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                <title>Brief von Frederick Haussmann an Paul Tillich vom 09. Juli 1946</title>
                <author ref="#tillich_person_id__829">Frederick Haussmann</author>
                <respStmt>
                    <resp>Editor</resp>
                    <name key="https://orcid.org/0009-0000-1606-0460">Cem Ölmez</name>
                </respStmt>
            </titleStmt>
            <editionStmt>
                <edition>
                    <title type="editionstitel">Edition der Korrespondenz von Paul Tillich
                        1933–1951</title>
                </edition>
            </editionStmt>
            <publicationStmt>
                <publisher>
                    <name>Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft</name>
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                        <street>Schenkenstraße 8–10</street>
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                        <placeName ref="#tillich_place_id__470">
                            <settlement>Wien</settlement>
                            <country>Österreich</country>
                        </placeName>
                    </address>
                </publisher>
                <availability>
                    <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative
                        Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</licence>
                </availability>
            </publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc type="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <country>USA</country>
                        <settlement ref="#tillich_place_id__82">Cambridge, MA</settlement>
                        <institution>Harvard University</institution>
                        <repository>Harvard Divinity School Library</repository>
                        <collection>Tillich, Paul, 1886–1965. Papers, 1894–1974.</collection>
                        <idno>bMS 649/151 (20)</idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Brief, maschinenschriftlich</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
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            <projectDesc>
                <p>online-Edition: Edition der Korrespondenz von Paul Tillich 1933-1951.</p>
            </projectDesc>
            <editorialDecl>
                <p>Die Ausgabe folgt folgenden Editorischen Richtlinien des DTA-Basisformats. Vgl.
                    https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/</p>
            </editorialDecl>
        </encodingDesc>
        <profileDesc>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="#tillich_person_id__829">Frederick Haussmann</persName>
                    <placeName ref="#tillich_place_id__319">New York, N. Y.</placeName>
                    <date when="1946-07-09">09.07.1946</date>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="#tillich_person_id__1928">Paul Tillich</persName>
                </correspAction>
            <correspContext><ref type="belongsToCorrespondence" target="#corresp__tillich_person_id__829">Korrespondenz mit Frederick Haussmann</ref><ref subtype="previous_letter" type="withinCollection" target="L10969.xml">Brief von Paul Tillich an Eva Maria Neumeyer vom 13. August 1946</ref><ref subtype="next_letter" type="withinCollection" target="L10954.xml">Brief von Paul Tillich an Evald Benjamin Lawson vom 11. Juli 1946</ref></correspContext></correspDesc>
            <langUsage>
                <language ident="de">Deutsch</language>
            </langUsage>
        <creation><date type="sort" when="1946-07-09"/></creation></profileDesc>
        <revisionDesc status="approved">
            <change when="2025-07-28" who="CO">Initiale Auszeichnung des Transkripts</change>
        </revisionDesc>
    </teiHeader>
    <text type="letter">
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            <div type="writingSession">
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                <opener><fw place="top-left" type="adressline"><rs ref="#tillich_person_id__829" type="person">Frederick Haussmann</rs>
                        <lb/>33 West 74 <lb/><rs ref="#tillich_place_id__319" type="place">N.
                            Y.</rs> 23 <rs ref="#tillich_place_id__865" type="place">N.
                            Y.</rs></fw><dateline><date when="1946-07-09">July 9.
