2025-07-31" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    <text type="letter">
        <body>
            <div type="writingSession">
                <pb n="1"/>
                <opener><fw place="top-left" type="place">Haus Stefan <lb/><rs ref="#tillich_place_id__119" type="place">Davos</rs>-Platz</fw>
                    <dateline><date when="1946-07-28">28.7.46</date></dateline><salute>Lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>,</salute>
                </opener>
                <p>Zehn Jahre sind nun schon seit Ihrem Schweizer Besuch vergangen, und ich kann es
                    kaum fassen, so gegenwärtig und lebendig sind in der Erinnerung die schönen
                    Sommertage in <rs ref="#tillich_place_id__480" type="place">Zürich</rs> und <rs ref="#tillich_place_id__707" type="place">Genf</rs>. Und zu diesen schönen
                    und schon ganz verklärten Erinnerungen gesellt sich das Bewusstsein, dass Sie am
                        <date when="1946-08-20">20. August</date> (nicht wahr, es ist der
                    Zwanzigste) Ihren sechzigsten Geburtstag feiern.</p>
                <p>Lassen Sie mich Ihnen zu diesem Tag die allerherzlichsten Glück- und
                    Segenswünsche senden, auch <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Frau
                            <sic>Hanna</sic></rs> und der <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">Kinder</rs></rs> gedenke ich mit vielen, guten Wünschen.</p>
                <p><rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> und <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">Stefan</rs> sind gewiss echte
                    Amerikaner geworden, aber Sie und <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Ihre liebe Frau</rs>, wie geht es Ihnen? Haben Sie ausserhalb
                    Ihrer Arbeit in <rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">New York</rs>
                    Wurzeln fassen können, und nähert sich Ihr Traum, sich in <rs ref="#tillich_place_id__848" type="place">Californien</rs> niederlassen zu
                    können, wohl der Verwirklichung?</p>
                <p>Sie wissen nicht, wie sehr es mich freuen würde<supplied>,</supplied> wieder
                    einmal Ihre steile Handschrift zu sehen und daraus zu lesen, wie es Ihnen geht
                    und wie Sie leben. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass Sie mit Arbeit ewig
                    überhäuft sind und gewiss kaum Zeit für Ihre Familie und Ihr Privatleben finden,
                    fasse ich mich von vornherein in Geduld und erwarte diesen Augenblick erst in
                    fernerer Zukunft. Vielleicht werden Sie bald selbst wieder einmal nach <rs ref="#tillich_place_id__736" type="place">Europa</rs> und der <rs ref="#tillich_place_id__397" type="place">Schweiz</rs> kommen. Ich hatte
                    dies schon für dieses Jahr angenommen als in <rs ref="#tillich_place_id__707" type="place">Genf</rs> eine ökumenische Tagung stattfand,<note type="ea">Vom
                        <date from="1946-06-12" to="1946-06-14">12.–14. Juni</date> fand in <rs ref="#tillich_place_id__707" type="place">Genf</rs>
                        eine Tagung der Flüchtlingskommission des Weltrates der Kirchen
                        statt.<!-- Information aus: Evangelisches Sonnatgsblatt für Baden vom 04.08.1946. Es gibt auch andere Artikel, die über eine ökumenische Tagung in Genf berichten, doch da ist kein genaues Datum genannt. Einmal im Südkurier vom 19.07.1946 und in der Badische neueste Nachrichten vom 26.11.1946 (ein Erfahrungsbericht eines Teilnehmers (Gustav-Adolf Gedat, Chef vom CVJM damals)) – es gibt zu wenig Informationen um das Datum der Tagung zu verifizieren. -->
                    </note> doch erhielt ich auf Anfrage den freundlichen Bescheid, dass Sie erst in
                    zwei Jahren zu einer nächstfolgenden Zusammenkunft erwartet werden.</p>
                <p>Vielleicht sind Ihre eigenen Erinnerungen an vergangenes Zusammensein schon so
                    wirklichkeitsfern und <sic>vague</sic> geworden, dass Sie über meinen Brief
                    erstaunt sind, und so muss ich wohl erklären, dass ich nun schon geraume Weile
                    in der Vergangenheit lebe und denke, mir alles Gewesene lebendig und nah ist,
                    darin zu verweilen eine Gewohnheit, ja vielleicht ein Laster geworden ist, um
                    die allzulangen Mussestunden der schwachpulsierenden Gegenwart auszufüllen. Seit
                    dreieinhalb Jahren liege ich lungenkrank in <rs ref="#tillich_place_id__119" type="place">Davos</rs>; zweimal während dieser Zeit war ich
                        daran<supplied>,</supplied> die Grenze zur geistigen Welt zu überschreiten,
                    kam aber entgegen aller ärztlichen Prognosen und meinem eigenen Erstaunen wieder
                    zurück und kure nun einer bei diesem Leiden ja immer sehr relativen Genesung
                    entgegen. Während meiner Abgeschiedenheit hat sich <rs ref="#tillich_place_id__736" type="place">Europa</rs> vollends erschöpft;
                    nur die <rs ref="#tillich_place_id__397" type="place">Schweiz</rs> ragt als Oase
                    aus dem Chaos heraus. Oft gedenke ich der pessimistischen und so berechtigten
                    Vorausschau an der <rs ref="#tillich_person_id__1209" type="person">Professor
                        Löwe</rs> mich einmal in <rs ref="#tillich_place_id__401" type="place">Sils</rs> teilhaben liess. Ja, und damit bin ich wieder bei einem
                    Erinnerungsabschnitt angelangt. Wie geht es Familie Löwe? Ist sie noch in <rs ref="#tillich_place_id__874" type="place">Manchester</rs>? Wie würde es mich
