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            <titleStmt>
                <title>Brief von Elisabeth Seeberger an Paul Tillich vom 15. Juli 1946</title>
                <author ref="#tillich_person_id__1762">Elisabeth Seeberger</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
                        <postCode>1010</postCode>
                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886–1965. Papers, 1894–1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/184(13)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, eigenhändig</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <encodingDesc>
            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933–1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
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            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1762"> Elisabeth Seeberger</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__49">Berlin-Tempelhof</placeName>
                    <date when="1946-07-15">15.07.1946</date>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__1762">Korrespondenz mit  Elisabeth Seeberger</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L10951.xml">Brief von Elisabeth Seeberger an Paul und Hannah Tillich vom 01. Juli 1946</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCorrespondence" source="#corresp__tillich_person_id__1762" target="L11025.xml">Brief von Paul Tillich an Elisabeth Seebergervom 9. Dezember 1946</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10955.xml">Brief von Hans Meyer an Paul Tillich vom 12. Juli 1946</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10957a.xml">Brief von Alfred Fritz an Paul Tillich vom 20. Juli 1946</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="deu">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1946-07-15"/></creation></profileDesc>
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            <change when="2025-07-24" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
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    </teiHeader>
    <text type="letter">
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            <div type="writingSession">
                <pb n="1"/>
                <opener><dateline><rs ref="#tillich_place_id__49" type="place">Tempelhof</rs> d.
                            <date when="1946-07-15">15. Juli 1946</date></dateline><salute>Mein
                        geliebter <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Bruder</rs></salute></opener>
                <p>nun bin ich sehr froh, daß ich Dir zu deinem sechzigsten Geburtstag schreiben
                    kann und nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder einen Geburtstagsbrief senden.
                    Gott erhalte und segne Dich noch viele Jahre hindurch für die Deinen, und für
                    uns, die wir mit großer Liebe und Sehnsucht an Dich denken und auf Dich warten,
                    und für Deine große Arbeit, in die Du hineingestellt worden bist. Wie kurz kommt
                    mir die Zeit vor, daß wir Dir zu Deinem fünfzigsten Geburtstag hinüber
                        schrieben<note type="ea">Ein Brief zum fünfzigsten Geburtstag liegt nicht
                        vor.</note> und was liegt für ein Weltabgrund in diesem Jahrzehnt für uns
                    hier. Gott schenke Dir gute Gesundheit und laß uns allen ein Wiedersehn
                    vielleicht schon im nächsten Sommer gegeben werden. Du weißt garnicht, was es
                    für uns bedeutet, daß Ihr drüben <hi rend="u">da</hi> seid, besonders auch für
                    unsre Kinder, es ist irgendwie der<pb n="2"/> Ausblick oder Hoffnungsstrahl, der
                    durch alles immer wieder hindurchscheint. Ich glaube, daß es selbst <rs ref="#tillich_person_id__3208" type="person">Hansjürgen</rs> in seiner
                    russischen Gefangenschaft so geht. – Nun kann ich Dir nur einige Photos von uns
                    senden. Sie liegen schon einige Jahre zurück, sind aber die Besten. Die
                    Frauenbilder sind alle von <rs ref="#tillich_person_id__" type="person">Hermann</rs> gemacht, der wundervoll photographieren konnte. Von unserm
                    kleinsten Glied der Familie, <rs ref="#tillich_person_id__3506" type="person">Michael</rs>, habe ich leider noch kein Bild. Vielleicht freust Du Dich
                    doch etwas darüber. Von uns gibt es nicht viel zu berichten. Wir hoffen sehr im
                    nächsten Monat zu <rs ref="#tillich_person_id__3311" type="person">Heidi</rs>
                    reisen zu können. Das <q>wie</q> ist allerdings diesmal noch völlig ungelöst,
                    ebenso ob sie nach <rs ref="#tillich_place_id__37" type="place">Berlin</rs>
                    kommen kann. Es ist schon sehr hart, daß sie selbst nach 3 Jahren noch nicht
                    wieder in die Heimat zurück kann. Aber wir hoffen immer noch, daß es gelingt und
                    auch darin hilft uns Dein <sic>Namen</sic> und <sic>Fürspreche</sic>. Durch
                    einen Amerikaner bin ich nämlich an den Vertreter der amerikanischen Quäker
                    gekommen, der Dich auch gut kennt und der gibt sich nun auch für <rs ref="#tillich_person_id__3311" type="person">Heidi</rs> und uns Mühe. Du
                    hattest wohl an den<pb n="3"/><!-- am oberen linken Rand: <q>2/</q> --> einen
                    Amerikaner geschrieben, daß er uns helfen soll und er gibt sich große Mühe. <rs ref="#tillich_person_id__3310" type="person">Waltraud</rs> ist ja jetzt im
                    Englischen so weit, daß sie sich fließend unterhalten kann, bei mir ist es nur
                    eine elende <unclear>Stümperei</unclear>. – Immerwieder muß ich Euch für Eure
                    herrlichen Pakete danken (4 kamen jetzt zu uns. Drei durch <rs ref="#tillich_person_id__3512" type="person">Lt.
                    Danison</rs><!-- vermutl. Denison --> und eines durch <rs ref="#tillich_person_id__3511" type="person">Capt. Konrad</rs> (Finance
                    Devision) alle waren gleich herrlich und Ihr könnt es garnicht<pb n="4"/>
                    erfassen, wie Ihr uns helft in jeder Beziehung damit<supplied>)</supplied>.</p>
                <p>Nun nochmals alles alles Gute, mein lieber lieber Bruder. Grüße <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs>, <rs ref="#tillich_person_id__570" type="person">Erdmuthe</rs> und meinen <rs ref="#tillich_person_id__1927" type="person">Patensohn</rs> sehr
                    herzlich.</p>
                <closer><salute>Dir gibt einen Geburtstagskuß</salute><signed>Deine <rs ref="#tillich_person_id__1762" type="person">Kleine</rs>.</signed>
                </closer>
                <postscript>
                    <p>Vielen, vielen Dank besonders <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Hannah</rs> für alles.</p>
                </postscript>
            </div>
        </body>
    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__3311">
                  <persName>Seeberger, Adelheid</persName>
                  <birth>
                     <date>1922</date>
                  </birth>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3512">
                  <persName>Denison, ???</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3310">
                  <persName>Seeberger, Waltraud</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3506">
                  <persName>Seeberger (?), Michael</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3208">
                  <persName>Seeberger, Hans-Jürgen</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1762">
                  <persName>Seeberger, Elisabeth</persName>
                  <birth>
                     <date>1893-06-17</date>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1986</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">Keine GND-Nummer</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Elisabeth Seeberger (17. Juni 1893 – 1986) war die Schwester des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Im Jahr 1917 heiratete sie Erhard Seeberger, der über viele Jahre als Pfarrer in Berlin-Tempelhof tätig war.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1927">
                  <persName>Tillich, René Johannes Stefan</persName>
                  <birth>
                     <date>1935</date>
                  </birth>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168631653</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3511">
                  <persName>Konrad, ???</persName>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__570">
                  <persName>Farris, Erdmuthe</persName>
                  <birth>
                     <date>1926-02-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName key="#tillich_place_id__126">Dresden</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>2016-03-26</date>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/1168750431</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Erdmuthe Farris (17. Februar 1926 – 26. März 2016), geborene Tillich, war die Tochter des evangelischen Theologen und Religionsphilosophen Paul Tillich. Ihr familiärer Rufname lautete Mutie.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__49">
                  <placeName>Berlin-Tempelhof</placeName>
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