                        1946</date></dateline><salute>Verehrter <rs ref="#tillich_person_id__1928" type="person">Herr Tillich</rs>,</salute>
                </opener>
                <p>President <rs ref="#tillich_person_id__3521" type="person">Lawson</rs> Upsala
                    College dürfte – nach meiner gestrigen Unterhaltung mit ihm – darauf Wert legen,
                    etwa folgendes von Ihnen bestätigt zu erhalten.</p>
                <p>Ich sei Ihnen seit einer Reihe von Jahren persönlich bekannt (ohne dass die
                    Council Frage erwähnt wird) <choice>
                        <abbr>u. zw.</abbr>
                        <expan>und zwar</expan>
                    </choice> nicht nur als ein Member of the Faculty of the New School for Social
                    Research (in Economics) und als Mitglied der Lutheran Church (ich bin member der
                    Lutheran Church of The Holy Trinity Central Park West 65th Street), sondern auch
                    durch manche persönliche Aussprachen und Verkehr in Ihrem Hause. Es wäre
                    wesentlich wenn Sie etwas über meine <sic>characterlichen</sic> Eigenschaften
                    sowie meine wissenschaftliche und grosse <sic>practische</sic> Erfahrung auf dem
                    ökonomischen Gebiete sagen könnten, etwa in dem Sinne dass diese Erfahrungen den
                    Studenten sicherlich interessant und von grossem Nutzen sein würden. Wertvoll
                    wäre wenn unterstrichen werden könnte, dass Sie überzeugt wären, ich würde mich
                    gut dem dortigen Milieu einfügen. Meine ökonomische Auffassung sei
                        liberal-<sic>conservativ</sic> (<rs ref="#tillich_person_id__1640" type="person">Roosevelt</rs> würde wahrscheinlich gesagt haben: somewhat
                        <del rend="s">left</del> right from the center), und <sic>sie</sic> seien
                    jedenfalls so gemässigt <del rend="s">dass Sie</del> vorurteilsfrei und Extremen
                    abgeneigt, dass Sie glaubten, die Anpassung an die dortigen Auffassungen würden
                    sich auch ökonomisch leicht vollziehen. Unter diesen Umständen würden Sie meine
                    Tätigkeit dort für alle Teile erspriesslich ansehen. Wenn Sie endlich erwähnen
                    könnten, dass ich auch <rs ref="#tillich_person_id__1390" type="person">Prof.
                        Niebuhr</rs> persönlich bekannt bin und dass Sie glaubten, er würde wohl
                    eine ähnliche Auffassung über mich haben als Sie (oder so ähnlich) so würde dies
                    sehr förderlich sein, da man <rs ref="#tillich_person_id__1390" type="person">Prof. N.</rs> sehr schätzt.</p>
                <p> (In <sic>englisch</sic> klingt all das natürlich wesentlich einfacher und
                    kürzer.) – –<!-- evtl. <lb/> --><pb n="2"/></p>
                <p> Da die Sache sich innerhalb der nächsten Woche endgültig entscheiden soll, und
                    auch andere in Aussicht genommen worden sein mögen, wäre ich für Beschleunigung
                    besonders dankbar.</p>
                <p>Es war mir eine besondere Freude, wieder einmal eine Aussprache mit Ihnen gehabt
                    zu haben. Ich bin noch immer weit davon entfernt, anzunehmen, dass die Idee des
                    Council eine falsche war.</p>
                <p>Jedenfalls danke ich Ihnen aufrichtig für Ihre Bereitwilligkeit, an <rs ref="#tillich_person_id__3521" type="person">Pres. Lawson</rs> zu schreiben.