                        freuen<supplied>,</supplied> auch von ihr zu wissen. Soweit ich selbst
                    unseren ehemaligen Ferienkreis überblicken kann, haben sich innerhalb dessen
                    keine weltbewegenden Ereignisse zugetragen. Das <rs ref="#tillich_person_id__" type="person"><rs ref="#tillich_person_id__" type="person">Ehepaar
                            Salis</rs></rs><!-- herausfinden --> sitzt ziemlich isoliert, getroffen
                    vom Bannstrahl der öffentlichen Meinung, in seinem Häuschen; es hat das
                    Nazibanner im Engadin hochgehalten. <rs ref="#tillich_person_id__337" type="person">Leni Burri</rs> ist zu einer behäbigen Hausfrau und Mutter
                    geworden, geniesst immer noch naiv-egoistisch ihr Dasein, und hat sich so wenig
                    verändert, dass sie <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Frau
                            <sic>Hanna</sic></rs> noch genau so auf die Nerven gehen würde wie anno
                    dazumal. Meine Schwester <rs ref="#tillich_person_id__3536" type="person">Elly</rs> hat sich dieses Frühjahr ebenfalls verheiratet. Nachdem sie mit
                    allzustrenger Berufsarbeit ihre nie sehr widerstandsfähige Gesundheit
                    ausgebeutet hatte, kommt sie nun endlich dazu ihre Kräfte zu sammeln. Offenbar
                    ist sie<pb n="2"/> aber doch zäher als ich.</p>
                <p>Nachdem ich ziemlich lange in Sanatorien und Kuranstalten herumlagg, ergab sich
                        <rs ref="#tillich_person_id__4025" type="person">meiner Mutter</rs> die
                        Möglichkeit<supplied>,</supplied> unser Haus in <rs ref="#tillich_place_id__875" type="place">Küsnacht</rs> zu vermieten, und
                    seither betreut und pflegt sie mich selbst. Wir haben eine kleine Wohnung inne,
                    ein Tag läuft wie der andere ab, es ereignet sich nichts, und ich sehne mich
                    wieder danach etwas leisten zu können. Dies ist wohl ein gutes Zeichen. Die
                    Kräfte beginnen wiederzukehren.</p>
                <closer><salute>Und nun, lieber <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Paulus</rs>, grüsse ich Sie auf das Herzlichste und hoffe halt doch
                        aller sachlichen Überlegungen zum Trotz eine Zeile von Ihnen zu
                        erhalten.</salute><signed>Ihre <rs ref="#tillich_person_id__246" type="person">Salome Boller</rs>.</signed></closer>
                <postscript>
                    <p>Wollen Sie die Maschinenschrift verzeihen. Meine Hand ist durch einen
                        Nervenschaden nicht fähig die Feder anständig zu führen.</p>
                </postscript>
            </div>
        </body>
    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__246">
                  <persName>Boller, Frida Salome</persName>
                  <occupation>Sekretärin</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Tillich hatte B. bei einem früheren Schweizaufenthalt in der Unterkunft der Familie Salis kennengelernt.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
                  </birth>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631653</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3536">
                  <persName>Boller, Ella Magdalena</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Schwester von Salome Boller</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__4025">
                  <persName>Boller, Frieda Christina</persName>
                  <occupation>Hausfrau</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Mutter von Salome und Ella Boller</p>
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               </person>
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                  <persName>Burri, Leni</persName>
                  <note type="bio">
                     <p>Tillich hatte B. wie auch Salome  Boller bei einem früheren Schweizaufenthalt in der Unterkunft der Familie  Salis kennengelernt.</p>
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               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1209">
                  <persName>Löwe, Adolf</persName>
                  <occupation>deutscher Soziologe und Nationalökonom</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119383292</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Adolph Lowe (4. März 1893 – 3. Juni 1995) war ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Sozialtheoretiker und Philosophiefachmann. Nach akademischer Ausbildung unter führenden Ökonomen begann er 1922 eine Karriere in der staatlichen Wirtschaftsverwaltung. 1926 erwarb er seine Lehrbefähigung durch Forschungen zu Konjunkturbewegungen und trug zur Gründung eines bedeutenden Wirtschaftsforschungsinstituts bei. Zwischen 1926 und 1931 leitete er eine Forschungsabteilung am Kieler Institut und war Vertreter einer angesehenen ökonomischen Schule. Ab 1931 hatte er eine Professur in Frankfurt inne und arbeitete in einem Forschungsinstitut mit soziologischem Schwerpunkt. 1933 emigrierte er nach England und lehrte später ab 1940 an einer New Yorker Universität, wo er bis 1963 die Verbindung von Verhaltenswissenschaften und Wirtschaftslehre erforschte. 1983 kehrte er nach Deutschland zurück.</p>
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               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
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                  <placeName>New York City</placeName>
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                  <placeName>Sils Maria/Engadin</placeName>
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