                    Mit besten Empfehlungen, auch an Ihre verehrte <rs ref="#tillich_person_id__1923" type="person">Frau Gemahlin</rs>, verbleibe
                    ich </p>
                <closer>
                    <salute>Ihr in steter Hochschätzung ergebner</salute>
                    <signed><rs ref="#tillich_person_id__829" type="person">Frederick
                        Haussmann</rs></signed></closer>
            </div>
        </body>
    <back><listPerson><person xml:id="tillich_person_id__1640">
                  <persName>Roosevelt, Franklin D.</persName>
                  <occupation>Amerikanischer Politiker</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118602551</idno>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1390">
                  <persName>Niebuhr, Reinhold</persName>
                  <occupation>US-amerikanischer Theologe</occupation>
                  <note type="bio">
                     <p>Niebuhr, Karl Paul Reinhold (21.6.1892 Wright City, Missouri – 1.6.1971 Stockbridge, Massachusetts) war ein US-amerikanischer evangelischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler. Er stammte aus einer deutschen Einwandererfamilie, studierte an der Yale Divinity School, wurde 1915 ordiniert und war bis 1928 Pfarrer in Detroit. Von 1928 bis 1960 lehrte er Religionsphilosophie am Union Theological Seminary in New York. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften, hielt 1939 die Gifford Lectures und erhielt mehrere Ehrendoktorate. 1931 heiratete er Ursula Mary Keppel-Compton.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__3521">
                  <persName>Lawson, Evald Benjamin</persName>
                  <occupation>Evangelischer Theologe</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__829">
                  <persName>Haussmann, Frederick</persName>
                  <occupation>Schweizer Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler</occupation>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1928">
                  <persName>Tillich, Paul</persName>
                  <birth>
                     <date>1886-08-20</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Starzeddel, Niederschlesien (heute Polen)</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1965-10-22</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Chicago, Illinois, USA</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <occupation>Theologe, Religionsphilosoph und Pfarrer</occupation>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/118622692</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Paul Tillich (20. August 1886 – 22. Oktober 1965) war ein deutscher evangelischer Theologe und Religionsphilosoph. Nach seiner Tätigkeit als Feldprediger im Ersten Weltkrieg lehrte er an verschiedenen Universitäten in Deutschland, bis er 1933 emigrieren musste und in den USA wirkte, unter anderem in New York, Harvard und Chicago. Tillich entwickelte eine Theologie der Kultur und verstand Religion als das „was uns unbedingt angeht“. In seiner „Systematic Theology“ formulierte er die Methode der Korrelation und deutete Gott als „Macht des Seins“. Seine Arbeiten verbinden Theologie, Philosophie und Existenzdenken und hatten großen Einfluss auf das religiöse Denken der Moderne.</p>
                  </note>
               </person>
               <person xml:id="tillich_person_id__1923">
                  <persName>Tillich, Hannah</persName>
                  <birth>
                     <date>1896-05-17</date>
                     <settlement>
                        <placeName>Rotenburg a. d. Fulda</placeName>
                     </settlement>
                  </birth>
                  <death>
                     <date>1988-10-27</date>
                     <settlement>
                        <placeName>East Hampton, NY</placeName>
                     </settlement>
                  </death>
                  <idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/119096102</idno>
                  <note type="bio">
                     <p>Hannah Tillich (17. Mai 1896 – 27. Oktober 1988) war eine deutsche und später US-amerikanische Zeichenlehrerin, Malerin, Schriftstellerin und Modell. Aufgewachsen im Pfarrhaus ihrer Eltern in Rotenburg an der Fulda, absolvierte sie von 1912 bis 1916 eine Ausbildung an der Königlichen Kunstschule zu Berlin und arbeitete ab 1919 als Zeichenlehrerin in Berlin-Neukölln. 1920 heiratete sie den Maler Albert Gottschow, von dem sie sich nach kurzer Ehe und einem persönlichen Schicksalsschlag wieder trennte. 1924 ging sie die Ehe mit Paul Tillich ein, mit dem sie in Marburg, Dresden und Frankfurt lebte und 1933 in die USA emigrierte. Nach der Geburt zweier Kinder nahm sie Mitte der 1930er Jahre ihre künstlerische und schriftstellerische Tätigkeit wieder auf. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer autobiographischen Schrift From Time to Time (1973), in der sie offen über ihr Leben und ihre Ehe berichtete; eine deutsche Ausgabe erschien erst 1993.</p>
                  </note>
               </person>
               </listPerson><listPlace><place xml:id="tillich_place_id__865">
                  <placeName>New York, USA</placeName>
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                     <geo>43.00035 -75.49990</geo>
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                  <idno type="wikidata">http://www.wikidata.org/entity/Q1384</idno>
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                  <placeName>New York City</placeName>
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                     <geo>40.71427 -74.00597</geo>
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